Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 14. Mai

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 14. Mai.

 

1097: Während des Ersten Kreuzzugs beginnt die Belagerung von Nicäa durch das Kreuzfahrerheer. Nicäa ist seit 1077 Hauptstadt des Sultanats der Rum-Seldschuken. Die Belagerung endet nach über einem Monat mit der Einnahme der Stadt durch die Byzantiner.

1264: Durch die Schlacht von Lewes wird Simon V. de Montfort „ungekrönter König“ von England. König Heinrich III. und sein Sohn Eduard geraten in Gefangenschaft.

1389: Die freie Reichsstadt Frankfurt am Main erleidet in der Schlacht bei Eschborn während der Kronberger Fehde im Städtekrieg die schwerste Niederlage ihrer Geschichte gegen Ruprecht II. von der Pfalz, Ulrich V. von Hanau sowie die Ritter von Kronberg.

1509: In der Schlacht von Agnadello schlagen die Franzosen unter König Ludwig XII. für die Liga von Cambrai die Truppen der Republik Venedig entscheidend.

1560: Die fünftägige Seeschlacht von Djerba geht zu Ende. Eine osmanische Flotte unter dem Befehlshaber Piale Pascha setzt sich gegen die Flotte einer christlichen Allianz unter dem Kommando von Giovanni Andrea Doria durch. Die vernichtende Niederlage mit einem Verlust von 60 Galeeren und etwa 20.000 Menschen auf christlicher Seite bewirkt einen Höhepunkt der türkischen Seeherrschaft im Mittelmeer. 1607: Jamestown

1607: Auf einer Insel im James River in der Kolonie Virginia gründen 104 britische Siedler Jamestown, die erste dauerhafte Siedlung der Engländer in Amerika.

1608: Mehrere protestantische Fürsten und Städte des Heiligen Römischen Reichs schließen sich im Kloster zu Auhausen im Fürstentum Ansbach zur Protestantischen Union zusammen. Wortführer des ursprünglich als Defensivbündnis konstruierten Vertrags wird Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz.

1610: François Ravaillac ersticht Heinrich IV., König von Frankreich und Navarra, als dieser gerade einen Krieg gegen das Heilige Römische Reich plant. Damit wird ein europäischer Krieg anlässlich des Jülich-Klevischen Erbfolgestreits abgewendet. Nachfolger wird sein neunjähriger Sohn Ludwig XIII., für den seine Mutter Maria de’ Medici die Regierungsgeschäfte führt.

1643: Nach dem Tod seines Vaters Ludwig XIII. kommt mit vier Jahren in Frankreich der spätere Sonnenkönig Ludwig XIV. auf den Königsthron. Die Staatsgeschäfte führt für ihn einstweilen als Regentin seine Mutter Anna von Österreich.

1706: Franzosen und Spanier beginnen im Spanischen Erbfolgekrieg die von Piemontesen und Österreichern gehaltene Stadt Turin zu belagern. Erst mit der Schlacht bei Turin fällt am 7. September eine Entscheidung gegen die Belagerer.

1811: Paraguay erlangt die Unabhängigkeit von Spanien durch

1858: Der schottische Abenteurer John McDouall Stuart bricht mit zwei Gefährten zur ersten einer Reihe von Expeditionen auf, die ihn bis 1862 quer durch den australischen Kontinent führen werden.

1869: In Österreich-Ungarn wird mit der Verabschiedung des Reichsvolksschulgesetzes unter Minister Leopold Hasner von Artha die achtjährige Bürgerschule eingeführt.

1907: Bei der Reichsratswahl in Cisleithanien gilt erstmals das allgemeine Männerwahlrecht. Die christlichsozialen und sozialdemokratischen Massenparteien erzielen dabei einen herausragenden Erfolg.

1912: Der Deutsche Reichstag billigt eine neue Flottenvorlage, die u.a. den Bau von 41 Schlachtschiffen und Schlachtkreuzern vorsieht.

1915: Ein Putsch radikal-demokratischer Offiziere beendet in Portugal die Militärdiktatur des Joaquim Pimenta de Castro und bilden vorläufig eine „Verfassungsjunta“. Die „Diktatur der Schwerter“ hat knapp vier Monate gedauert.

1931: Bei einer Demonstration streikender Arbeiter im gleichnamigen nordschwedischen Tal in der Gemeinde Kramfors fallen die Schüsse von Ådalen. Fünf Personen werden vom Militär getötet. Der Vorfall hat zunächst polarisierende Wirkung, spielt letztlich aber eine große Rolle für die friedliche Entwicklung der schwedischen Gesellschaft in den 1930er-Jahren.

1935: Im Urteil des Berner Prozesses um die antisemitischen Protokolle der Weisen von Zion werden diese als Fälschung und Plagiat bewertet.

1938: Unter der Leitung des Architekten Christoph Miller erfolgt in Schwechat bei Wien der Spatenstich für einen Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe, den heutigen Flughafen Wien.

1940: Die niederländische Stadt Rotterdam wird im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Luftwaffe bombardiert. Am Abend erklärt die niederländische Armee ihre Kapitulation im Mutterland.

1943: Ein japanisches U-Boot versenkt das australische Lazarettschiff AHS Centaur vor der Küste von Queensland; 268 Menschen (medizinisches Personal und Zivilisten) werden getötet.

1948: Israel unter Ministerpräsident David Ben Gurion erklärt seine Unabhängigkeit, womit das britische Völkerbundsmandat für Palästina endet. Der letzte britische Hochkommissar Alan Cunningham verlässt am gleichen Tag das Land. Noch in derselben Nacht erfolgt die Kriegserklärung der arabischen Nachbarn an den neu gegründeten Staat Israel.

1953: Das Zentralkomitee (ZK) der SED beschließt eine Erhöhung der Arbeitsnormen in der Deutschen Demokratischen Republik um zehn Prozent. Der daraus entstehende Unmut in der Arbeiterschaft bildet einen Keim für den Volksaufstand am 17. Juni.

1955: Acht Staaten des so genannten Ostblocks unterzeichnen während des Kalten Krieges in der polnischen Hauptstadt Warschau den Warschauer Vertrag zur Gründung eines Militärbündnisses als Reaktion auf die Aufnahme der Bundesrepublik Deutschland in die NATO.

1955: Am Vortag der Unterzeichnung des österreichischen Staatsvertrags wird die Mitschuld Österreichs am Zweiten Weltkrieg aus der Präambel gestrichen.

1955: Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten führt die Operation Wigwam durch, unterseeische Atombombentests im Pazifik rund 900 km südwestlich von San Diego.

1961: Ein Bus der Bürgerrechtsbewegung Freedom Riders, welche sich seit dem 4. Mai auf dem Weg von Washington, D.C., nach New Orleans befindet, um gegen die Segregationsgesetze im Süden der USA zu protestieren, wird in Anniston, Alabama, angezündet und die Insassen verprügelt.

1970: Während einer von seinem Anwalt Horst Mahler beantragten Ausführung gelingt Andreas Baader mit Hilfe von Ulrike Meinhof, Irene Goergens, Ingrid Schubert unter Einsatz von Schusswaffen die Flucht. Die Baader-Befreiung gilt als Geburtsstunde der Rote Armee Fraktion (RAF).

1982: Eine britische Kommandoeinheit landet während des Falklandkrieges auf Pebble Island (Isla de Borbón), einer der größeren Falklandinseln und zerstört die dortige Luftwaffenbasis und 11 Flugzeuge.

1985: Im Brokdorf-Beschluss beschäftigt sich das deutsche Bundesverfassungsgericht erstmals mit der Versammlungsfreiheit und setzt höhere Hürden für Demonstrationsverbote durch Behörden.

1989: Der Peronist Carlos Menem wird als Nachfolger Raúl Alfonsíns von der Unión Cívica Radical zum neuen Staatspräsidenten Argentiniens gewählt.

1991: Jiang Qing, Witwe Mao Zedongs und während der Kulturrevolution Mitglied der Viererbande, begeht nach ihrer Haftentlassung Selbstmord.

1993: In Leipzig schließen sich Bündnis 90 und Die Grünen durch Assoziationsvertrag zur neuen Partei Bündnis 90/Die Grünen zusammen.

1999: Nach sieben Tagen als Staatspräsident von Guinea-Bissau übergibt Rebellenführer Ansumané Mané das Amt an Malam Bacai Sanhá, der das Land auf Wahlen vorbereiten soll.

2004: Die Amtsenthebung des südkoreanischen Präsidenten Roh Moo-hyun wird vom Verfassungsgericht aufgehoben.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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