Technologie

Deutschland bekommt eigene Militärdrohnen erst Mitte 2012

Die deutsche Luftwaffe wartet auf ihre ersten unbemannten Spionagegroßflugzeuge. Ursprünglich war ein Zulauf der von der EADS-Rüstungstochter Cassidian und Northrop Grumman gebauten Drohne für das laufende Jahr 2011 geplant. Zusätzliche Tests der Hersteller verzögern jedoch die Auslieferung auf das zweite Quartal 2012. Die Kosten für das Demonstrationsmodell liegen bei rund 500 Millionen Euro. Die Euro Hawk basiert auf dem US-Modell Global Hawk, der weltweit größten unbemannten Drohne, und daher eine Spannweite von fast 40 Metern. Die von der Bundeswehr angeforderte Variante ist für die elektronische Aufklärung aus großer Höhe (bis 18 km) konstruiert. Dafür baut das Rüstungsunternehmen Cassidian in Deutschland eine Spezialelektronik zum Abhören und Aufspüren von Funkverkehr ein. Die Flugdauer soll mehr als 30 Stunden dauern. Bislang hat die Bundeswehr drei israelische „Heron 1“ Drohnen für drei Jahre zum Preis von 110 Millionen Euro geleast. Peinlich jedoch: Direkt nach dem ersten Testflug der ersten in Afghanistan eingetroffenen „Heron 1“ prallte die Drohne am 17. März 2010 auf einem Flugplatz in Nordafghanistan gegen eine stehende Transall-Transportmaschine und wurde dabei so schwer beschädigt, dass es nicht mehr einsetzbar war.
 

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