Deutschland

Deutschland profitiert! Bertelsmann über das Freihandelsabkommen

Ein Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA brächte Deutschland erhebliche ökonomische Vorteile. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie* der Bertelsmann Stiftung und des ifo-Instituts. Sie rechnet mit 160.000 neuen Arbeitsplätzen in allen Bundesländern, Branchen und Einkommensgruppen.

Freihandelsabkommen: Meinungen gehen auseinander

Ab Montag, dem 7. Oktober 2013, verhandeln die Europäische Union und die Vereinigten Staaten in Brüssel wieder über eine umfassende Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft, der breiten Öffentlichkeit auch als „transatlantisches Freihandelsabkommen“ bekannt. Während das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung in einer derartigen Partnerschaft lediglich geringe Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft sieht, erwarten wissenschaftliche Mitarbeiter der Bertelsmann Stiftung und des ifo-Instituts durch ein Freihandelsabkommen  vor allem für Deutschland Zuwächse beim Export in die USA.

Bertelsmann und ifo rechnen mit 160.000 neuen Arbeitsplätzen

Damit verbunden: 160.000 neuen Arbeitsplätze, und zwar in nahezu alle Branchen und in allen Bundesländern. Zudem würden sich laut Studie die zu erwartende Lohnzuwächse über alle Einkommensgruppen verteilen. „Gewinnen würden nicht nur Großkonzerne, sondern insbesondere der Mittelstand“, so Aart De Geus, Vorstandschef der Bertelsmann Stiftung.

Arbeitnehmerschutz gewährleisten

Für eine Verschärfung von Lohnungleichheiten durch ein transatlantisches Freihandelsabkommen sieht die Studie indes keine Anzeichen. Der Wegfall von Handelsbeschränkungen dürfe, so De Geus, aber nicht den Abbau aller Restriktionen bedeuten: „Entscheidend wird sein, ob ein Freihandelsabkommen auch die Akzeptanz der Bevölkerung findet. Deshalb ist es nicht nur wichtig, dass auch kleine Betriebe und niedrige Einkommensgruppen profitieren, sondern dass Verbraucher- und Arbeitnehmerschutz gewährleistet bleiben.“


Lesen Sie auf Seite 2 mehr über die positiven Effekte auf Produktion und Beschäftigung in Deutschland, welche die Forscher durch das Freihandelsabkommen erwarten.

Christoph Schroeder

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