Historie

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 17. Dezember

In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten und Jahrestage des Weltgeschehens. Heute: der 17. Dezember.

546: Im Kampf gegen Ostrom erobern die Ostgoten unter Totila das knapp sieben Jahre zuvor vom oströmischen Feldherrn Belisar eingenommene Rom zurück. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Krieges läuten das Ende der Antike in Italien ein.

954: König Otto I. hält in Arnstadt einen Reichstag ab, bei dem sich sein aufständischer Sohn Liudolf

Bild: Susanne Krekeler / pixelio.de
Bild: Susanne Krekeler / pixelio.de

förmlich unterwirft. Sein ältester Sohn Wilhelm wird zudem zum Erzbischof von Mainz gewählt. Damit werden die innenpolitischen Voraussetzungen für die siegreiche Schlacht auf dem Lechfeld gegen die Ungarn im Jahre 955 geschaffen.

1282: König Rudolf I. belehnt auf dem Reichstag zu Augsburg seine Söhne Albrecht und Rudolf „zur gemeinsamen Hand“ mit den Herzogtümern Österreich und Steiermark, was den österreichischen Besitzstand der Habsburger begründet. Die feierliche Urkunde hierüber wird am 27. Dezember ausgestellt.

1513: Appenzell wird als 13. Kanton Mitglied der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft.

1583: Im Truchsessischen Krieg erobern Söldner des neuen Kurfürsten Ernst von Bayern die Godesburg, die von einer Streitmacht seines Vorgängers Gebhard I. von Waldburg verteidigt wird.

1607: Bayerische Truppen besetzen das mehrheitlich protestantische und in Reichsacht befindliche Donauwörth. Ursache der vom Kaiser Rudolf II. beauftragten Strafaktion war das Stören zweier katholischer Prozessionen. Die freie Reichsstadt wird vom bayerischen Herzog Maximilian I. als Pfand behalten. Die katholische Besetzung der Stadt trägt zur Gründung der Protestantischen Union bei.

1637: Während der Herrschaft von Tokugawa Iemitsu aus der Tokugawa-Dynastie erheben sich zum Christentum konvertierte japanische Bauern gegen Matsukura Katsuie, den für seine Grausamkeit bekannten lokalen Daimyō. Der Shimabara-Aufstand beginnt.

1638: Bernhard von Sachsen-Weimar erobert im Dreißigjährigen Krieg mit französischem Geld die Reichsfestung Breisach am Rhein von den Kaiserlichen, behält diese jedoch als eigene Besitzung.

1718: Nach Zurückweisung der Bedingungen der Quadrupelallianz aus Großbritannien, Frankreich, Österreich und den Niederlanden durch Spanien erklärt Großbritannien Spanien den Krieg.

1763: Durch den Tod seines Vaters Friedrich Christian wird Friedrich August III. sächsischer Kurfürst.

1777: Frankreich erkennt die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten an.

1792: Im Fürstbistum Basel wird die Raurakische Republik als französische Tochterrepublik errichtet.

1807: Im zweiten Mailänder Dekret verschärft Napoleon Bonaparte die Kontinentalsperre gegenüber Großbritannien. Schiffen neutraler Staaten droht damit die Konfiskation bei Warenverkehr mit den Briten.

1819: Simón Bolívar erklärt auf dem Kongress von Angostura im heutigen Ciudad Bolívar die Bildung der Republik Kolumbien und damit die Unabhängigkeit von Spanien.

1907: Der bisherige britische Statthalter Ugyen Wangchuk wird in Punakha zum ersten König von Bhutan gekrönt.

1909: Durch den Tod von Leopold II. wird sein Neffe Albert I. König von Belgien.

1914: Die osmanische Regierung vertreibt die jüdische Bevölkerung aus Tel Aviv.

1915: Die von den Italienern begonnene vierte Isonzoschlacht wird vom österreich-ungarischen Generalstab für beendet erklärt. Trotz großer personeller und materieller Anstrengungen konnte Italien keinen nennenswerten Erfolg erzielen.

1918: In einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung begründet der britische General Frederick Maurice die Dolchstoßlegende.

1919: Die konstituierende Nationalversammlung der Republik Österreich verabschiedet ein Gesetz zur Einführung des Achtstundentages.

1922: Die letzten britischen Truppen verlassen den freien Teil Irlands.

1939: Die Mannschaft des Panzerschiffs Admiral Graf Spee versenkt im Zweiten Weltkrieg ihr Schiff vor Montevideo aufgrund britischer Übermacht.

1943: Mit dem von Senator Warren G. Magnuson erarbeiteten Magnuson Act wird der rassistische Chinese Exclusion Act vom 6. Mai 1882 aufgehoben. In der Folge können chinesische Staatsbürger wieder in die Vereinigten Staaten einreisen.

1944: Bei einem Luftangriff auf Ulm im Zweiten Weltkrieg werden 81 Prozent der Innenstadt auf einen Schlag zerstört. Das Ulmer Münster bleibt jedoch unversehrt.

1944: Am zweiten Tag der Ardennenoffensive im Zweiten Weltkrieg ermorden deutsche SS-Soldaten etwa 80 amerikanische Kriegsgefangene im Malmedy-Massaker.

1959: Aus den Bundesratswahlen in der Schweiz ergibt sich die „Zauberformel“ zur Zusammensetzung des Schweizer Bundesrates, die bis zum Jahr 2003 Bestand haben wird.

1963: Zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR wird im Rahmen der neuen Ostpolitik das erste Passierscheinabkommen abgeschlossen. Damit können zwischen dem 19. Dezember und dem 5. Januar West-Berliner erstmals seit dem Bau der Berliner Mauer ihre Verwandten in Ost-Berlin besuchen.

1967: Der australische Premierminister Harold Holt verschwindet beim Schwimmen südlich von Melbourne spurlos.

1969: In Chile schließen sich Parteien und Gruppierungen des politisch linken Spektrums zum Wahlbündnis Unidad Popular zusammen, um einen Machtwechsel anzustreben.

1970: Oman erhält offiziell seine Flagge.

1971: BRD und DDR unterzeichnen im Rahmen der deutschen Ostpolitik das Transitabkommen, mit dem Reiseerleichterungen zwischen der Bundesrepublik und West-Berlin geschaffen werden.

1971: Nach der endgültigen Beendigung des Bangladesch-Krieges durch einen Waffenstillstand zwischen Indien und Westpakistan wird Ostpakistan unter dem Namen Bangladesch endgültig unabhängig von Pakistan.

1982: Durch eine umstrittene Vertrauensfrage erreicht der deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl nur zwei Monate nach seinem Amtsantritt Neuwahlen.

1983: Beim dritten Bombenanschlag der terroristischen IRA auf das Londoner Kaufhaus Harrods sterben sechs Menschen.

1995: Bei der Nationalratswahl in Österreich ziehen fünf Parteien in den Nationalrat ein. Die SPÖ unter Bundeskanzler Franz Vranitzky wird stimmenstärkste Partei.

1996: In Peru überfallen linksgerichtete Rebellen der Movimiento Revolucionario Túpac Amaru die Residenz des japanischen Botschafters in Lima und nehmen 483 Personen als Geiseln, von denen etwa 200 am gleichen Tag wieder freigelassen werden. Die Geiselnahme dauert bis zum 22. April 1997.

2004: Als erstes Land der Welt verbietet Bhutan den Verkauf von Tabakwaren aus religiösen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Gründen.

2010: Der tunesische Gemüsehändler Mohamed Bouazizi zündet sich nach wiederholten Problemen mit den Behörden selbst an und löst damit von Tunesien ausgehend den revolutionären Arabischen Frühling aus.

2011: Der nordkoreanische Diktator Kim Jong Il stirbt während einer Zugfahrt aufgrund körperlicher Ermüdung.

(Quelle: Wikipedia)

 

Christoph Schroeder

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