Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 11. Juni

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 11. Juni.

 

 

1042: Durch von der Kaiserin Zoe herbeigeführte Heirat wird Konstantin IX. Kaiser von Byzanz. Beide regieren das Reich gemeinsam.

1125: In der Schlacht von Azaz setzen sich die Heere der Kreuzfahrerstaaten gegen eine größere Streitmacht der Seldschuken durch.

1157: Albrecht der Bär erobert die Burg Brandenburg zurück und vertreibt Jaxa von Köpenick. Dies gilt als Gründungsdatum der Mark Brandenburg.

1345: Der einflussreiche byzantinische Minister Alexios Apokaukos wird bei Inspektion ohne seine Leibwache eines im Bau befindlichen Gefängnisses von Gefangenen überwältigt und getötet. Sein Tod markiert den Anfang vom Ende des im Byzantinischen Reich herrschenden Bürgerkriegs.

1488: Jakob IV. wird 15-jährig König von Schottland, nachdem sein unbeliebter Vater Jakob III. im Kampf gegen adlige Rebellen während oder nach der Schlacht bei Sauchieburn getötet wurde.

1666: Im Zweiten Englisch-Niederländischen Seekrieg beginnt die „Viertageschlacht“ – eine der längsten der Geschichte.

1742: Der Vorfrieden von Breslau zwischen Preußen und Österreich während des Ersten Schlesischen Krieges entsteht durch englische Vermittlung. Österreich muss Schlesien an Preußen abtreten.

1770: Aus seiner ersten Südseereise läuft James Cook mit seinem Schiff HMS Endeavour beim Cape Tribulation auf Grund. Das so entdeckte Great Barrier Reef hätte beinahe zum Untergang des Schiffes geführt.

1775: Der französische König Ludwig XVI. wird in der Kathedrale von Reims gekrönt.

1798: Malta kapituliert kampflos gegenüber Napoleon Bonaparte, der sich mit seinen Truppen auf die Ägyptische Expedition begeben hat. Der Malteserorden der Johanniter verlässt in der Folge die Insel und geht nach Russland.

1868: Im Osmanischen Reich wird die Hilfsorganisation für verwundete und kranke Soldaten gebildet, aus der später der Türkische Rote Halbmond hervorgeht.

1878: Weil der Reichstag nach einem Attentat auf Kaiser Wilhelm I. mehrheitlich ein Verbot der Sozialdemokraten abgelehnt hat, wird er den Bestimmungen der Verfassung gemäß vom Kaiser aufgelöst. Die darauf folgende Neuwahl bringt den Konservativen einen klaren Sieg bei den Mandaten, nachdem zuvor ein zweites Attentat auf den Regenten bei Teilen der Bevölkerung für weiteren Unmut gesorgt hat.

1903: Das serbische Königspaar Draga und Aleksandar Obrenović wird von einer Offiziersgruppe im Königspalast in Belgrad ermordet. Das Haus Karađorđević löst im Königreich Serbien das mit dem Attentat ausgestorbene Haus Obrenović ab.

1938: Nach einem Befehl des Kuomintang-Führers Chiang Kai-shek kommt es zur vorsätzlich herbeigeführten Überschwemmung dreier chinesischer Provinzen durch den Gelben Fluss. Damit sollen im Zweiten Japanisch-Chinesischer Krieg die in Richtung Wuhan vorrückenden japanischen Truppen aufgehalten werden. Das Sprengen der Deiche ohne Warnung der Zivilbevölkerung kostet nach Schätzungen zwischen 500.000 und einer Million Chinesen das Leben, zerstört 4.000 Dörfer und mehrere Städte und macht Millionen Menschen obdachlos.

1945: Einen Tag nach Zulassung antifaschistischer, demokratischer Parteien und Gewerkschaften durch die Sowjetische Militäradministration in Deutschland in ihrem Machtbereich wird in Berlin die Kommunistische Partei Deutschlands von der Gruppe Ulbricht wieder gegründet.

1955: 17 Tage nach seiner Ernennung tritt Niedersachsens Kultusminister Leonhard Schlüter infolge der wegen seines rechtsextremen Hintergrunds von der Göttinger Universitätsleitung ausgegangenen Proteste zurück.

1958: In seinem „Apothekenurteil“ formuliert das deutsche Bundesverfassungsgericht die Dreistufentheorie, die konkretisiert, wann die Berufsfreiheit gesetzlich eingeschränkt werden darf.

1961: Die Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 wird als Feuernacht bezeichnet, in der in Südtirol 37 Strommasten gesprengt wurden. Die Feuernacht bildete den Höhepunkt der Anschläge des Befreiungsausschuss Südtirols.

1962: Frank Morris, John und Clarence Anglin gelingt die Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis Alcatraz

1963: Beim Stand in the Schoolhouse Door stellt sich der Gouverneur Alabamas, George Wallace, demonstrativ in die Tür des Foster Auditorium der University of Alabama um den beiden afroamerikanischen Studierenden Vivian Malone Jones und James Hood den Zugang zu verwehren. Erst nach der Intervention von Justizminister Nicholas Katzenbach und Präsident John F. Kennedy und unter Androhung des Einsatzes der Nationalgarde gibt er schließlich den Weg frei.

1964: Mit selbstgebautem Flammenwerfer und Lanze läuft der Frührentner Walter Seifert in der Grundschule Volkhoven, einem Stadtteil von Köln, Amok. Er ermordet acht Kinder und zwei Lehrerinnen.

1971: Die vor San Francisco liegende Insel Alcatraz, seit 1½ Jahren von indianischen Aktivisten besetzt, wird endgültig geräumt.

1981: Das in der vorgezogenen Neuwahl vom 10. Mai neugewählte Abgeordnetenhaus von Berlin wählt mit Richard von Weizsäcker erstmals einen CDU-Politiker zum Regierenden Bürgermeister West-Berlins.

1985: Auf der Glienicker Brücke bei Berlin findet der größte Agentenaustausch der Geschichte statt.

1994: Mit Veröffentlichung des Neunundzwanzigsten Strafrechtsänderungsgesetzes im Bundesgesetzblatt tritt in Deutschland der § 175 StGB, der die männliche Homosexualität unter 18 Jahren unter Strafe gestellt hatte, außer Kraft.

1996: Beim Bombenanschlag auf die Moskauer Metro werden vier Menschen getötet und zwölf verletzt.

1999: Zur Vorbereitung eines Unabhängigkeitsreferendums im von Indonesien besetzten Osttimor entsenden die Vereinten Nationen die Mission UNAMET.

2001: Timothy McVeigh, wegen des Anschlages auf das Murrah Federal Building in Oklahoma City verurteilt, wird durch Giftspritze hingerichtet.

(Quelle: Wikipedia)

 

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