Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 14. Juli

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 14. Juli.


1223
: Durch den Tod seines Vaters Philipp II. wird als Erstgeborener Ludwig VIII. König von Frankreich. Die französische Erbmonarchie entsteht mit ihm.

1476: Nach der Verhaftung des Paukers von Niklashausen kommt es zu Massenprotesten und einem erfolglosen Befreiungsversuch.

1500: Das Großfürstentum Litauen und das Königreich Polen erleiden in der Schlacht an der Wedroscha eine Niederlage gegen das Großfürstentum Moskowien, das seine Ausdehnung damit fortsetzt.

1555: In Rom wird für Juden ein Ghetto geschaffen. Anlass ist die päpstliche Bulle Cum nimis absurdum, in der Papst Paul IV. Juden die Schuld am Tode Jesus von Nazarets zuweist. Von Gott seien sie dafür zu ewigen Sklaven verdammt. Viele Juden flüchten in der Folge aus dem Kirchenstaat.

1677: Schweden unter König Karl XI. besiegt Dänemark während des Schonischen Krieges in der Schlacht bei Landskrona.

1708: In der Schlacht von Golowtschin kann das schwedische Heer unter König Karl XII. im Großen Nordischen Krieg eine überlegene russische Armee bezwingen.

1720: Der Frieden von Frederiksborg beendet den Konflikt zwischen Dänemark und Schweden im Großen Nordischen Krieg.

1787: Der Kontinentalkongress beschließt die Northwest Ordinance, mit der die US-Bundesstaaten an der Ostküste ihre Ansprüche auf Gebiete westlich der Appalachen an die Bundesregierung übertragen. Damit wird das Nordwestterritorium an den Großen Seen gegründet.

1789: Pariser Bürger stürmen die Bastille und befreien die sieben darin befindlichen Gefangenen. Der Kommandant Bernard-René Jordan de Launay und ein weiterer Wachsoldat werden trotz Zusicherung freien Geleits ermordet. Das Ereignis gilt als Beginn der Französischen Revolution.

1790: Anlässlich des ersten Jahrestags der Erstürmung der Bastille wird in Frankreich das Föderationsfest abgehalten.

1795: In Frankreich wird die Marseillaise Nationalhymne.

1861: In Baden-Baden wird Preußens König Wilhelm I. bei einem Attentat leicht verletzt.

1866: Augsburg ist jetzt provisorischer Sitz des Deutschen Bundes. Der Bundestag siedelt wegen des Deutschen Krieges von Frankfurt am Main hierher über.

1880: Der Jahrestag der Erstürmung der Bastille von 1789 und der Fête de la Fédération von 1790 wird in Frankreich erstmalig als Nationalfeiertag gefeiert.

1880: Der deutsche Kanzler Otto von Bismarck lenkt im Kulturkampf gegen die katholische Kirche ein: Das Brotkorbgesetz wird aufgehoben und die Bischöfe werden vom Eid auf preußische Gesetze befreit.

1884: Gustav Nachtigal nimmt Kamerun durch Hissen der deutschen Flagge in der Hauptstadt Douala als sogenanntes „deutsches Schutzgebiet“ in Besitz.

1889: Ein Internationaler Arbeiterkongress in Paris mit etwa 400 Delegierten aus 20 Staaten wird eröffnet, an dessen Ende sechs Tage später die Sozialistische Internationale, später auch als zweite Internationale bezeichnet, ausgerufen wird.

1900: Das internationale Truppenkontingent nimmt in der Zeit des Boxeraufstands die chinesische Stadt Tientsin ein.

1920: Während ihrer Gegenoffensive im Polnisch-Sowjetischen Krieg erobert die Rote Armee Vilnius.

1933: Im Zuge der Gleichschaltung wird im Deutschen Reich das Gesetz gegen die Neubildung von Parteien, mit dem die NSDAP zur einzigen rechtmäßigen Partei erklärt wird, sowie das Gesetz über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit beschlossen. Außerdem wird das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses beschlossen, mit dem die Aktion T4 eingeleitet wird.

1958: In einem von Abd al-Karim Qasim angeführten Putsch wird im Irak mit der Ermordung Faisals II. die Monarchie abgeschafft; der Jahrestag ist bis 1968 Iraks Nationalfeiertag.

1961: In seiner Sozialenzyklika Mater et Magistra fordert Papst Johannes XXIII. gerechte Löhne und Mitbestimmung der Arbeiter in den Betrieben. Gleichzeitig wendet er sich gegen hemmungslosen Luxus weniger Reicher.

1969: Zwei Wochen nach gewalttätigen Auseinandersetzungen bei einem WM-Qualifikationsspiel der beiden Länder bricht der bis zum 18. Juli dauernde „Fußballkrieg“ zwischen Honduras und El Salvador aus.

1976: António Ramalho Eanes, Wahlsieger der ersten freien Präsidentenwahl Portugals nach der Nelkenrevolution von 1974, tritt sein Amt an.

1997: Der polnische Staatspräsident Aleksander Kwaśniewski und Polens Ministerpräsident Włodzimierz Cimoszewicz treffen in Bonn zum ersten deutsch-polnischen Gipfel ein.

1997: In Nairobi, Kenia kommt es zu blutigen Straßenschlachten mit mehreren Tausend Studenten, die den Rücktritt von Staatspräsident Daniel arap Moi fordern.

1998: Das Bundesverfassungsgericht macht den Weg zur Einführung der Rechtschreibreform frei.

2002: Drei Zuschauer überwältigen in Paris den Franzosen Maxime Brunerie, als dieser bei der Parade zum Nationalfeiertag mit einem Karabiner den Staatspräsidenten Jacques Chirac töten will.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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