Energie & Umwelt

Deutsche Bank unterstützt Kohlesektor mit Milliarden Beträgen

Durch die Förderung innovativer Projekte und die Zusammenarbeit mit Entscheidungsträgern vermitteln wir die Klimabotschaft“, verspricht die Deutsche Bank auf ihrer Internetseite. Als Finanzintermediär soll das Finanzinstitut bisher mit 2,7 Milliarden Euro den Bau von erneuerbaren Energien gefördert haben. Die neue Studie „Bankrolling Climate Change“ belegt jedoch, dass die vorbildliche Klimabotschaft vieler Finanzinstitute auf der Welt im Vergleich zur ihren tatsächlichen Taten, schon fast lächerlich erscheint. Seit 2005 sammelten die Urheber der Studie Daten über das Investitionsverhalten von 93 Banken im überaus umweltschädlichen Kohlesektor. Am stärksten investierte JP Morgan in den Abbau von Kohle oder den Bau von Kohlekraftwerken mit 16,540 Milliarden Euro. Die Deutsche Bank sitzt mit aufsummierten 11,477 Milliarden Euro auf Platz sechs der Rangliste. Insgesamt investieren 20 Deutsche Banken verstärkt in den Kohlesektor. „Nun können sich die Banken nicht mehr hinter schönen Klimaworten verstecken, sondern ihre Kohle-Portfolios sind erstmals vergleichbar“, so Heffa Schücking von Urgewald, Hauptautorin der Studie.

Kohle ist einer der umweltschädlichsten Energieträger der Welt. Dessen Abbau verursacht nicht nur einen immensen Flächenverbrauch, sondern lässt auch oft giftige Stoffe zurück, die Boden und Flüsse verunreinigen, genauso wie bei dem Abbau von Schiefergas oder der Gewinnung von Öl aus Teersanden. Des Weiteren werden bei der Verbrennung von Kohle eine Vielzahl toxischer Stoffe, wie Quecksilber, Dioxin oder Arsen in die Luft freigesetzt, eine der größten Quellen von Luftverschmutzung.

 

 

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