Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 23. Juli

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 23. Juli.


1148
: Im Zweiten Kreuzzug beginnt die Belagerung von Damaskus durch die vereinigten Heere der Könige Balduin III., Konrad III. und Ludwig VII.

1215: Friedrich II. wird in Aachen zum zweiten Mal zum römisch-deutschen König gekrönt.

1508: Spanier unter dem Befehl von Pedro Navarro erobern die Insel Peñón de Vélez de la Gomera, die von Mittelmeer-Piraten verteidigt wird. Die spanische Exklave an Marokkos Küste ist heute ein umstrittenes Territorium.

1532: Kaiser Karl V. und die Protestanten vereinbaren im Nürnberger Religionsfrieden zum ersten Mal (befristet) eine gegenseitige Rechts- und Friedensgarantie für die gegenwärtigen „konfessionellen Besitzstände“.

1632: Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim nimmt im Dreißigjährigen Krieg die Reichsstadt Dortmund ein und verlegt sein Hauptquartier dorthin.

1711: Der Frieden vom Pruth beendet den Russisch-Türkischen Krieg von 1710/11. Gegen die Rückgabe der Festung Asow an die Türken und ein hohes Bestechungsgeld wird der am Pruth eingekesselten russischen Armee unter dem Befehl Peter des Großen freier Abzug gestattet.

1757: Im Siebenjährigen Krieg schießen die Österreicher die Stadt Zittau in Schutt und Asche.

1759: Das preußische Heer unterliegt in der Schlacht bei Kay während des Siebenjährigen Krieges russischen Truppen.

1793: Mit der Kapitulation gegenüber den preußischen Truppen enden Belagerung und Mainzer Republik.

1794: Die Erneuerung des Maximumgesetzes für Löhne führt zum Bruch der Sansculottes mit den Jakobinern. Letztere verlieren nun ihren Rückhalt bei Arbeitern und Kleinbürgern während der Französischen Revolution.

1803: Irische Aufständische unter der Führung von Robert Emmet versuchen, das Dublin Castle einzunehmen. Der schlecht vorbereitete Aufstand wird rasch niedergeschlagen.

1840: Durch das britische Unionsgesetz wird das Entstehen der Provinz Kanada im Folgejahr aus dem Zusammenfassen von Ober- und Niederkanada geregelt.

1847: Das Preußische Judengesetz bringt eine Rechtsvereinheitlichung und gewährt dieser Bevölkerungsgruppe Bewegungs- und Niederlassungsfreiheit.

1849: Rastatt wird von preußischen Truppen eingenommen. Der nach dem Heckeraufstand erneute Versuch, im Zuge der Badischen Revolution im Großherzogtum Baden eine Republik zu errichten, ist wiederum gescheitert.

1871: Österreich-Ungarn regelt per Gesetz die Einführung des metrischen Systems, das ab 1. Jänner 1876 verbindlich wird.

1881: Chile und Argentinien einigen sich vertraglich über ihre Gebiete auf Feuerland und in Patagonien.

1914: Österreich-Ungarn stellt 3 Wochen nach der Ermordung Erzherzog Franz Ferdinands ein Ultimatum von 48 Stunden an Serbien durch Außenminister Leopold Graf Berchtold. Es enthält umfangreiche Forderungen an den Nachbarstaat. Ihre weitgehende, aber unvollständige Erfüllung löst nach Fristablauf die österreichische Kriegserklärung und in der Folge den Ersten Weltkrieg aus.

1920: Das Protektorat Britisch-Ostafrika wird in die britische Kronkolonie Kenia umgewandelt.

1942: Die zweite Phase der Operation Blau im Zweiten Weltkrieg, die Operation Braunschweig, beginnt. Die dabei erfolgende Aufsplitterung der Kräfte ist einer der zentralen Gründe für den späteren Untergang der 6. Armee im deutschen Russlandfeldzug.

1944: Das KZ Majdanek wird durch die Rote Armee befreit.

1951: In Polen wird Jürgen Stroop, 1943 für die Niederschlagung des Aufstandes im Warschauer Ghetto verantwortlich, zum zweiten Mal zum Tode verurteilt.

1952: Der Vertrag von Paris vom 18. April 1951, mit dem die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) geschaffen wird, tritt in Kraft.

1952: Der letzte ägyptische König Faruq wird durch einen Militärputsch von Ali Muhammad Nagib und Gamal Abdel Nasser gestürzt; damit endet die Herrschaft der Dynastie des Muhammad Ali.

1954: Affäre John: Im DDR-Rundfunk gibt der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Otto John sein Überlaufen bekannt.

1957: Beim Torfabbau wird im oberbayerischen Peiting eine Kiefernkiste gefunden, in der sich statt eines erhofften Schatzes die später Rosalinde genannte Moorleiche aus der Zeit um 1100 befindet.

1961: Carlos Fonseca gründet in Nicaragua die Frente Sandinista de Liberación Nacional (FSLN).

1967: In Detroit (Michigan) brechen Rassenunruhen aus. Die Folge sind 43 Tote, 342 Verletzte und ca. 1.400 abgebrannte Häuser.

1970: Qabus bin Said bin Taimur Al Said stürzt mit einem Putsch seinen Vater Said ibn Taimur und wird Staatsoberhaupt als Sultan von Oman.

1974: Im Zuge der Zypern-Krise bricht die seit 1967 herrschende Militärdiktatur in Griechenland zusammen. Der ehemalige Premierminister Konstantinos Karamanlis kehrt aus dem Exil zurück, um die Regierungsverantwortung zu übernehmen.

1976: Mário Soares, Generalsekretär der PS, wird erster frei gewählter Ministerpräsident Portugals nach der Nelkenrevolution.

1983: Auf Sri Lanka beginnt der Bürgerkrieg zwischen Tamilen und Singhalesen aufgrund der Unterdrückung der tamilischen Minderheit. Das Datum prägte den Begriff „Schwarzer Juli“.

1988: Mit Radio Dreyeckland wird in Freiburg im Breisgau das erste deutsche freie Radio legalisiert, nachdem eine juristische Verfolgung des Piratenradios aussichtslos geworden ist.

1992: Abchasien erklärt sich von Georgien unabhängig.

1993: Im Konflikt um Bergkarabach erobern und zerstören armenische Stritkräfte die aserbaidschanische Stadt Aghdam.

1999: Mohammed VI. besteigt nach dem Tod seines Vaters Hassan II. den marokkanischen Thron.

2001: Abdurrahman Wahid wird von der Beratenden Volksversammlung Indonesiens wegen eines Finanzskandals seines Amtes als Präsident enthoben. Als Nachfolgerin wird Megawati Sukarnoputri gewählt.

2004: Die 1993 von kroatischen Nationalisten zerstörte Brücke von Mostar wird mit einem Festakt wiedereröffnet.

2005: Bei Anschlägen der Terrororganisation Al-Qaida in Scharm el Scheich/Ägypten sterben mindestens 88 Menschen.

2009: Bei der Präsidentschaftswahl in Kirgisistan wird der Amtsinhaber Kurmanbek Bakijew mit 76,1 % der Stimmen wiedergewählt. Den zweiten Platz belegt der Sozialdemokrat Almasbek Atambajew mit 8,4 %.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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