Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 15. Januar

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 15. Januar.

 

588 v. Chr.: Der babylonische Großkönig Nebukadnezar II. beginnt mit der zweieinhalb Jahre dauernden Belagerung von Jerusalem, der Hauptstadt des Reiches Juda unter dem abtrünnigen Vasallenkönig Zedekia.

69: Otho lässt sich in Rom zum Kaiser ausrufen und stiftet die Prätorianergarde an, Kaiser Galba und dessen Erben Lucius Calpurnius Piso Frugi Licinianus zu ermorden. Sein Stand als zweiter Kaiser des Vierkaiserjahres ist allerdings von Anfang an schwach, da sich bereits am 2. Januar Aulus Vitellius zum Kaiser hat ausrufen lassen.

532: Während des Nika-Aufstandes der Zirkusparteien gegen den byzantinischen Kaiser Justinian I. zünden Aufständische mehrere Gebäude an, unter anderem den Großen Palast und die Hagia Sophia. Erstmals werden auch Rufe nach einem neuen Kaiser laut.

1552: Der gegen Kaiser Karl. V. gerichtete Vertrag von Chambord wird unterzeichnet. Gegen hohe Geldzahlungen sagen die protestantischen Fürsten um Moritz von Sachsen darin Frankreichs König Heinrich II. das Reichsvikariat über vier Städte in Lothringen zu.

1559: Elisabeth I. wird in der Westminster Abbey zur Königin von England und Irland gekrönt. Unter ihrer Regentschaft wird England eine Weltmacht.

1582: Der Waffenstillstand von Jam Zapolski beendet den Livländischen Krieg. Der russische Zar Iwan der Schreckliche überlässt Livland der polnisch-litauischen Krone unter Stephan Báthory.

1776: In den Subsidienverträgen überlässt Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel eigene Soldaten an Großbritannien zum Einsatz in Nordamerika.

1815: Im Krieg von 1812 gelingt vier britischen Kampfschiffen das Erbeuten der USS President, einer schweren Fregatte der United States Navy.

1835: Die Bundesversammlung in Frankfurt am Main verbietet Handwerksgesellen, sich zu organisieren.

1871: Im Deutsch-Französischen Krieg besiegen Preußen und seine Verbündeten in der Schlacht an der Lisaine in der Nähe des belagerten Belfort eine von General Charles Denis Bourbaki befehligte französische Armee. Jene hat, erschöpft von anhaltender Kälte und unzureichender Verpflegung sowie dem Widerstand des Gegners, den Rückzug antreten müssen.

1877: Im Vertrag von Budapest verständigen sich die Großmächte Russland und Österreich-Ungarn in den Balkanfragen. Für die Neutralität in einem bewaffneten Konflikt Russlands mit dem Osmanischen Reich werden der Donaumonarchie Bosnien und die Herzegowina. Zudem wird Österreich-Ungarn zugesichert, dass auf dem Balkan kein großer slawischer Staat entstehen soll.

1919: In Berlin werden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht nach der Niederschlagung des Spartakusaufstandes von Reichswehrsoldaten ermordet. Gegen den Hauptverantwortlichen Waldemar Pabst wird keine Anklage erhoben, auch die anderen Mittäter werden nie zur Verantwortung gezogen. Die Verwicklung von Reichswehrminister Gustav Noske und Reichskanzler Friedrich Ebert in die Morde ist bis heute ungeklärt.

1933: Die NSDAP gewinnt die Landtagswahl in Lippe, was Hitler den Weg zur Machtübernahme im Deutschen Reich ebnet.

1941: König Alfons XIII. verzichtet im römischen Exil zugunsten seines Sohnes Juan de Borbón y Battenberg auf den spanischen Thron.

1943: Eines der größten Bürogebäude der Welt, das unter der Leitung von Leslie R. Groves errichtete Pentagon, wird in Arlington (Virginia) eingeweiht.

1951: Das Schwurgericht Augsburg verurteilt Ilse Koch, die berüchtigte Ehefrau des ersten Lagerkommandanten des KZ Buchenwald zu lebenslanger Haft wegen Anstiftung zum Mord und schwerer körperlicher Misshandlung.

1958: Mit dem Lüth-Urteil fällt das deutsche Bundesverfassungsgericht einen wegweisenden Beschluss zur Meinungsfreiheit.

1970: Drei Tage nach der Niederlage Biafras im Biafra-Krieg gegen Nigeria müssen die Nachfolger des geflohenen Präsidenten Chukwuemeka Odumegwu die Kapitulation Biafras noch einmal im Radio verkünden.

1972: Margrethe Alexandrine Þorhildur Ingrid wird einen Tag nach dem Tod ihres Vaters Friedrich IX. als Margrethe II. zur Königin Dänemarks proklamiert.

1976: Der 8. niedersächsische Landtag wählt mit Stimmen der Regierungskoalition Oppositionsführer Ernst Albrecht zum Ministerpräsidenten.

1985: Bei der ersten freien Wahl nach der Militärdiktatur in Brasilien wird Tancredo Neves zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Er wird das Amt jedoch nie antreten, da er kurz vor der Angelobung stirbt.

1990: Mehrere Tausend Demonstranten stürmen und verwüsten die ehemalige Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.

1991: Der irakische Diktator Saddam Hussein lässt die durch Resolution 678 des UN-Sicherheitsrates gesetzte Frist zum Rückzug aus Kuwait ungenutzt verstreichen. Damit sind die Mitgliedstaaten der UNO ermächtigt, „alle erforderlichen Mittel zur Befreiung Kuwaits vom Irak einzusetzen“. Am folgenden Tag beginnt Operation Desert Storm.

1992: Kroatien und Slowenien werden von den damals 12 Staaten der EG als unabhängige Staaten anerkannt.

2005: Mahmud Abbas wird nach der Wahl vom 9. Januar als Nachfolger des verstorbenen Jassir Arafat als palästinensischer Präsident vereidigt.

2006: Die Sozialistin Michelle Bachelet wird in einer Stichwahl gegen den Rechtsliberalen Sebastián Piñera zur ersten Staatschefin Chiles gewählt.

2009: US-Airways-Flug 1549 endet mit einer Notwasserung auf dem Hudson River in New York City. Flugkapitän Chesley B. Sullenberger muss wegen Vogelschlag kurz nach dem Start das Flugzeug notlanden. Alle 155 Menschen an Bord der Maschine werden gerettet.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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