Wirtschaft

Deutschland und Frankreich wollen Rohstoffspekulation bekämpfen

Deutschland und Frankreich wollen gegen Rohstoffspekulationen vorgehen:
Frankreich übernimmt ab November 2010 die G20-Präsidentschaft. Präsident Sarkozy hat den Kampf gegen die ausufernde Rohstoffspekulation nun zu einem seiner Hauptthemen für den Vorsitz gemacht und dabei Unterstützung von Bundeskanzlerin Merkel erhalten. Dies sei laut Merkel ein genauso wichtiges Thema wie eine stabile Währungsordnung mit realen Wechselkursen. Lebensmittel, aber auch Rohstoffe wie Erdöl, dürfen kein lukratives Spekulationsobjekt für Spekulanten sein. Aufgrund der enormen Geldmengen im Finanzmarkt können Spekulanten den Mechanismus der Preisbildung durch Angebot und Nachfrage massiv beeinflussen. Die Wettgewinne gehen dabei zu Lasten der Wirtschaft und der Verbraucher und belasten besonders auch die Ärmsten über die Verhältnisse. Bereits 2008 hatte es in vielen ärmeren Ländern Ausschreitungen mit Dutzenden von Toten wegen der durch Spekulanten getriebenen Preiserhöhungen von Grundnahrungsmitteln gegeben, die zudem dringend benötigte Finanzmittel gebunden und somit die lokalen und nationalen Wirtschaften geschädigt haben. Innerhalb eines Jahres hatte sich damals nach Informationen des WDR die Spekulationssumme um 600% vervielfacht. Ein Ansatzpunkt sei es laut Sarkozy, künftig die Preisschwankungen für Rohstoffe zu begrenzen.

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