Wirtschaft

Deutscher Zukunftspreis 2011 für organische Solarzellen

Bundespräsident Christian Wulff hat am gestrigen Mittwoch den „Deutschen Zukunftspreis 2011“ überreicht. Der „Preis für Technik und Innovation“ ehrt Menschen, die mit Kreativität, Wissen und Können nach überzeugenden Lösungen für innovative, marktfähige Produkte suchen. Den mit 250.000 Euro dotierten Preis erhielt in diesem Jahr das Projekt „Organische Elektronik – mehr Licht und Energie aus hauchdünnen Molekülschichten“ der drei Wissenschaftler Prof. Dr. Karl Leo, Dr. Jan Blochwitz-Nimoth und Dr. Martin Pfeiffer.

Das Forscherteam hat eine neue, leistungsfähige organische Elektronik auf der Grundlage des in der Natur häufig vorkommenden Kohlenstoffs geschaffen. Die Effizienz konnte durch Dotierung mit bestimmten anderen Materialien noch erheblich gesteigert werden. Die organischen Materialien können dabei auch auf flexible Substrate aufgebracht werden, wodurch sich ganz neuartige Anwendungsmöglichkeiten eröffnen: Neuartige Lichtquellen, die flächig ein besonders weiches und qualitativ hochwertiges Licht aussenden, neuartige flexible Solarzellen, die aufgerollt und zudem kostengünstig und energiesparsam hergestellt werden können. Weitere Anwendungsbereiche sind in Kleidung, Etiketten oder Pflaster integrierte elektronische Schaltungen, die in vielen Anwendungen Lebensqualität und Sicherheit verbessern können. (Projekt-Trailer: hier)

Neben dem Preisträger waren zwei weitere Projekte nominiert:
a) Dr. Uwe Franke, Dr.Stefan Gehrig und Dr. Clemens Rabe von der Daimler AG, Stuttgart, mit dem Projekt „6D-Vision – Gefahren schneller erkennen als der Mensch“. (Projekt-Trailer: hier)

b) Hansjörg Lerchenmüller, Soitec Solar GmbH, Freiburg, Dr. Andreas W. Bett, Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE, Freiburg und Dr. Klaus-Dieter Rasch, AZUR SPACE Solar Power GmbH, Heilbronn mit dem Projekt „Geballtes Sonnenlicht – effizient genutzt“. (Projekt-Trailer: hier)
 

 

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