Historie

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 11. Dezember

In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten und Jahrestage des Weltgeschehens. Heute: der 11. Dezember.

361: Nach dem Begräbnis seines am 3. November verstorbenen Vorgängers und Gegners Constantius II. beginnt Kaiser Julian mit dem Versuch der Rücknahme der Konstantinischen Wende und der Abkehr vom Christentum.

969: In Konstantinopel wird der byzantinische Kaiser Nikephoros II. von seinem Neffen Johannes Tzimiskes in einem Komplott mit der Kaiserin Theophanu in seinem Schlafzimmer getötet.

1282: In der Schlacht von Orewin Bridge bezwingen die Engländer unter König Edward I. die Waliser. Ihr Anführer Llywelyn ap Gruffydd kommt in den Kämpfen ums Leben. Wales gerät unter englische Abhängigkeit.

1618: Im Frieden von Deulino verabreden Polen-Litauen und Moskowien einen Waffenstillstand von 14,5 Jahren Dauer. Die Rzeczpospolita erreicht ihre größte Ausdehnung nach Osten, doch Russland gelingt es, seine Unabhängigkeit zu bewahren.

1659: Das Herzogtum Kurland gibt seine überseeische Besitzung Neukurland, das heutige Tobago, nach vorausgegangener Zerstörung und Einnahme durch die Holländer auf.

Bild: Susanne Krekeler / pixelio.de

1718: Der schwedische König Karl XII. wird bei der Belagerung der Festung Fredriksten im norwegischen Fredrikshald durch einen Schuss getötet, ob von einer Kugel aus feindlichen oder den eigenen Reihen ist ungeklärt. Seine Schwester Ulrika Eleonore übernimmt das Regieren und wird später als Königin bestätigt.

1785: Kaiser Joseph II. erlässt das Freimaurerpatent. Es entsteht dadurch eine Großloge in Österreich, der jene anderer Kronländer unterstehen. Die Logenanzahl wird begrenzt, die Freimaurerei streng staatlich überwacht.

1792: Im Paris der Französischen Revolution beginnt der Prozess gegen den „Bürger Louis Capet“, den ehemaligen König Ludwig XVI., vor dem Nationalkonvent.

1806: Im Frieden von Posen mit Napoleon Bonaparte schließt sich Sachsen dem Rheinbund an, kommt es zu Gebietsarrondierungen, wird Kurfürst Friedrich August III. der Königstitel gewährt und fällt ihm später das Herzogtum Warschau zu.

1813: Das napoleonische Frankreich und Spanien schließen mit dem Vertrag von Valençay Frieden im Spanischen Unabhängigkeitskrieg und vereinbaren die Rückkehr von Ferdinand VII auf den spanischen Thron.

1816: Indiana wird 19. Bundesstaat der USA.

1845: Auf Grund zweier Freischarenzüge zum Sturz der Regierung in Luzern schließen sich die sieben katholischen Kantone zu einem Sonderbund zusammen. Das führt zu einer Polarisierung innerhalb der Schweiz und zwei Jahre später zum Sonderbundskrieg.

1862: Die Schlacht von Fredericksburg im Sezessionskrieg beginnt. Sie dauert bis zum 15. Dezember.

1868: Die Petersburger Erklärung wird auf Initiative des russischen Zaren Alexander II. von 20 Staaten unterzeichnet. Sie verbietet den Gebrauch kleiner Sprenggranaten im Krieg.

1893: Die französische Nationalversammlung erlässt als Reaktion auf anarchistische Attentate das erste der Lois scélérates genannten Gesetze. Es verbietet die Unterstützung krimineller Handlungen.

1899: In der Schlacht von Magersfontein erleiden die Briten bereits die zweite Niederlage im zweiten Burenkrieg.

1931: Das britische Parlament erlässt das Statut von Westminster, nach dem die Dominions des British Commonwealth of Nations gesetzgeberisch unabhängig sind und damit zu Commonwealth Realms werden.

1936: Mit His Majesty’s Declaration of Abdication Act 1936 erhält die Abdankung Eduards VIII. als britischer Monarch ihre Gültigkeit. Nachfolger Eduards VIII. wird sein jüngerer Bruder Georg VI.

1937: Italien tritt trotz der Aufhebung der Sanktionen nach dem Italienisch-Äthiopischen Krieges aus dem Völkerbund aus.

1939: In einem Grundsatzurteil erweitert der Oberste Gerichtshof der USA das Verwertungsverbot für rechtswidrig gewonnene Beweise.

1941: Deutschland und Italien erklären den USA den Krieg.

1946: Das Kinderhilfswerk UNICEF wird als Spezialorganisation der Vereinten Nationen gegründet.

1948: In Heppenheim wird die Freie Demokratische Partei (FDP) als ein Zusammenschluss aller liberalen Parteien der westlichen Besatzungszonen gegründet. Erster Vorsitzender wird Theodor Heuss.

1953: Das Europäische Fürsorgeabkommen wird in Paris von den Mitgliedern des Europarates unterzeichnet.

1955: Bundesdeutscher Alleinvertretungsanspruch: In einem Interview wird der Öffentlichkeit die Hallstein-Doktrin erläutert.

1957: In der DDR wird von nun an ungesetzliches Verlassen ihres Territoriums als Republikflucht bestraft.

1961: Adolf Eichmann wird im Eichmann-Prozess vom Bezirksgericht Jerusalem wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gesprochen. Das Strafmaß wird am 15. Dezember verkündet.

1973: Ostpolitik: Der Vertrag über die gegenseitigen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik wird in Prag von Willy Brandt und Walter Scheel unterzeichnet. Darin wird u. a. das Münchner Abkommen von 1938 für nichtig erklärt, nicht aber die Beneš-Dekrete.

1981: Erich Honecker empfängt Bundeskanzler Helmut Schmidt anlässlich dessen Staatsbesuchs in der DDR im Schloss Hubertusstock am Werbellinsee.

1981: Regierungstruppen (FAES) verüben im Bürgerkrieg in El Salvador das Massaker von El Mozote, bei dem etwa 900 Menschen einer Todesschwadron zum Opfer fallen.

1985: Im Taxöldener Forst im Landkreis Schwandorf in der Oberpfalz beginnen die Rodungen für einen Bauplatzes der Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf.

1987: Ein Anschlag von ETA auf eine Kaserne der Guardia Civil in Saragossa fordert elf Todesopfer.

1987: John Philip Sousas Komposition Stars and Stripes Forever aus dem Jahr 1896 wird gesetzlich zum offiziellen Nationalmarsch der Vereinigten Staaten.

1993: In Chile gewinnt der Christdemokrat Eduardo Frei Ruiz-Tagle die Präsidentschaftswahlen gegen den parteilosen Kandidaten Arturo Alessandri.

1994: In Miami, Florida, endet der erste Summit of the Americas: wichtigster Beschluss des Gipfeltreffens ist die Einrichtung der Freihandelszone FTAA.

1994: Mit dem Einmarsch russischer Truppen beginnt der Erste Tschetschenien-Krieg.

1995: Litauen stellt den Antrag auf die Aufnahme in die EU.

1997: In Kyōto wird das Kyoto-Protokoll als Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klima-Rahmenkonvention (UNFCCC) unterschrieben: Das bis zum Jahr 2012 gültige Abkommen schreibt verbindliche Ziele für die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen fest, die als Auslöser der globalen Erwärmung gelten.

1998: Helmut Kohl erhält die europäische Ehrenbürgerschaft.

1999: Die Türkei stellt ihren Antrag auf den Beitritt zur EU.

2004: Nach dem überraschenden Rücktritt von Österreichs Innenminister Ernst Strasser wird Verteidigungsminister Günther Platter von Bundespräsident Heinz Fischer vorübergehend für diese Agenden angelobt.

2006: Die vom iranischen Staatspräsidenten Mahmud Ahmadinedschad gewünschte Holocaust-Konferenz beginnt. Das zweitägige Treffen in Teheran gibt für Redner, die den Holocaust leugnen oder in Frage stellen sowie das Existenzrecht Israels bezweifeln, eine propagandistische Bühne ab.

2006: Der vom mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón im Bundesstaat Michoacán angeordnete Militäreinsatz zur Zerschlagung gewalttätiger Drogenkartelle wird zum Auftakt für den Drogenkrieg in Mexiko.

(Quelle: Wikipedia)

Christoph Schroeder

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