Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 17. April

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 17. April.

 

642: Angehörige einer Adelspartei im Westgotenreich rebellieren gegen König Tulga, mit dessen Politik sie unzufrieden sind. Sein Nachfolger wird der 80jährige Chindaswinth, der am 30. April formell zum König erhoben wird.1414: Ludwig VII. der Gebartete

1414: In Kelheim wird die Sittichgesellschaft gegründet, eine Vereinigung der Gegner Herzog Ludwigs des Gebarteten von Bayern-Ingolstadt. Gründer ist Ludwigs Cousin Heinrich der Reiche von Bayern-Landshut. Weitere Mitglieder sind die Herzöge Ernst und Wilhelm III. von Bayern-München sowie Pfalzgraf Johann von Pfalz-Neumarkt.

1492: Im Befestigten Heerlager Santa Fe im kürzlich im Rahmen der Reconquista eroberten Granada erteilen die katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragón mit der Kapitulation von Santa Fe dem genuesischen Seefahrer Christoph Kolumbus die Erlaubnis und finanzielle Unterstützung, zu seiner Reise auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien aufzubrechen und ernennen ihn zum Vizekönig und Generalgouverneur über alle von ihm entdeckten Gebiete mit dem Recht, ein Zehntel der dort gefundenen Reichtümer für sich zu behalten.

1525: Der Heerführer des Schwäbischen Bundes, Georg Truchsess von Waldburg-Zeil schließt während des Deutschen Bauernkrieges mit einem Teil der aufständischen Bauern den Vertrag von Weingarten. Der Vertrag bringt nur punktuelle Verbesserungen für die Bauern, verschafft dem Bund aber die benötigte Atempause, um den Aufstand endgültig niederschlagen zu können.

1555: Nach 15-monatiger Belagerung durch florentinisch-kaiserliche Truppen gibt die von Frankreich unterstützte Stadt Siena wegen Nahrungsmittelknappheit auf. Cosimo I. de’ Medici aus Florenz hat damit faktisch der konkurrierenden Stadtrepublik Siena das Ende bereitet. Stadt und Territorium werden letztlich in sein Großherzogtum Toskana eingegliedert.

1573: Auf See ereignet sich die Schlacht bei Vlissingen im Achtzigjährigen Krieg. Eine Flotte der spanischen Armada bombardiert die Stadt Vlissingen. Den Niederländern gelingt es, fünf gegnerische Schiffe im Kampf zu versenken, was zum Rückzug der Spanier vom Vlissinger Kriegsschauplatz führt.

1839: Mit dem Austritt Guatemalas als vierter von fünf Staaten endet de facto die Zentralamerikanische Konföderation, auch wenn El Salvador gemeinsam mit der von Guatemala abgespaltenen Provinz Los Altos den Namen noch einige Zeit fortführt.

1861: Der bisherige US-Bundesstaat Virginia tritt aus der Union aus, um sich am 7. Mai den Konföderierten Staaten von Amerika anzuschließen. Das führt schon am 27. April zur Abspaltung einiger nordwestlicher Counties, die sich unter dem Namen West Virginia zusammenschließen.

1895: Der Frieden von Shimonoseki beendet den Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg. Der von Itō Hirobumi für Japan und von Li Hongzhang für China im japanischen Hafenort Shimonoseki unterschriebene Vertrag wird wegen seiner einseitigen Belastungen für das unterlegene China zu den so genannten Ungleichen Verträgen gerechnet.

1912: Ein zaristisches Regiment verübt in Bodaibo das Lena-Massaker an streikenden Arbeitern. Mindestens 150 Tote und 100 Verwundete bleiben zurück.

1917: Einen Tag nach seiner Rückkehr nach Russland hält Lenin ein Referat auf einer Konferenz der Bolschewiki in Petrograd über ein politisches Programm für die weitere Entwicklung nach der Februarrevolution 1917. Es ist Basis für seine drei Tage später in der Prawda veröffentlichten Aprilthesen.

1941: Elf Tage nach Beginn des Balkanfeldzugs der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg kapituliert Jugoslawien vor den deutschen und italienischen Truppen. Der Staat wird in der Folge in mehrere kleine Einheiten zerschlagen.

1942: Dem französischen General Henri Giraud gelingt die Flucht aus der deutschen Kriegsgefangenschaft in der Festung Königstein in der sächsischen Schweiz.

1945: Leopold Kunschak, Hans Pernter, Lois Weinberger, Leopold Figl, Julius Raab und Felix Hurdes gründen im Wiener Schottenstift die Österreichische Volkspartei (ÖVP).

1946: In Syrien wird drei Tage nach dem Abzug der letzten französischen Truppen die Syrische Arabische Republik ausgerufen. Der 17. April ist bis heute syrischer Nationalfeiertag.

1956: In ihrer Zeitung teilt die Kominform in Bukarest die Auflösung ihrer von kommunistischen Parteien getragenen Organisation mit.

1961: Die Militäreinheit Brigade 2506 aus nach der kubanischen Revolution in die USA geflüchteten Exilkubanern landet in Kuba in der Schweinebucht. Die von der CIA unterstützte Invasion in der Schweinebucht, an der unter anderem Jorge Más Canosa, Luis Posada Carriles und Orlando Bosch Ávila teilnehmen, scheitert nach wenigen Tagen.

1963: Ägypten, Irak und Syrien vereinbaren die Bildung einer neuen Vereinigten Arabischen Republik, das Projekt scheitert jedoch schon im Juli 1963.

1969: Alexander Dubček muss – als Vater des „Prager Frühlings“ – seine Funktion als Chef der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei auf sowjetischen Druck Gustáv Husák überlassen und übernimmt den Vorsitz in der Nationalversammlung.

1971: Libyen, Syrien und Ägypten beschließen die Gründung einer Föderation Arabischer Republiken. In der panarabistischen Verfassung, die auch den Beitritt anderer arabischer Staaten vorsieht, tritt mit 1. Januar 1972 in Kraft. Die Föderation wird jedoch schon 1977 wieder aufgelöst.

1975: Die Roten Khmer unter Pol Pot nehmen die kambodschanische Hauptstadt Phnom Penh ein und werden von der Bevölkerung zunächst begeistert empfangen. Der im Exil lebende Norodom Sihanouk wird zum Staatsoberhaupt ernannt. In der Folge beginnen die Roten Khmer im nunmehr „Demokratischen Kampuchea“ mit der systematischen Absiedelung und Vertreibung der Stadtbevölkerung aufs Land.

1982: Das gemeinsam von Kanada unter Pierre Trudeau und Großbritannien unter Margaret Thatcher erlassene Verfassungsgesetz von 1982 tritt in Kraft, mit dem das britische Parlament auf jede Gesetzgebung für Kanada verzichtet und damit die letzten Abhängigkeiten Kanadas von Großbritannien beseitigt werden. Gleichzeitig erhält Kanada einen umfangreichen Grundrechtskatalog.

1986: Die Niederlande und die Scilly-Inseln schließen offiziell einen Friedensvertrag zur Beendigung ihres seit 1651 bestehenden Kriegszustandes. Kritiker wenden gleichwohl ein, dass bereits mit dem Ende des ersten Englisch-Niederländischen Kriegs im Jahr 1654 der Konflikt bereinigt gewesen sei.

1989: Am Platz des himmlischen Friedens in Peking kommt es zu einer Großdemonstration für den vor zwei Tagen verstorbenen chinesischen Reformpolitiker Hu Yaobang.

1996: In Eldorado dos Carajás im Bundesstaat Pará räumt brasilianische Militärpolizei mit Waffengewalt eine Straße, die von Mitgliedern der Bewegung der Landarbeiter ohne Boden (MST) blockiert wird. Bei der Aktion werden 19 MST-Aktivisten getötet. Eine Säule der Schande gedenkt später des Ereignisses.

2003: Anneli Jäätteenmäki von der Finnischen Zentrumspartei wird Finnlands Regierungschefin. Nach 63 Tagen tritt sie zurück, weil sie im Wahlkampf vertrauliche Informationen des Außenministeriums verwendet hat.

2004: Ivan Gašparovič, der frühere Vertraute von Vladimír Mečiar, gewinnt gegen diesen die Stichwahl der slowakischen Präsidentschaftswahlen mit 59,91 % der Stimmen. Das Amt selbst tritt er am 15. Juni an.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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