Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 15. März

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 15. März.

 

44 v. Chr.: An den Iden des März wird der römische Diktator Julius Caesar bei einem Attentat im Theater des Pompeius in Rom getötet. Unter der Führung von Marcus Iunius Brutus und Gaius Cassius Longinus beteiligten sich rund 60 Personen an der Verschwörung; etwa 20 sind heute namentlich bekannt. Der Senat gewährt den Mördern noch am gleichen Tag Amnestie.

351: Der römische Kaiser Constantius II. ernennt seinen Cousin Constantius Gallus zum Caesar und überlässt ihm die Herrschaft über den Osten des Reiches. Am gleichen Tag heiratet Gallus Constantius‘ Schwester Constantina.

493: Bei einem Versöhnungsmahl in Ravenna nach der Rabenschlacht tötet der Ostgotenherrscher Theoderich seinen Rivalen Odoaker und wird damit als „Stellvertreter“ des oströmischen Kaisers Alleinherrscher in Italien.

624: In der Schlacht von Badr bezwingt eine zahlenmäßig unterlegene muslimische Streitmacht unter Führung des Propheten Mohammed jene der Quraisch, des herrschenden Stammes in seiner Heimatstadt Mekka. Der Sieg verschafft den Anhängern der Glaubenslehre Achtung und Zulauf.

933: Der ostfränkische König Heinrich I. bezwingt in der Schlacht bei Riade an der Unstrut ein ungarisches Heer. Während seiner Herrschaft kommen keine weiteren Ungarneinfälle mehr vor.

1077: Der Schwabenherzog Rudolf von Rheinfelden wird im Zuge des Investiturstreits zum Gegenkönig von Heinrich IV. in Forchheim gewählt.

1311: In der Schlacht von Halmyros besiegt die Katalanische Kompanie den Herzog von Athen, Walter V. von Brienne, nachdem sie dessen Herzogtum von seinen Feinden befreit hat, von Walter aber um ihre Belohnung betrogen worden ist. Walter fällt, die Kompanie übernimmt die Herrschaft über das Herzogtum Athen.

1400: Sophie von Bayern wird zur Königin von Böhmen gekrönt. Ihr Ehemann Wenzel bleibt der Krönung fern.

1493: Nachdem ihre beiden Karavellen Niña und Pinta auf der Rückreise von ihrer ersten Entdeckungsfahrt durch einen Sturm getrennt worden sind, erreichen Christoph Kolumbus und Martín Alonso Pinzón am gleichen Tag den spanischen Heimathafen Palos de la Frontera.

1672: Der englische König Karl II. erlässt die Erklärung zur Gewährung der Gewissensfreiheit (Royal Declaration of Indulgence), die auf Toleranz gegenüber den Katholiken des Landes abzielt. Nach Widerständen des Parlaments wird sie im Folgejahr zurückgenommen.

1776: South Carolina erklärt als erste nordamerikanische Kolonie seine Unabhängigkeit vom britischen Mutterland.

1781: Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg besiegen unter großen Verlusten die von Charles Cornwallis kommandierten Briten die doppelt so große amerikanische Armee unter dem Befehl von Nathanael Greene in der Schlacht von Guilford Court House.

1804: Auf Befehl Napoleon Bonapartes wird der französische Herzog Louis Antoine Henri de Bourbon-Condé, duc d’Enghien aus dem badischen Ettenheim in einem Kommandounternehmen nach Frankreich entführt. Um ein Exempel an den Bourbonen zu statuieren, wird der Herzog nach einem Schauprozess wegen angeblichen Hochverrats sechs Tage später hingerichtet.

1820: Das nach dem Missouri-Kompromiss durch Abtrennung aus dem Gebiet von Massachusetts entstandene Maine wird 23. Bundesstaat der USA.

1825: Friedrich Ludwig Jahn (Turnvater Jahn), seit Juli 1819 auf Grundlage der Karlsbader Beschlüsse in Haft, wird unter der Auflage, in keiner Universitäts- oder Gymnasialstadt zu wohnen, freigesprochen.

1848: Im Zuge der Märzrevolution im Kaisertum Österreich verspricht Kaiser Ferdinand I. den Österreichern die Aufhebung der Pressezensur und den Erlass einer Verfassung.

1848: Die Märzrevolution in Österreich greift auch auf Ungarn über, wo mit Revolten der einfachen Bevölkerung der Freiheitskampf gegen die österreichische Herrschaft beginnt.

1867: Ungarn erhält nach dem ausgehandelten Österreichisch-Ungarischen Ausgleich seine innere Autonomie. Regierungschef Graf Gyula Andrássy beeidet die Treue zu Kaiser Franz Joseph I. Damit entwickelt sich aus dem Kaisertum Österreich die „Doppelmonarchie“ Österreich-Ungarn.

1890: Auf Initiative Kaiser Wilhelms II. beginnt in Berlin die 1. Internationale Arbeiterschutzkonferenz unter der Leitung von Hans Hermann von Berlepsch.

1916: Österreich-Ungarn erklärt gegenüber Portugal den Krieg.

1917: Unter dem Druck der Februarrevolution dankt der russische Zar Nikolaus II. ab und übergibt die Herrschaft an seinen Bruder Michail Alexandrowitsch Romanow, der bereits am nächsten Tag auf den Thron verzichtet.

1920: Im Deutschen Reich findet als Reaktion auf den Kapp-Putsch der bislang größte Generalstreik statt. 12 Millionen Menschen folgen einem Aufruf verschiedener Organisationen und Parteien. Im Westen bricht sich der Ruhraufstand Bahn.

1922: Der ägyptische Sultan ruft sich als Fuad I. zum König von Ägypten aus. Wegen vier gravierender Vorbehalte bei Gewährung der Unabhängigkeit für das Land am Nil besteht faktisch ein britisches Protektorat geraume Zeit fort.

1933: In Wien wird der Nationalrat nach der angeblichen „Selbstausschaltung des Parlaments“ von der austrofaschistischen Bundesregierung unter Engelbert Dollfuß mit Polizeigewalt am Zusammentreten gehindert. Die österreichische Republik mündet damit in den austrofaschistischen Ständestaat.

1933: In Württemberg wird Gauleiter Wilhelm Murr zum Staatspräsidenten gewählt.

1939: Truppen der deutschen Wehrmacht besetzen die restlichen Teile von Böhmen und von Mähren, die am nächsten Tag zum Reichsprotektorat Böhmen und Mähren erklärt werden; Die Tschechoslowakei hört auf zu bestehen.

1943: Der deutschen Wehrmacht gelingt an der Ostfront in der Schlacht um Charkow die Rückeroberung der Stadt.

1958: Das Militärgeschichtliche Institut der DDR wird gegründet.

1969: Nach einem neuerlichen Grenzkonflikt bekriegen sich sowjetische und chinesische Soldaten am Fluss Ussuri.

1991: Der am 12. September 1990 von der DDR und der Bundesrepublik Deutschland sowie Frankreich, Großbritannien, der Sowjetunion und den USA abgeschlossene Zwei-plus-Vier-Vertrag tritt in Kraft. Damit ist der Weg zur Wiedervereinigung Deutschlands frei.

1992: In Kambodscha treffen die ersten Mitglieder der UNTAC-Mission der Vereinten Nationen ein, um vorübergehend die Verwaltung des Landes zu übernehmen.

1992: In Bosnien und Herzegowina werden im Zuge des Bosnienkrieges Friedenstruppen (UNPROFOR) der Vereinten Nationen stationiert.

1996: In Sierra Leone kann Ahmad Tejan Kabbah die ersten freien Präsidentschaftswahlen nach 23 Jahren mitten im Bürgerkrieg im zweiten Wahlgang mit fast 60% der Stimmen für sich entscheiden.

1999: Die Mitglieder der Europäischen Kommission um Kommissionspräsident Jacques Santer treten nach Korruptionsvorwürfen gegen Kommissarin Édith Cresson zurück. Vizepräsident Manuel Marín wird mit der Bildung einer neuen Kommission beauftragt.

2006: Die UN-Generalversammlung beschließt im Rahmen der Reform der Vereinten Nationen auf Initiative von UN-Generalsekretär Kofi Annan mit großer Mehrheit die Einrichtung des UN-Menschenrechtsrats, der die UN-Menschenrechtskommission ablösen soll.

2009: Bei den Präsidentschaftswahlen in El Salvador kann sich mit Mauricio Funes erstmals ein Kandidat der linksgerichteten Ex-Guerilla Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional (FMLN) gegen Rodrigo Ávila von der langjährigen Regierungspartei Alianza Republicana Nacionalista (ARENA) durchsetzen.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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