Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 20. September

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 20. September.


331 v. Chr.
: Alexander der Große überschreitet auf dem Weg zur Eroberung des persischen Kernlands den Tigris. In der Nacht findet eine Mondfinsternis statt, die von den Persern als böses Omen wahrgenommen wird.

52 v. Chr.: Die gallische Armee unter Vercingetorix unterliegt in der Schlacht um Alesia den Truppen Julius Caesars.

451: In der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern schlägt Rom die Hunnen unter Attila zurück.

1187: Nach dem Sieg in der Schlacht bei Hattin beginnt Saladin die Belagerung Jerusalems, der Hauptstadt des Königreichs Jerusalem.

1410: Nach dem Tod Ruprechts von der Pfalz wird König Sigismund von Ungarn von drei Kurfürsten zu dessen Nachfolger gewählt. Die anderen Kurfürsten ernennen kurz darauf Sigismunds Cousin Jobst von Mähren zum Gegenkönig.

1459: Bukarest wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

1519: Ferdinand Magellan sticht von Sanlúcar de Barrameda aus in See und beginnt damit die erste Weltumsegelung.

1600: Im Neunjährigen Krieg zwischen England und den irischen Rebellen beginnt die bis zum 9. Oktober dauernde Schlacht am Moyry Pass.

1604: Die dreijährige Belagerung von Ostende durch die Spanier endet mit der Kapitulation der niederländischen Garnison.

1697: Der Friede von Rijswijk beendet den Pfälzischen Erbfolgekrieg zwischen Frankreich, England, Spanien und den Niederlanden.

1792: Die Kanonade von Valmy während des Ersten Koalitionskrieges führt zur ersten Niederlage Österreichs und Preußens gegen die französische Revolutionsarmee.

1792: Der Nationalkonvent tritt während der Französischen Revolution erstmals zusammen.

1819: In Frankfurt bestätigt der Bundestag des Deutschen Bundes die rigiden Karlsbader Beschlüsse zur Bekämpfung von liberalen und nationalen Tendenzen in Deutschland.

1835: Im Süden Brasiliens beginnt mit Einnahme der Provinzhauptstadt ein Aufstand gegen die Zentralregierung.

1854: In der Schlacht an der Alma erringen die Alliierten Briten und Franzosen ihren ersten Sieg im Krimkrieg.

1857: Die Briten erobern mit loyalen Truppen Delhi zurück. Der indische Aufstand wird damit geschwächt, zumal der nominelle Anführer, Großmogul Bahadur Shah II., nach Verrat seines Verstecks vom britischen Offizier William Hodson gefangen genommen ist.

1863: Die Schlacht am Chickamauga im Amerikanischen Bürgerkrieg endet mit einem Sieg der Konföderierten.

1865: Das Februarpatent vom 26. Februar 1861 wird von Kaiser Franz Joseph I. sistiert, bildet aber die Grundlage für die spätere Verfassung von Cisleithanien.

1868: Der Ungarisch-Kroatische Ausgleich in der Folge des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs 1867 legt fest, dass Kroatien-Slawonien eine eigenständige regionale Verwaltung und Gerichtsorganisation haben soll.

1870: Bersaglieri schießen eine Bresche in die Stadtmauer Roms. Durch die darauf erfolgte Besetzung Roms erringt Italien seine vollständige Einheit. Rom wird zwei Wochen später zur Hauptstadt des Königreichs Italien.

1880: In Argentinien erklärt sich die Stadt Buenos Aires als von der Provinzialregierung unabhängig und gleichzeitig zur Hauptstadt des Landes.

1881: Chester A. Arthur wird nach der Ermordung von James A. Garfield als 21. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.

1909: Das britische Parlament beschließt den Act to constitute the Union of South Africa, der zur Gründung der Südafrikanischen Union führt.

1911: Der britische Kreuzer Hawke rammt bei Southampton die Olympic, das größte Passagierschiff der Welt. Personen kommen nicht zu Schaden.

1913: Die Sozialdemokraten wählen Hugo Haase und Friedrich Ebert in Jena zu ihren Parteivorsitzenden.

1916: Die erste Ausgabe der kommunistischen Untergrundzeitung Spartakusbrief erscheint unter Federführung von Rosa Luxemburg.

1924: Durch einen Regierungsbeschluss wird die Deutsche Einheitskurzschrift eingeführt.

1930: Reichspräsident Paul von Hindenburg bestimmt Generalmajor Kurt von Hammerstein-Equord zum Chef der Heeresleitung.

1930: Im Berliner Rathaus (Mitte) findet die Reichskonferenz der Gruppe revolutionärer Pazifisten statt.

1932: Im Gefängnis von Pune (Indien) beginnt Mahatma Gandhi seinen Hungerstreik.

1943: Französische Truppen landen während des Zweiten Weltkriegs auf Korsika. Gleichzeitig verlassen die deutschen Truppen Sardinien.

1945: In Berlin hält der Alliierte Kontrollrat seine sechste Sitzung ab, u. a. wird eine gemeinsame Politik zur Gleichbehandlung aller Deutschen (in allen Zonen bzw. Sektoren) beschlossen. Gesetze usw. sollten für alle gleichermaßen zugänglich gemacht werden.

1945: Zur Durchschleusung und ersten Betreuung von Flüchtlingen, Vertriebenen und Heimkehrern wird in Nachkriegsdeutschland das Grenzdurchgangslager Friedland eingerichtet.

1949: Nach Vereidigung des ersten deutschen Bundeskanzlers und seines Kabinetts gibt Konrad Adenauer seine Regierungserklärung ab.

1951: Der Schweizer Ständerat lehnt erneut das Frauenstimmrecht ab.

1951: Das Interzonenabkommen zwischen der BRD und der DDR tritt in Kraft.

1954: Die erste chinesische Verfassung tritt in Kraft. Sie löst die Übergangsgesetze von 1949 ab und garantiert verschiedene Bürgerrechte, aber keine Gewaltenteilung. De facto steht die Kommunistische Partei dadurch über der Verfassung.

1955: Die Sowjetunion gewährt der DDR die volle Souveränität. Der Akt untermauert die wenige Monate zuvor verkündete Zwei-Staaten-Theorie in Bezug auf Deutschland.

1956: Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus gibt dessen Präsident Willy Brandt bekannt, dass der einmillionste Flüchtling aus der DDR im Notaufnahmelager Marienfelde (Tempelhof) eingetroffen sei und um politisches Asyl nachgesucht habe.

1972: Bundeskanzler Willy Brandt stellt im Deutschen Bundestag die Vertrauensfrage, die von diesem abschlägig beantwortet wird: Es finden vorgezogene Neuwahlen statt.

1972: Die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln im österreichischen Bundesland Kärnten fördert den Ortstafelstreit. Noch in der Nacht setzt der Ortstafelsturm ein.

1978: Der nordrhein-westfälische Landtag wählt Johannes Rau als Nachfolger von Heinz Kühn zum Ministerpräsidenten.

1979: Durch einen Putsch gegen den in Libyen weilenden Kaiser Jean-Bédel Bokassa wird das Zentralafrikanische Kaiserreich abgeschafft und die Zentralafrikanische Republik wieder hergestellt.

1985: Der französische Verteidigungsminister Charles Hernu muss wegen der von ihm gebilligten Versenkung des Greenpeace-Schiffes Rainbow Warrior zurücktreten.

1990: Die am 20. November des Vorjahres von der UN-Generalversammlung beschlossene Kinderrechtskonvention tritt in Kraft.

1990: Südossetien, innerhalb der Sowjetunion ein Autonomes Gebiet innerhalb der Georgischen Sozialistischen Sowjetrepublik, erklärt sich für unabhängig von letzterer.

1996: Das Kommando Spezialkräfte (KSK) der deutschen Bundeswehr nimmt offiziell seinen Dienst in der Graf-Zeppelin-Kaserne in Calw auf. Es ist truppendienstlich dem Kommando Luftbewegliche Kräfte/4. Division (KLK) unterstellt und hat die Einsatzschwerpunkte Aufklärung, Terrorismusbekämpfung, Rettung, Evakuierung und Bergung, Kommandokriegführung und Militärberatung.

1999: Erste Einheiten der Internationalen Streitkräfte (INTERFET) der Vereinten Nationen treffen in Osttimor ein.

2001: In einer Rede vor dem Kongress kündigt US-Präsident George W. Bush als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September erstmals den „Krieg gegen den Terror“ an.

2003: In Lettland sprechen sich (bei einer Wahlbeteiligung von 71,5 %) 67 % der Wähler für einen Beitritt zur EU aus.

2008: Der Bombenanschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad verursacht 54 Tote und 266 Verletzte. Die Tat ist unaufgeklärt.

(Quelle: Wikipedia)

 

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