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DFG richtet elf neue Sonderforschungsbereiche (SFB) ein

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet elf Sonderforschungsbereiche (SFB) zum 1. Januar 2013 ein. Dies beschloss der zuständige Bewilligungsausschuss in seiner Herbstsitzung in Bonn.

Die neuen SFB werden zunächst für eine erste Förderperiode von vier Jahren mit insgesamt 101,5 Millionen Euro (inklusive einer 20-prozentigen Programmpauschale für indirekte Kosten der Projekte) gefördert.

Die neu eingerichteten Sonderforschungsbereiche widmen sich vielfältigen und komplexen Themen, von der Entwicklung neuer Kommunikationsmodelle für die Internetnutzung der Zukunft über neue bildgebende Verfahren in der Biologie bis hin zu einer Kulturgeschichte der Muße. In anderen Sonderforschungsbereichen wird die Steuerung von Immunantworten genauer bestimmt oder geprüft, welche Rolle das richtige Timing im Leben von Insekten spielt. Einer der bewilligten Forschungsverbünde ist ein SFB/Transregio und verteilt sich somit auf mehrere Standorte.

Zusätzlich bewilligte der zuständige Ausschuss die Verlängerung von 25 Sonderforschungsbereichen für jeweils eine weitere Förderperiode. Die DFG fördert damit ab Januar 2013 insgesamt 232 Sonderforschungsbereiche.

Die neuen SFB in alphabetischer Reihenfolge ihrer Sprecherhochschule:

SFB „Proteinfunktion durch Protonierungsdynamik“
Sprecherhochschule: Freie Universität Berlin, Sprecher: Prof. Dr. Holger Dau; weitere beteiligte Hochschulen: Technische Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin; weitere beteiligte Institution: Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP)

SFB „Die Mathematik der emergenten Effekte“
Sprecherhochschule: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Sprecher: Prof. Dr. Stefan Müller

SFB „MAKI – Multi-Mechanismen-Adaption für das künftige Internet“
Sprecherhochschule: Technische Universität Darmstadt, Sprecher: Prof Dr.-Ing. Ralf Steinmetz; weitere beteiligte Hochschulen: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, University of Illinois at Urbana-Champaign, USA

SFB „Muße. Konzepte, Räume, Figuren“
Sprecherhochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprecher: Prof. Dr. Burkhard Hasebrink

SFB/TRR „Planare optronische Systeme (PlanOS)“
Sprecherhochschule: Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover, Sprecher: Prof. Dr.-Ing. Ludger Overmeyer; weitere antragstellende Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg; außerdem beteiligt: Technische Universität Braunschweig, Technische Universität Clausthal, Laser Zentrum Hannover e.V.

SFB „Mechanismen der Adipositas“
Sprecherhochschule: Universität Leipzig, Sprecher: Prof. Dr. Matthias Blüher; außerdem beteiligt: Ben Gurion University of the Negev, Israel, Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, beide Leipzig

SFB „Molekulare und zelluläre Mechanismen der neuralen Homöostase“
Sprecherhochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Sprecher: Prof. Dr. Robert Nitsch; weitere beteiligte Hochschule: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; weitere beteiligte Institutionen: Max-Planck-Institut für Biophysik Frankfurt, Max-Planck-Institut für Hirnforschung Frankfurt, Institut für Molekulare Biologie gGmbH Mainz

SFB „RNA-Viren: Metabolismus viraler RNA, Immunantwort der Wirtszellen und virale Pathogenese“
Sprecherhochschule: Philipps-Universität Marburg, Sprecher: Prof. Dr. Stephan Becker; weitere antragstellende Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen

SFB „Kontrolle und Plastizität von Zelldifferenzierungsprozessen im Immunsystem“ Sprecherhochschule: Ludwig-Maximilians-Universität München, Sprecher: Prof. Dr. Thomas Brocker; weitere beteiligte Hochschule: Technische Universität München; weitere beteiligte Institutionen: Helmholtz Zentrum München, Max-Planck-Institut für Biochemie Planegg

SFB „Physikalische Modellierung von Nichtgleichgewichtsprozessen in biologischen Systemen“
Sprecherhochschule: Universität des Saarlandes Saarbrücken, Sprecher: Prof. Dr. Heiko Rieger

SFB „Timing bei Insekten: Mechanismen, Plastizität und Fitnesskonsequenzen“
Sprecherhochschule: Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Sprecherin: Prof. Dr. Charlotte Förster

-> Detailliertere Informationen zu den einzelnen SFB finden Sie in der Langfassung der Mitteilung der DFG. Weitere Informationen erteilen auch die Sprecherinnen und Sprecher der Sonderforschungsbereiche oder auf www.dfg.de

(DFG 2012)

Marc Brümmer

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