Technologie

Deutschlands größte Forschungseinrichtung soll autonomer werden

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist mit seinen 9.000 Angestellten und über 20.000 Studenten die größte Forschungs- und Lehreinrichtung Deutschlands. Das aus der bundesweit ersten Fusion zwischen einer Universität und einer technischen Forschungseinrichtung entstandene Institut besitzt einen Jahresetat von über 700 Millionen Euro und hat seine Schwerpunkte in Energie, Nano- und Mikrotechnologie, Umwelt und Klima sowie Elementar- und Astroteilchenphysik. Nun sollen der Forschungseinrichtung größere Handelsspielräume eingeräumt werden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde von der Baden-Württembergischen Landesregierung auf den Weg gebracht. „Land und Bund wollen weniger staatliche Detailsteuerung und mehr Autonomie für das KIT. Zugleich sichern und stärken wir die Rechte der KIT-Angehörigen und -Beschäftigten“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. „Mit dem KIT haben das Land Baden-Württemberg und das Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam die deutschlandweit größte Forschungs- und Lehreinrichtung geschaffen, die sich zum führenden europäischen Zentrum der Energieforschung entwickelt. Das KIT ist eine einzigartige Einrichtung, für die wir besondere Wege eröffnen wollen.“ Auf staatliche Fachaufsicht soll größtenteils verzichtet werden und der Einrichtung mehr Satzungsautonomie, Dienstherrnfähigkeit und Arbeitgebereigenschaft sowie Eigentum am beweglichen Vermögen ermöglicht werden.

Auf diese Weise sollen sich dem KIT neue Wege eröffnen. „Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf unternimmt das Land einen mutigen Schritt und gibt Rechte und Zuständigkeiten an das KIT ab. Das KIT erhält weitgehenden Handlungsspielraum in fachlichen, personellen und finanziellen Angelegenheiten“, so Ministerin Bauer. Im Kommenden Jahr soll der Gesetzesentwurf in den Landtag eingebracht werden.

 

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