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Die eigenen Ziele kontrollieren

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„Seine eigenen Ziele kontrollieren“: Dies ist wichtig, um den Erfolg sicherzustellen (Bild: Thomas Nestke / pixelio.de).

„Die eigenen Ziele kontrollieren“ ist ein wichtiger Bestandteil im Zielekreislauf und der persönlichen Optimierung. Nach dem die eigenen Ziele richtig gesetzt („Die eigenen Ziele richtig setzen„), der persönliche Masterplan erstellt („Der persönliche Masterplan für die eigenen Ziele„), die Ziele visualisiert („Die eigenen Ziele visualisieren„) und umgesetzt wurden, geht es um die Erfolgsmessung sowie der Anpassung der gesetzten Ziele. Hierzu sprachen wir heute mit dem IT-Unternehmer und Experten für Digital Working, Thorsten Jekel.

Interview mit Thorsten Jekel zu „Ziele kontrollieren“

Schönen Guten Tag Herr Jekel, oft werden Ziele aufwendig entwickelt, jedoch das Controlling im Nachgang lässt zu Wünschen übrig. Warum tun sich Menschen teilweise mit dem Ziele kontrollieren so schwer?

Kontrolle ist für viele Menschen leider immer noch ein negativ besetzter Begriff. Dabei dient die Kontrolle ja auch dazu, erfolgreiche Zielerfüllung sichtbar zu machen und zu belohnen. Bei Zielabweichungen hilft Kontrolle dabei, die Ursachen für Zielabweichungen zu erkennen, zu beseitigen und vor allem daraus zu lernen. Viele Unternehmen sind leider noch meilenweit vom Ideal einer lernenden Organisation entfernt. In Deutschland haben wir immer noch keine Kultur der Fehlertoleranz. Die eigenen Ziele kontrollieren, halte ich für essentiell.

Auf was sollte beim Ziele kontrollieren Wert gelegt werden?

Beim Kontrollieren von Zielen sollte vor allem darauf geachtet werden, wie die Ziele noch besser und vor allem noch effektiver erreicht werden können. Aus jeder Zielabweichung sollte idealerweise gelernt werden und die für die Zielerreichung genutzten Systeme, Strukturen und Prozesse optimiert werden.

Ziele kontrollieren sollte eigentlich immer wieder gemacht werden. In welchen Abständen würden Sie dies empfehlen?

Die Kontrolle von Zielen sollte analog zu ihrem zeitlichen Bezug kontrolliert werden, d.h. Tagesziele täglich, Wochenziele wöchentlich, etc. Idealerweise wird die Zielkontrolle in die Tagesroutinen mit integriert und somit zur Selbstverständlichkeit. Je konsequenter eine lernende Zielkontrolle erfolgt, desto höher wird der Zielerreichungsgrad für jeden persönlich und für das Gesamtunternehmen.

Wenn die Ziele kontrolliert wurden, müssen anschließend evtl. auch die gesetzten Ziele adaptiert werden. Wie geht man hierbei am besten vor? Was ist hier zu tun?

Ziele sollten nur dann adaptiert werden, wenn sich die Prämissen ändern, die der Zielformulierung zu Grunde lagen. Wenn sich diese Prämissen nicht ändern, ist eine Zielanpassung nicht sinnvoll. In diesen Fällen geht es eher um die Entwicklung der Mitarbeiter, Strukturen und Prozessen, um die Ziele zu erreichen. Häufig werden Ziele viel zu früh aufgegeben oder angepasst.

Natürlich gibt es auch Situationen, in denen Ziele angepasst werden müssen oder nicht mehr sinnvoll sind. In diesen Fällen müssen diese Ziele selbstverständlich entsprechend angepasst werden. Dies gilt vor allem, wenn sich Spielregeln in Branchen ändern. Die Fotoindustrie hat dies schrittweise gezeigt.

Wenn Ziele im Unternehmenskontext angepasst werden, in wie weit ist es sinnvoll, wenn nicht sogar notwendig, die adaptierten Ziele im Team bzw. mit den Mitarbeitern zu besprechen?

Genauso wie bei der Neu-Formulierung von Zielen ist es selbstverständlich sehr wichtig, Zielanpassungen mit den Mitarbeitern zu besprechen. Bei der Formulierung von Zielen ist die Einbindung von Mitarbeitern, so weit wie möglich, immer empfehlenswert. Zum einen liefern Mitarbeiter wertvollen Input, zum anderen erhöht dies natürlich auch die Identifikation mit den gesetzten Zielen.

Gibt es zum Ziele kontrollieren eine geeignete Systematik oder evtl. auch ein passendes Tool dafür?

Im Qualitätsmanagement gibt es den so genannten PDCA-Zyklus, der für Plan, Do, Check Act steht und im Sinne einer permanenten Schleife immer wieder durchlaufen wird. Dieses Konzept macht sehr schön deutlich, dass es wichtig ist Ziele zu planen, an deren Umsetzung zu arbeiten, die Zielerreichung zu kontrollieren und bei Abweichungen entsprechend zu handeln.

Wie Sie die Zielkontrolle in Ihrem Unternehmen umsetzen, hängt erneut von den vorhandenen IT-Systemen ab. Idealerweise wird die Zielkontrolle durch möglichst automatisierte Reporting-Tools unterstützt.

Herr Jekel, vielen Dank für das interessante Gespräch und den Input zum Thema „die eigenen Ziele kontrollieren“. Bis heute gibt es hier noch erhebliches Optimierungspotenzial. In den nächsten Interviews werden wir uns mit dem Thema „Termin im blick behalten“ auseinandersetzen.

Thorsten Jekel, Digital Working
Digital Working. Technik einfach nutzen. (Foto: © Thorsten Jekel)

Das Interview mit Thorsten Jekel führte Oliver Foitzik, Herausgeber AGITANO und HCC-Magazin.

 

Über Thorsten Jekel:

Als IT-Unternehmer, Autor und Speaker ist der Betriebswirt und MBA Thorsten Jekel der Experte für Digital Working. Aus seiner über 25-jährigen Berufserfahrung im Vertrieb, in der Service- und IT-Projektverantwortung sowie als langjähriger Geschäftsführer im Mittelstand spricht er aus der Praxis, für die Praxis. Seit dem Marktstart des iPads entwickelt sein Unternehmen jekel & partner innovative Geschäftsmodelle im Umfeld des iPads und anderer Tablet-Systeme. Als Lehrbeauftragter und Speaker begeistert er seine Zuhörer mit den Grundprinzipien des effektiven Digital Working, verbunden mit konkret umsetzbaren Tipps, um Technik einfach zu nutzen.

Mehr über Thorsten Jekel auf seinem AGITANO-Expertenprofil sowie unter www.jekelpartner.de.

 

Oliver Foitzik

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