Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 13. Februar

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 13. Februar.

 

106: Kaiser He von Han stirbt im Alter von 26 Jahren ohne einen mündigen Erben. Nachfolger wird sein einjähriger Sohn Liu Long als Kaiser Shang von Han.

962: Im Privilegium Ottonianum bestätigt Kaiser Otto I. Papst Johannes XII. die Pippinische Schenkung und die Existenz des Kirchenstaats, verlangt jedoch den Treueeid jeden Papstes gegenüber dem Kaiser.

1021: Der von den Drusen vergottete FatimidenKalif Al-Hākim bi-amri ʾllāh verschwindet unter ungeklärten Umständen. Man nimmt an, dass er bei seinem Ausritt ermordet wird.

1465: Kaiser Friedrich III. billigt nach 15 Monaten den Frieden von Zeilsheim, der einen Schlussstrich unter die Mainzer Stiftsfehde zieht.

1542: Heinrich VIII. von England lässt seine 5. Frau Catherine Howard wegen Untreue im Tower von London hinrichten.

1575: Heinrich III. von Frankreich wird in der Kathedrale von Reims als König gekrönt und heiratet zwei Tage später Louise de Lorraine-Vaudémont.

1668: Der Friede von Lissabon beendet den Restaurationskrieg. Karl II. von Spanien erkennt die portugiesische Unabhängigkeit unter Alfons VI. an.

1689: Nach der Anerkennung der Bill of Rights werden Wilhelm III. und seine Frau Maria II. vom englischen Parlament gemeinsam als Regenten anerkannt.

1692: Weil das Familienoberhaupt zu spät zur Eidesleistung auf den englischen König Wilhelm von Oranien nach der Niederschlagung des Jakobitenaufstandes erschienen ist, wird der schottische MacDonaldsClan Opfer im Massaker von Glencoe, bei dem über 30 Clanmitglieder sofort ums Leben kommen. 40 Frauen und Kinder sterben in der Folge, weil ihre Häuser niedergebrannt worden sind.

1706: In der Schlacht bei Fraustadt gelingt den Schweden unter Carl Gustaf Rehnskiöld im Großen Nordischen Krieg ein großer Sieg über das sächsisch-russische Heer, das von Johann Matthias von der Schulenburg kommandiert wird.

1739: Das von Großmogul Muhammad Shah zur Verteidigung ausgesandte Heer unterliegt in der Schlacht bei Karnal den mit Perserkönig Nadir Schah an der Spitze ins Mogulreich eingedrungenen Truppen, die zahlenmäßig überlegen sind.

1820: Charles-Ferdinand de Bourbon, duc de Berry wird nach einem Besuch der Pariser Oper von Pierre Louis Louvel niedergestochen. Der Täter will vorsätzlich den einzigen Lebenden des Geschlechts der Bourbonen umbringen. Am nächsten Tag stirbt das Attentatsopfer.

1849: Das erste deutsche Schiff mit Auswanderern nach Australien, die Goddefroy, kommt in Melbourne an. Unter den Forty-Eighters befinden sich viele nach der Deutschen Revolution politisch Verfolgte.

1861: Beider Siziliens König Franz II. kapituliert mit der Festung Gaeta gegenüber der Armee König Viktor Emanuels im italienischen Risorgimento-Prozess.

1919: Das Kabinett Scheidemann übernimmt vom bislang als Reichsregierung fungierenden Rat der Volksbeauftragten die Amtsgewalt in Deutschland.

1939: In den letzten Tagen des Spanischen Bürgerkriegs gibt Francisco Franco ein Dekret über das Verfahren mit politischen Missetätern heraus, das Aktivitäten, die von Franco als umstürzlerische Tätigkeit angesehen werden, bis zurück in das Jahr 1934 rückwirkend unter Strafe stellt. Die Verfolgung politisch Andersdenkender im Franquismus kostet hunderttausende Menschen das Leben.

1944: Das norwegische Passagierschiff Irma wird in der Bucht von Hustadvika vor Kristiansund durch zwei Torpedotreffer versenkt. Dabei kommen 61 Menschen ums Leben. Erst nach dem Krieg stellt sich heraus, dass das Schiff von einem Torpedoboot der norwegischen Marine angegriffen worden ist.

1945: Am Faschingsdienstag beginnen alliierte Luftangriffe auf Dresden, die drei Tage dauern werden. Bei den Luftangriffen mit Flächenbombardement und dem darauf folgenden Feuersturm kommen zwischen 18.000 und 25.000 Menschen ums Leben, Dresdens Innenstadt wird beinahe vollständig zerstört.

1945: Mit der Kapitulation der letzten deutschen Einheiten in der Stadt endet die seit dem 25. Dezember besonders verbissen geführte Schlacht um Budapest im Zweiten Weltkrieg, nachdem einige Stunden zuvor ein Ausbruchsversuch aus der von der Roten Armee eingekesselten Stadt misslungen ist. Das Oberkommando der Wehrmacht hat die besondere Kraftanstrengung in Budapest, die rund 100.000 Wehrmachtsoldaten das Leben gekostet hat, mit der strategischen Mission begründet, dort Wien zu verteidigen.

1953: Mehrere frühere Mitglieder der SS werden zum Teil in Abwesenheit in Bordeaux von einem Militärtribunal wegen des Massakers von Oradour-sur-Glane verurteilt. Der abwesende Heinz Lammerding und zwei andere Personen werden zum Tode verurteilt – das Urteil wird jedoch nie vollstreckt –, die anderen erhalten mehrjährige Haftstrafen.

1959: Nach dem Sieg der Revolutionäre über das Batista-Regime auf Kuba übernimmt Fidel Castro das Amt des Ministerpräsidenten.

1971: Das Auffinden einer Maschinenpistole bei einer polizeilichen Verkehrskontrolle in Bad Godesberg führt zum Entdecken der Wehrsportgruppe Hengst.

1975: Der aus den Reihen der Zypern-Türken stammende Politiker Rauf Denktaş proklamiert den Türkischen Bundesstaat von Zypern auf der Insel Zypern. Bei Zypern-Griechen und der internationalen Politik stößt er damit auf Ablehnung.

1976: Bei einem Umsturzversuch wird Nigerias Machthaber Murtala Mohammed tödlich verletzt.

1984: In der Sowjetunion wird Konstantin Tschernenko zum Generalsekretär der KPdSU und auch zum Staatsoberhaupt gewählt. Er folgt auf den vier Tage zuvor verstorbenen Juri Andropow.

1991: Die Rote Armee Fraktion beschießt die US-amerikanische Botschaft in Bonn. Es wird jedoch niemand verletzt.

1993: In Bonn wird die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (MUT) gegründet. Ingeborg Bingener wird einstimmig zur ersten Bundesvorsitzenden gewählt.

2002: Deutschland übernimmt eine führende Rolle beim Aufbau der Polizei in Afghanistan.

2005: Zum 60. Jahrestag der Bombenangriffe wehren sich mehrere Zehntausend Dresdner mit friedlichem Gedenken gegen den Missbrauch des Tages durch marschierende Neonazis.

2010: Zum 65. Jahrestag der Bombenangriffe blockieren Tausende Dresdner und Angereiste in Dresden-Neustadt einen geplanten "Trauermarsch" der rechtsextremen Szene, der durch die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland angemeldet wurde und zum größten Aufmarsch der rechten und rechtsextremen Szene seit Ende des Zweiten Weltkriegs werden sollte. Auf der anderen Elbseite in der Dresdner Altstadt beteiligten sich außerdem mehr als 10.000 Menschen an verschiedenen Veranstaltungen und Gottesdiensten zum friedlichen Gedenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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