Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 18. September

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 18. September.


14
: Im römischen Senat wird das Testament des Kaisers Augustus eröffnet. Tiberius wird zu seinem Nachfolger bestimmt und erhält zwei Drittel des Erbes, die Kaiserwitwe Livia Drusilla ein Drittel.

96: Der römische Kaiser Domitian, Bauherr des Limes, wird von einem Hofbeamten erdolcht. Sein Nachfolger wird Nerva, der die Linie der Adoptivkaiser begründet.

324: Kaiser Konstantin I., der Große, wird nach einem Sieg über Licinius bei Chrysopolis Alleinherrscher über das gesamte Römische Reich.

1180: Nach dem Tod seines Vaters Ludwig VII. wird Philipp II. König von Frankreich.

1400: Owain Glyndŵr brennt mit Getreuen anlässlich einer Fehde mit dem benachbarten Adligen Reginald Grey, 3rd Baron Grey de Ruthyn die nordwalisische Stadt Ruthin weitgehend nieder. In weiteren Orten des Nachbarbesitztums wiederholt er dies. Die Aktion wird zum Keim eines späteren Unabhängigkeitsaufstandes der Waliser gegen den englischen König Heinrich IV.

1454: In der Schlacht von Konitz des Dreizehnjährigen Krieges kann das zahlenmäßig deutlich unterlegene Aufgebot des Deutschen Ordens das polnische Heer des König Kasimir IV. Jagiello vernichtend schlagen.

1544: Im Frieden von Crépy akzeptiert der französische König Franz I. endgültig den Damenfrieden von Cambrai und den Vertrag von Madrid. Er sichert seinem Vertragspartner Karl V. zu, ihn im Kampf gegen die Türken und – in einem geheimen Zusatzabkommen – auch gegen die Protestanten im Reich zu unterstützen. Beide Seiten geben bestimmte territoriale Ansprüche auf.

1635: Mit der Kriegserklärung des römisch-deutschen Kaisers Ferdinand II. an Frankreich beginnt nach dem Vorrücken französischer Streitkräfte in Richtung Rhein die blutigste Phase des Dreißigjährigen Kriegs, der Schwedisch-Französische Krieg.

1641: Die Belagerung von Dorsten endet mit der schriftlichen Kapitulation der Stadt gegenüber den von Melchior von Hatzfeldt geführten Reichstruppen.

1739: Der Frieden von Belgrad beendet den 7. Österreichischen Türkenkrieg. Österreich verliert die meisten Eroberungen aus dem zuletzt geführten Türkenkrieg wieder.

1759: Im Franzosen- und Indianerkrieg erobern die Briten Québec.

1794: Während der Französischen Revolution entscheidet sich der Nationalkonvent für den Laizismus, die Trennung von Religion und Staat.

1810: Der erste cabildo abierto (öffentlicher Bürgerrat) in Santiago de Chile wird als Beginn des chilenischen Unabhängigkeitsprozesses angesehen.

1814: Nach der Abdankung Napoléons I. besprechen Politiker und Könige aus rund 200 Ländern im zunächst inoffiziellen Teil des Wiener Kongresses die Neuordnung Europas.

1848: Bei den Septemberunruhen in der Freien Stadt Frankfurt werden die Abgeordneten der Frankfurter Nationalversammlung Hans von Auerswald und Felix Fürst Lichnowsky ermordet. Bei Barrikadenkämpfen fallen 30 Aufständische und 12 Soldaten.

1860: Die piemontesische Armee siegt in der Schlacht von Castelfidardo über die päpstlichen Truppen, was eine Annexion großer Teile des Kirchenstaates nach sich zieht. Der Sieg ebnet den Weg für eine Vereinigung des Königreiches Sardinien-Piemont mit dem Königreich Neapel unter Viktor Emanuel II. von Savoyen im Risorgimento.

1872: Nach dem Tod seines Bruders Karl XV. wird Oskar II. König von Schweden und von Norwegen.

1898: Ein britisches Kanonenboot erreicht den sudanesischen Ort Faschoda am Weißen Nil. Die im dortigen Fort befindlichen Franzosen werden von den Briten zum Abzug aufgefordert. Zwischen den beiden europäischen Kolonialmächten kommt es dadurch zur Faschoda-Krise.

1906: In Chile übernimmt Pedro Montt nach seinem Wahlsieg vom Juni das Präsidentenamt von Germán Riesco Errázuriz.

1915: An der Ostfront kann die deutsche Armee die von den zaristischen Truppen kurz zuvor geräumte litauische Stadt Wilna einnehmen.

1925: Als erste größere Partei in Europa erhebt die SPD in ihrem beschlossenen Heidelberger Programm die Forderung nach Verwirklichung der Vereinigten Staaten von Europa.

1931: Die Mandschurei-Krise beginnt. Japanische Truppen besetzen als Folge des Mukden-Zwischenfalls die mandschurische Stadt Mukden (heute Schenjang). Fünf Monate später erklärt Japan die Mandschurei zur Republik Mandschukuo.

1934: Die UdSSR wird als 59. Mitglied in den Völkerbund aufgenommen und so aus ihrer politischen Isolation entlassen.

1939: Dem im Zweiten Weltkrieg vom neutralen Estland im Hafen der Hauptstadt Tallinn festgesetzten polnischen U-Boot ORP Orzeł gelingt es zu fliehen.

1944: Bei der Versenkung des mit alliierten Kriegsgefangenen und indonesischen Zwangsarbeitern „beladenen“ japanischen Frachters Junyō Maru, einem Höllenschiff, durch das britische U-Boot HMS Tradewind vor der Südwestküste von Sumatra sterben im Pazifikkrieg etwa 5.620 Menschen. 723 Überlebende werden von Japan als Zwangsarbeiter auf der Death Railway eingesetzt.

1944: Bei einem Luftangriff der Alliierten wird die Stadt Wesermünde (heute Bremerhaven) fast völlig zerstört.

1947: Der US-amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA wird gegründet.

1948: Bei der Luftbrücke werden 897 Flüge nach West-Berlin an einem einzigen Tag durchgeführt, die höchste Anzahl aller Flüge.

1961: Das Flugzeug mit dem amtierenden UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld an Bord stürzt unter mysteriösen Umständen bei einer Friedensmission im Kongo ab. Sein Nachfolger wird Sithu U Thant.

1970: Nach 283 Verhandlungstagen wird von der deutschen Justiz das Verfahren um das Schlafmittel Contergan gegen das Pharmaunternehmen Grünenthal wegen nicht nachweisbarem „persönlichen Verschulden“ eingestellt

1973: Die UNO-Generalversammlung beschließt die Aufnahme beider deutschen Staaten in die UNO.

1982: Etwa 1.000 Palästinenser fallen einem von christlichen Milizen in den beirutischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila angerichtetem Massaker zum Opfer. Das Blutbad ist eine Reaktion auf die Ermordung des libanesischen Präsidenten Bachir Gemayel.

1987: In der Barschel-Affäre versucht Uwe Barschel in einer Pressekonferenz mit einem persönlichen Ehrenwort die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zu entkräften.

1988: General Saw Maung putscht sich in Myanmar an die Macht und entmachtet Staatspräsident Maung Maung Kha.

1989: Bei der Montagsdemonstration in Leipzig versuchen die Sicherheitskräfte mit brutaler Gewalt und Verhaftungen weitere Montagsdemonstrationen zu verhindern.

1990: Liechtenstein wird Mitglied bei den Vereinten Nationen.

1994: Bei den schwedischen Reichstagswahlen wird die bürgerliche Koalitionsregierung abgewählt.

1996: Am frühen Morgen wird an der Ostküste Südkoreas ein auf Felsen aufgelaufenes U-Boot der Sang-o-Klasse der Marine Nordkoreas entdeckt und das südkoreanische Militär alarmiert.

1997: Ein Terroranschlag auf Touristen vor dem Ägyptischen Museum wird aus Kairo gemeldet. Neun deutsche Touristen und der ägyptische Busfahrer sterben.

2001: In den Vereinigten Staaten setzt mit dem Versand der ersten Briefe mit Milzbranderregern die Serie der Anthrax-Anschläge ein.

2005: Bei der Wahl zum 16. Deutschen Bundestag verliert die rot-grüne Bundesregierung ihre Mehrheit.

2005: In Afghanistan findet die erste Parlamentswahl nach dem Sturz der Taliban statt.

(Quelle: Wikipedia)

 

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