Wirtschaft

Deutschland bleibt Weltmarktführer bei der Mikrosystemtechnik

Anlässlich des kürzlich in Darmstadt abgehaltenen 4. Mikrosystemtechnikkongresses hat Prognos eine Studie über die künftige Entwicklung der Mikrosystemtechnik herausgegeben (Prognos ist eine Ausgründung der Universität Bern und eines der ältesten Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Europas). Demnach wird sich die Zahl der direkt oder indirekt mit der Mikrosystemtechnik verbundenen Arbeitsplätze in Deutschland bis zum Jahr 2020 um mehr als ein Viertel von derzeit 754.000 auf dann 963.000 erhöhen (Umsatz 2009: 82 Milliarden Euro). Parallel wird Deutschland seinen Anteil an dem Weltmarkt für Mikrosystemtechnik von 19 auf 21% ausbauen und damit seine Spitzenposition verteidigen können.

Die Mikrosystemtechnik spielt insbesondere auch bei den Wachstumsfeldern Energieeffizienz, E-Mobility und Smart Grids eine bedeutende Rolle und ist somit zugleich volkswirtschaftlich wie auch für die Energiewende von großer Bedeutung. Hinzu kommen die Felder Medizintechnik, Diagnostik, mikrooptische Systeme, Informations- und Kommunikationstechnik sowie die Automobiltechnik und die Messtechnik.

Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF): „Die Zukunftsprognosen für Beschäftigtenzahlen in Deutschland und den Umsatz im In- und Ausland sind überdurchschnittlich positiv.“ Dabei habe auch die FuE-Förderung des Bundes (Forschung und Entwicklung) einen erheblichen Beitrag geleistet. Die künftige Förderung der Mikrosystemtechnikbranche werde sich nun noch stärker an Gesamtlösungen orientieren und auch breiter aufgestellt werden. Die zukünftige Entwicklung weist dabei vor allem in Richtung der Mikro-Nano-Integration.

Auf dem Mikrosystemtechnikkongresses wurde zudem das neue Lehrbuch „Mikrotechnologie für Ausbildung, Studium und Weiterbildung“ vorgestellt. Weitere Informationen gibt es auf der vom BMBF geförderten Internetseite Mikrosystemtechnik-Online.

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