Regionales

Die Bürger haben entschieden: Stuttgart 21 wird realisiert

Das ewige Tauziehen zwischen den Befürwortern und Gegnern des berühmt berüchtigten Projektes Stuttgart 21 hat nun ein Ende. Das wohl umstrittenste Bahnhofprojekt in der Geschichte der Bahn darf nun gebaut werden und zwar mit dem Segen der Bevölkerung. Über sieben Millionen Menschen (eine Rekordwahlbeteiligung von 48,3%) stimmten in einem Volksentscheid über das „S 21-Kündigungsgesetz“ ab. 58,8% der Wähler waren gegen das Stuttgart 21 Verbot und beendeten so den Streit über den Bahnhofsausbau. Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der sich zuvor als Gegner des Bauprojektes ausgesprochen hatte, akzeptiert die Entscheidung der Bevölkerung. Der Bau wird nun so fortgesetzt, wie das Volk es gewünscht hat. „Das Volk hat gesprochen.“, so der Ministerpräsident. Auch einer der heftigsten Gegner des Ausbaus, Verkehrsminister Winfried Hermann, lenkt ein und verspricht, das Projekt "kritisch-konstruktiv" zu überwachen und zu begleiten.

Der wichtigste Streitpunkt des Bahnhofprojekts Stuttgart 21 waren vor allem die Kosten. Seit dessen Planungsbeginn im Jahr 1995 sind die Kosten für das Prestige-Projekt der Bahn von anfänglich umgerechnet 2,45 Millarden Euro auf über vier Milliarden Euro angestiegen. Kritiker befürchten sogar, dass die Gesamtkosten des Projekts bei bis zu 8,7 Milliarden Euro liegen könnten. Ministerpräsident Kretschmann spricht sich aber klar gegen jedwede Kostenexplosion aus und verlangt von der Bahn eine klare Garantie dafür, dass alle Mehrkosten, die die 4,5 Milliarden Grenze überschreiten, zu 100% von dem Bahnunternehmen getragen werden.

 

 

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