Energie & Umwelt

Deutscher Solarprimus Solarworld setzt auf Made in Germany – Fabrik in Südkorea verkauft

Der größte deutsche Modulbauer Solarworld hat seinen 50-prozentigen Anteil an einem Joint-Venture in Südkorea verkauft. Konzernchef Frank Asbeck: „Es lohnt sich für uns einfach mehr, in Deutschland und den USA zu produzieren.“ Mit dem Werk habe das Unternehmen in den zweieinhalb Jahren seit der Eröffnung gutes Geld verdient. Allerdings haben die Transportkosten und das Thema Qualitätssicherung nun zu dem Entschluss geführt, die Region Asien von den beiden größeren Produktionsstandorten in Deutschland und den USA aus zu bedienen. Die Qualität ist von entscheidender Bedeutung, da Solarworld seine höheren Preise in dem harten Wettbewerb durch bessere Qualität rechtfertigen muss. Bei den Transportkosten wiegt die Tatsache, dass für die strecke Europa oder USA nach Asien nur halb so viel bezahlt werden muss, wie umgekehrt von Asien aus. Das liegt daran, dass die Reeder Preisnachlässe gewähren, um nicht mit leeren Schiffen nach Asien zurückkehren zu müssen. Auch liege der südkoreanische Markt hinter den Erwartungen zurück. Die Personalkosten in den beiden Werken in den USA und in Deutschland belaufen sich zudem nur auf rund zehn Prozent der Gesamtkosten, so dass dieser Punkt nicht so stark in das Gewicht fällt, wie die beiden anderen. Damit geht Solarworld gegen den Trend, Produktionskapazitäten wegen niedrigerer Lohnkosten ins Ausland zu verlagern. Insgesamt sei für Solarworld aus dem Engagement allerdings ein ordentlicher Gewinn raus gesprungen. Die Frage war jedoch, ob dies auch so bleiben würde.

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