Technologie

Deutschland liefert Australien innovatives Hyperschall-Triebwerk

Australien gilt bei der Scramjet-Technologie für künftige Hyperschallflüge bis zu Mach 15 als führend, ist jedoch auf die besonderen Hyperschallwindkanäle des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Göttingen angewiesen. Hier wurden die komplexen Staustrahltriebwerke nun erfolgreich getestet. Damit können sie nun in dem australischen Projekt SCRAMSPACE 1 im Jahr 2013 zum Einsatz kommen. Australien plant, das experimentelle Fluggerät zunächst auf eine Höhe von 340 Kilometern zu transportieren und dann auf Mach 8 zu beschleunigen.

Anders als bei normalen Düsentriebwerken gibt es in den Scramjet-Triebwerken keine beweglichen Teile. Dabei wird zunächst das eingeleitete Treibgas, beispielsweise Helium, durch einen Kolben verdichtet. Durch den Druck wird das Gas auf 3.000 Grad Celsius aufgeheizt, bevor es in einer Windkanaldüse auf rund 9.000 Stundenkilometer beschleunigt wird (Mach 8). Die Schwierigkeit dabei ist es, das Hyperschall-Staustrahltriebwerk im Überschallbereich überhaupt zu zünden. Wissenschaftler vergleichen das mit dem Versuch, ein Streichholz während eines Hurrikans anzuzünden.
 

 

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