Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 16. Januar

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 16. Januar.

 

27 v. Chr.: Im Zuge des mehrtägigen Staatsaktes zur Beendigung des Bürgerkriegs in Rom erhält Octavian vom römischen Senat auf Vorschlag von Lucius Munatius Plancus den Ehrentitel Augustus (Erhabener). Das gilt als Gründungsdatum des Prinzipats.

929: Abd ar-Rahman III. nimmt den Titel eines Kalifen an und wird erster Herrscher mit dieser Bezeichnung im Kalifat von Córdoba.

1082: Ein Heer der Normannen unter Robert Guiskard nimmt die byzantinische Hafenstadt Durazzo ein.

1547: Der 16-jährige Iwan IV. wird erster gekrönter Zar von Russland. Die Regierungszeit des erst später als Iwan der Schreckliche bekannt gewordenen Monarchen steht zunächst im Zeichen von Modernisierungen.

1556: Im Zuge der schrittweisen Abdankung Karls V. übernimmt dessen Sohn Philipp das spanische Königreich und seine Kolonien.

1707: Im schottischen Parlament wird über den Act of Union abgestimmt. Mit 110:69 Stimmen wird der Vereinigungsvertrag mit England gebilligt. Eine Reihe von Abgeordneten hat sich bestechen lassen oder erhofft sich mit dem „Ja“ Entschädigungen für das fehlgeschlagene Darién-Projekt.

1756: Die Konvention von Westminster, ein Garantievertrag zwischen Preußen unter Friedrich II. und Großbritannien unter Georg II., kommt zustande. Das als Friedensgarantie gedachte Defensivbündnis führt jedoch zur Umkehrung der Allianzen in Europa und fördert damit das Entstehen des Siebenjährigen Krieges.

1780: Eine britische Flotte unter Admiral Rodney vernichtet in der Seeschlacht bei Kap St. Vincent ein spanisches Geschwader, von dessen neun Linienschiffen sechs erobert und eines versenkt werden.

1809: Dem britischen General John Moore gelingt es, während der Napoléonischen Kriege auf der Iberischen Halbinsel die französischen Truppen unter General Nicolas-Jean de Dieu Soult in der Schlacht von La Coruña so lange aufzuhalten, bis alle Truppen aus der Stadt evakuiert sind, er kommt dabei jedoch selbst ums Leben.

1839: Großbritannien erobert die jemenitische Stadt Aden von den Osmanen.

1864: Das Kaisertum Österreich und Preußen stellen Dänemark ein auf 48 Stunden befristetes Ultimatum, die Novemberverfassung aufzuheben und das Herzogtum Schleswig zu räumen. Da Dänemark darauf nicht reagiert, kommt es wenige Tage später zum Deutsch-Dänischen Krieg.

1878: Russische Truppen erobern im 10. russisch-türkischen Krieg mit Plowdiw die zu diesem Zeitpunkt größte Stadt Bulgariens von den Osmanen.

1920: Der genau ein Jahr zuvor von US-Präsident Herbert Hoover ratifizierte 18. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten, der „Herstellung, Verkauf und Transport von berauschenden Mitteln“ verbietet, tritt in Kraft. Damit beginnt die Prohibition in den USA.

1945: Adolf Hitler verlegt das Führerhauptquartier auf Grund der immer prekärer werdenden Lage im Zweiten Weltkrieg in den kurz zuvor fertiggestellten Führerbunker.

1945: Große Teile von Magdeburg werden durch einen Luftangriff im Zweiten Weltkrieg zerstört.

1969: Der Student Jan Palach verbrennt sich aus Protest gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings in der Tschechoslowakei auf dem Prager Wenzelsplatz selbst.

1979: Schah Mohammad Reza Pahlavi verlässt im Zuge der Islamische Revolution den Iran und geht ins Exil nach Ägypten.

1988: Im bulgarischen Septemwri wird von 16 ehemaligen politischen Gefangenen die Unabhängige Gesellschaft zum Schutz der Menschenrechte gegründet, die erste oppositionelle Organisation in der kommunistischen Volksrepublik Bulgarien.

1992: Im mexikanischen Chapultepec wird der Frieden von Chapultepec unterzeichnet, der den zehnjährigen Bürgerkrieg zwischen der el salvadorianischen Regierung und der Guerillabewegung Frente Farabundo Martí para la Liberación Nacional beendet.

1996: In Sierra Leone wird gegen Valentine Strasser, seit 1992 an der Macht, geputscht. Sein Stellvertreter Julius Maada Bio ersetzt ihn.

1998: Der Deutsche Bundestag verabschiedet die umstrittene Änderung von Artikel 13 des Deutschen Grundgesetzes, mit der die akustische Wohnraumüberwachung zu Zwecken der Strafverfolgung ermöglicht wird.

2001: Der Staatspräsident der Demokratischen Republik Kongo, Laurent-Désiré Kabila, wird bei einem Attentat ermordet. Die Hintergründe des Attentats, das exakt 40 Jahre nach dem Tod des afrikanischen Freiheitshelden Patrice E. Lumumba erfolgt, bleiben ungeklärt.

2002: Nach dem Sieg über die Rebellenorganisation Revolutionary United Front unter Foday Sankoh schließt die Regierung Sierra Leones unter Ahmad Tejan Kabbah mit den Vereinten Nationen einen Vertrag zur Errichtung eines Sondergerichtshofes zur Verfolgung von Kriegsverbrechen im Bürgerkrieg in Sierra Leone.

2006: Ellen Johnson-Sirleaf wird nach ihrem Wahlsieg bei den Präsidentschaftswahlen in Liberia als erste Frau in das Amt eines Staatsoberhaupts eines afrikanischen Staates eingeführt.

2007: Bei einem Anschlag in der Al-Mustansiriyya-Universität in Bagdad kommen mindestens 65 Menschen ums Leben, weitere 140 werden verletzt.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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