Energie & Umwelt

Deutsche Solaranlagen haben mit 16 GW Leistung neuen Weltrekord aufgestellt

Die Solarstromanlagen in Deutschland haben am 22. März, dem ersten Frühlingstag, einen neuen Rekord bei der Solarstrom-Produktion aufgestellt, der zugleich auch Weltrekord ist. In der Spitze erzeugten die Solaranlagen 16 Gigawatt (GW) Strom. Über sechs Stunden lang, in der Zeit des teuersten Stromspitzenverbrauchs, lag die Leistung bei über 10 GW. Die neun noch aktiven deutschen AKW lieferten in der Spitze rund 12,7 GW.

Erneuerbare Energien haben 20,1% an der deutschen Stromerzeugung

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am deutschen Stromverbrauch ist im Jahr 2011 von 17,1% auf 20,1% gestiegen (+17,5%). Der Zubau der Erneuerbaren Energien schlägt sich – allen Dementis der Erneuerbaren-Gegner zum Trotz – auch positiv in dem Strompreis nieder. Ein Jahr nach dem deutschen Atomausstieg und dem Abschalten von acht AKW im März 2011 ist der Handelspreis an der deutschen Strombörse in den ersten beiden Monaten des Jahres 2012 niedriger als in den ersten beiden Monaten 2011, als noch alle 17 deutschen AKW am Netz waren. Laut dem Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) war der Preis für deutschen Grundlaststrom an der Strombörse mit im Schnitt 4,74 Cent pro Kilowattstunde 6,1% billiger als die 5,05 Cent pro KW/h in den ersten beiden Monaten 2011. Aufgrund der witterungsbedingt hohen Windstromproduktion im Januar 2012 fiel der Spotmarktpreis auf rund 3,99 Cent pro KW/h. Zum Vergleich: Im Atomstromland Frankreich stieg der Preis am Spotmarkt im gleichen Zeitraum von 5,7 Cent auf 6,2 Cent pro KW/h. In der Schweiz stieg der Preis sogar von 5,98 Cent auf 6,8 Cent pro KW/h. Allerdings kommen die gesunkenen Börsen-Strompreise laut dem IWR-Direktor Norbert Allnoch bislang noch nicht beim Verbraucher an. Laut einer Studie des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) vom Februar 2012 hat der Solarstrom an der Strombörse EPEX 2011 rund 840 Millionen Euro eingespart, das entspricht einer Ersparnis von rund 10%. Mittags, wenn die Sonne am stärksten scheint, aber auch die Verbrauchsspitzen nachfragebedingt bislang zu den teuersten Strompreisen führen, betrug die Kostenersparnis durch Solar-Strom sogar bis zu 40%.
(mb)

 

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