Wirtschaft

Deutsche haben 2011 rund 8,8% mehr Autos gekauft

Die deutsche Autoindustrie hat ihre Verkaufszahlen 2011 sowohl im Ausland als auch auf dem Heimatmarkt deutlich steigern können. Die Neuzulassungen auf dem deutschen Automarkt stiegen um 8,8% oder 257.000 Fahrzeuge auf 3,17 Millionen Pkw. Davon profitierten vor allem Audi, BMW, Ford, Porsche und Volkswagen, die im Inland um mehr als 10% zulegten, Mercedes kam dagegen nur auf ein Plus von 1,6%. Zwei Drittel der Neuzulassungen waren deutsche Automarken, VW kam dabei allein auf einen Marktanteil von 21,6%. Von den 3,17 Millionen neu zugelassenen Pkw werden 1,5 Millionen mit einem Dieselmotor angetrieben, 12.600 waren Hybrid-Fahrzeuge und nur 2.200 liefen elektrisch. Auf die Kompaktklasse entfielen 25,4% der Neuzulassungen. Lediglich im Rekordjahr 2009 wurden mehr Verkäufe verzeichnet: Insgesamt 3,8 Millionen Neuzulassungen wurden damals aufgrund der Abwrackprämie registriert. 2010 war dann wiederum das erste Jahr nach der Wiedervereinigung, in dem die Neuzulassungen unter der 3-Millionen-Schwelle lagen.

Auch der Export hat sich 2011 hervorragend entwickelt: Die deutschen Hersteller exportierten mehr als 4,5 Millionen Fahrzeuge, ein Plus von 7%. Die Zahl der verkauften Lkw erhöhte sich mit 18,5% ebenfalls deutlich auf 280.100 Einheiten. Auch hier liegt der Marktanteil ausländischer Marken bei knapp einem Drittel (30,5%). Matthias Wissmann, Chef des Verbands der Automobilindustrie (VDA), über die Perspektiven der Autoindustrie in 2012: „Wir bewegen uns bereits auf einem hohen Niveau, das nicht leicht zu toppen ist. Aber wir haben Grund zu vorsichtigem Optimismus für das Autojahr 2012.“
 

 

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