Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 14. März

Mrz 13 2012 • PanoramaKeine Kommentare

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 14. März.

 

1440: 53 Adlige und 19 preußische Städte, darunter Danzig, Elbing und Thorn, schließen sich gegen die Willkür des Deutschen Ordens zum Bund vor Gewalt zusammen.

1590: Im Achten Hugenottenkrieg setzt sich in der Schlacht von Ivry beim Ort Ivry-la-Bataille in der Normandie Heinrich von Navarra mit seinen Truppen gegenüber den Einheiten der katholischen Liga unter dem Befehl des Herzogs Charles de Lorraine durch. Der Sieg ermöglicht dem späteren König das Vorrücken auf Paris.

1647: Auf Betreiben des bayerischen Kurfürsten Maximilian I. wird im Dreißigjährigen Krieg in Ulm der Ulmer Waffenstillstand zwischen Bayern, Kurköln, Frankreich und Schweden geschlossen.

1653: In der Seeschlacht bei Livorno bezwingen die Niederländer unter Johann van Galen im Ersten Englisch-Niederländischen Krieg ein englisches Geschwader und erlangen die Vorherrschaft im Mittelmeer.

1744: Die Emder Konvention regelt die Annexion Ostfrieslands durch Preußen nach dem Aussterben der Cirksena-Dynastie. Sie endet im selben Jahr mit dem Tod des Fürsten Carl Edzard.

1757: In Portsmouth wird der britische Admiral John Byng nach einem Todesurteil von einem Peloton an Bord der HMS Monarch erschossen. Die Entscheidung des Kriegsgerichts, er habe die geltenden Fighting Instructions nicht eingehalten, ist umstritten.

1808: Mit Übergabe der Kriegserklärung in Stockholm an König Gustav IV. Adolf beginnt der Dänisch-Schwedische Krieg, von dem sich Dänemark eine Rückeroberung früherer Gebietsverluste verspricht. Schweden befindet sich bereits im Krieg mit Russland und dem napoleonischen Frankreich.

1831: Im britischen Unterhaus findet die erste Lesung des Great Reform Act statt. Das Gesetzesvorhaben zur Wahlkreisreform ist vor allem nötig geworden durch das Problem der „rotten boroughs“ („verfaulte Wahlbezirke“), in denen die Abgeordneten nur noch durch eine Handvoll Wähler bestimmt werden.

1862: Im amerikanischen Bürgerkrieg wird die Hafenstadt New Bern von der Armee der Nordstaaten eingenommen und besetzt.

1880: Durch den Zusammenschluss mehrerer lokaler Hilfsvereine entsteht die Österreichische Gesellschaft vom Rothen Kreuze. Kaiser Franz Joseph I. unterschreibt die Gründungsurkunde und übernimmt gemeinsam mit seiner Gattin Elisabeth die Schirmherrschaft über die neue Organisation.

1915: Die SMS Dresden, das einzige deutsche Schiff, das nach der vernichtenden Niederlage in der Schlacht bei den Falklandinseln am 8. Dezember 1914 entkommen ist, wird von den Briten unter Missachtung der chilenischen Neutralität im Ersten Weltkrieg bei der Robinsón-Crusoe-Insel angegriffen. Die Mannschaft versenkt ihr Schiff selbst, damit endet das deutsche Ostasiengeschwader.

1917: Als Folge der Februarrevolution wird der Befehl Nr. 1 des Petrograder Sowjets herausgegeben, der den in der russischen Armee spontan entstandenen Soldatenkomitees Gesetzeskraft verleiht.

1920: Bei der Volksabstimmung in Schleswig in der zweiten Zone (Mittelschleswig) stimmen 80% für den Verbleib bei Deutschland. Nachdem sich die Bevölkerung bei der bereits am 10. Februar 1920 erfolgten Abstimmung in der ersten Zone (Nordschleswig) für Dänemark entschieden hatte, wurde Schleswig (auch Sønderjylland) in eine dänischen Nord- und einen deutschen Südteil aufgeteilt.

1937: Papst Pius XI. greift in der Enzyklika Mit brennender Sorge die Politik der Nationalsozialisten an.

1939: Auf Betreiben des Deutschen Reichs unter Adolf Hitler erklärt sich die Slowakei von der Tschecho-Slowakei unabhängig. Jozef Tiso wird Ministerpräsident der Ersten Slowakischen Republik.

1944: In Berlin beginnt der geheime Korruptionsprozesses gegen den Verlagsbuchhändler Matthias Lackas und führende Dienststellenleiter der Wehrmacht. Die Ermittlungen, die sich unter anderem auf 50 Unternehmen der Verlagsbranche richten, gehen im Lauf des Jahres im militärischen Zusammenbruch unter.

1945: Die Stadt Zweibrücken wird im Zweiten Weltkrieg von einem Bombergeschwader der Royal Canadian Air Force zu mehr als 90 % zerstört. Sie ist damit im Zweiten Weltkrieg die am schwersten zerstörte Stadt.

1945: Bei einem Luftangriff auf das Eisenbahn-Viadukt von Schildesche bei Bielefeld setzen die Briten erstmals die in ihrer Sprengkraft schwerste konventionelle Bombe Grand Slam ein.

1950: In den Vereinigten Staaten veröffentlicht das FBI die erste Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen.

1951: Im Koreakrieg wird die südkoreanische Hauptstadt Seoul von UNO-Truppen neuerlich zurückerobert.

1953: Nach nur 8 Tagen löst Nikita Chruschtschow Georgi Maximilianowitsch Malenkow als Generalsekretär der KPdSU ab. Malenkow wird Regierungschef.

1964: Jack Ruby wird in Dallas von einem Strafgericht wegen des Mordes an Lee Harvey Oswald schuldig gesprochen. Das Urteil wird später von der Berufungsinstanz wieder aufgehoben.

1971: Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus von Berlin kann die SPD unter Bürgermeister Klaus Schütz ihre absolute Mehrheit knapp behaupten.

1974: In Bonn einigen sich beide deutsche Staaten in einem Protokoll zum Grundlagenvertrag, Ständige Vertretungen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik einzurichten.

1978: Drei Tage nach einem Anschlag palästinensischer Terroristen auf Busse in Israel marschiert die israelische Armee unter dem Decknamen Operation Litani im Libanon ein.

1991: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erklärt das geltende Namensrecht, nach dem die Frau bei der Heirat den Nachnamen des Mannes annehmen muss, wenn sich beide nicht auf einen Namen einigen, für verfassungswidrig.

1991: Der vor irakischen Invasionstruppen geflohene Emir von Kuwait, Dschabir al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah, kehrt nach dem Zweiten Golfkrieg aus seinem Exil in Saudi-Arabien in sein Land zurück.

1993: Bei einer Volksabstimmung entscheidet sich das Volk Andorras für die Annahme einer neuen demokratischen Verfassung. Die Verfassung, die das seit 1278 bestehende Feudalsystem abschafft und unter anderem die Gewaltentrennung einführt, tritt am 4. Mai in Kraft.

1997: Chongqing wird der chinesischen Regierung direkt unterstellt und zur größten Stadt des Landes erweitert.

2004: Bei den Präsidentschaftswahlen in Russland wird der Amtsinhaber Wladimir Wladimirowitsch Putin mit über 70% der Stimmen wiedergewählt. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa bezeichnet die Wahlen als nur bedingt demokratisch.

2004: Bei den Parlamentswahlen in Spanien verliert die regierende Partido Popular unter José María Aznar wegen des Umgangs der Regierung mit den Madrider Zuganschlägen von vor drei Tagen die Mehrheit. Wahlsiegerin ist die Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens unter José Luis Rodríguez Zapatero.

2005: Taiwan-Konflikt: Im Rahmen ihrer Ein-China-Politik verabschiedete die Volksrepublik China das Anti-Abspaltungsgesetz, das der – nach chinesischer Sichtweise – abtrünnigen Provinz Taiwan mit militärischen Mitteln droht, sollte sie weitere formelle Unabhängigkeitsbestrebungen unternehmen.

 

(Quelle: Wikipedia)


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