Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 06. April

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 06. April.

 

46 v. Chr.: Caesar besiegt mit seinen Truppen die Anhänger des römischen Senats unter Cato in der Schlacht bei Thapsus.

402: Die Römer unter Stilicho schlagen die Westgoten unter Alarich in der Schlacht bei Pollentia. Stilicho setzt dem geschlagenen Feind jedoch nicht nach, weshalb die Westgoten sich wieder reorganisieren können.

1250: In Ägypten gelandete Kreuzfahrer des Sechsten Kreuzzugs kapitulieren bei al-Mansura vor den Truppen des Turan Schah. Der französische König Ludwig IX. gerät in Gefangenschaft und wird später gegen Lösegeld freigelassen.

1320: Mehrere schottische Adelige unterzeichnen die Declaration of Arbroath, mit der Schottland seine Unabhängigkeit von England erklärt. Die Erklärung, die wenig später Papst Johannes XXII. in Avignon mit der Bitte um Unterstützung übersendet wird, ist die erste formelle Unabhängigkeitserklärung eines Landes.

1326: Orhan, der Sohn des Sultans Osman I., erobert die kleinasiatische Stadt Bursa. Sie wird in der Folge zeitweise zur Hauptstadt des Osmanischen Reichs.

1385: Die Cortes von Coimbra wählen Johann I. zum König von Portugal. Er ist erster Herrscher aus dem Hause Avis. Die Dynastie Burgund ist beendet.

1489: Der Zürcher Bürgermeister Hans Waldmann wird nach einem Schnellverfahren hingerichtet. Er fällt Intrigen und auch einem Aufruhr der Landbevölkerung zum Opfer, weil er wildernde Hunde der Bauern töten ließ.

1631: Im Vertrag von Cherasco zwischen Kaiser Ferdinand II., Ludwig XIII. von Frankreich und Viktor Amadeus I. von Savoyen zur Beendigung des Mantuanischen Erbfolgekrieges verzichtet der Kaiser auf Mantua und Montferrat, mit denen Carlo I. Gonzaga belehnt wird, der jedoch große Teile seines Staatsgebiets an Savoyen abtreten muss.

1652: Der niederländische Kaufmann Jan van Riebeeck geht im Auftrag der Niederländischen Ostindien-Kompanie in der Tafelbucht an der Südspitze Afrikas an Land und errichtet mit einigen Siedlern ein Fort. Schon bald entwickelt sich daraus Kapstadt als Versorgungsstation für Segelschiffe am Kap der Guten Hoffnung auf ihrer Handelsroute nach Südostasien.

1672: Der französische König Ludwig XIV. erklärt der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande den Krieg. In der Folgezeit marschiert er mit Truppen in das Land ein. Sein Vorstoß ist mit anderen Mächten diplomatisch abgesichert. Das Rampjaar der Niederländer hat im März mit der Kriegserklärung des englischen Königs Karl II. begonnen.

1782: Nach der Ermordung des thailändischen Königs Taksin besteigt sein General Phraya Chakri, der von einem Feldzug zurückgerufen worden ist, als Rama I. den Thron von Siam und begründet die bis heute regierende Chakri-Dynastie.

1793: Während der Französischen Revolution richtet der Nationalkonvent den Wohlfahrtsausschuss ein, dessen Vorsitz Georges Danton erhält. Aufgabe des Exekutivorgans ist anfänglich nur die Kontrolle des Konvents, es wird jedoch bald zum eigentlichen Machtzentrum in Frankreich.

1812: Die Napoleonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel führen zur Schlacht von Badajoz. Darin setzen sich die englisch-portugiesischen Streitkräfte unter dem Befehl von Arthur Wellesley, 1. Herzog von Wellington gegenüber der französischen Garnison in Badajoz durch. Die Einnahme des Ortes sichert Portugal vor weiterer Invasion.

1814: Napoleon Bonaparte dankt nach seiner Niederlage in den Koalitionskriegen in Fontainebleau als Kaiser der Franzosen zu Gunsten seines Sohnes ab. Den Alliierten ist dies nicht ausreichend, die Sieger unterbreiten am 11. April ihre Vorstellungen.

1841: Nach dem Tod von US-Präsident William H. Harrison am 4. April wird sein Vizepräsident John Tyler als 10. Präsident der Vereinigten Staaten angelobt.

1862: In Tennessee beginnt die zweitägige Schlacht von Shiloh zwischen der Ohio-Armee von Ulysses S. Grant und der Tennessee-Armee von Don Carlos Buell auf der Seite der Unionsarmee und der Armee der Konföderierten Staaten von Amerika unter Albert S. Johnston und Pierre Gustave Toutant Beauregard. Es wird die bisher verlustreichste Schlacht des Amerikanischen Bürgerkriegs.

1917: Nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen 3 Tage zuvor erklären die Vereinigten Staaten dem Deutschen Reich den Krieg. Die von den USA zuvor entschlüsselte Zimmermann-Depesche spielt bei der Änderung ihrer neutralen Haltung zum Krieg eine Rolle.

1941: Ohne Kriegserklärung oder Ultimatum beginnt im Zweiten Weltkrieg der Balkanfeldzug der deutschen Wehrmacht unter Generalfeldmarschall Wilhelm List in Jugoslawien und Griechenland

1980: Die Sommerzeit wird in der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und Österreich eingeführt.

1994: Der Völkermord in Ruanda beginnt mit dem Abschuss eines Flugzeugs mit dem ruandischen Staatspräsidenten Juvénal Habyarimana und dem burundischen Staatspräsidenten Cyprien Ntaryamira an Bord. Oberst Théoneste Bagosora setzt sich am gleichen Tag an die Spitze eines „Krisenstabs“ aus ranghohen Offizieren.

1994: Acht Menschen werden in Israel durch eine Autobombe im Zentrum von Afula getötet. Die Hamas steht hinter diesem ersten terroristischen Anschlag nach der Declaration of Principles, der vermutlich eine Vergeltungsmaßnahme für das Massaker in Hebron am 25. Februar ist.

1999: In einer Einschüchterungs- und Terrorkampagne pro-indonesischer Milizen im Vorfeld einer möglichen Unabhängigkeit Osttimors kommt es zum Kirchenmassaker von Liquiçá.

2004: Der litauische Präsident Rolandas Paksas wird mit einer 3⁄5-Mehrheit vom Parlament seines Amtes enthoben, das ihm den Bruch der Verfassung vorwirft. Er ist der erste europäische Staatschef, der sein Amt durch Impeachment verliert.

2005: Der Kurde Dschalal Talabani von der Patriotischen Union Kurdistans wird vom irakischen Parlament zum Staatspräsidenten des Landes gewählt. Seine Stellvertreter werden der Schiit Adil Abd al-Mahdi und der Sunnit Ghazi al-Yawar.

2006: Der am 19. März zu Benins neuem Präsidenten gewählte Boni Yayi tritt sein Amt an. Er löst damit den früheren Diktator Mathieu Kérékou in diesem Amt ab.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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