Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 23. März

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 23. März.

 

625: In der Schlacht von Uhud besiegt eine Koalition arabischer Stämme unter Führung der Quraisch unter Abu Sufyan ibn Harb die Muslime unter ihrem Propheten Mohammed. Die Schlacht hat jedoch keine Folgen, da die Sieger die mögliche Einnahme des schwach befestigten Medinas nicht weiter verfolgen.

1153: Im vom König Friedrich Barbarossa beeideten Vertrag von Konstanz sind für seine Kaiserkrönung die mit Papst Eugen III. ausgehandelten Bedingungen festgelegt.

1324: Papst Johannes XXII. verhängt gegen Kaiser Ludwig IV. den Kirchenbann wegen Ungehorsams gegen den Papst und nennt ihn in der Folge nur noch verächtlich Ludwig der Bayer, um jeglichen Herrschaftsanspruch zu verneinen.

1513: Die Republik Venedig wechselt in der Heiligen Liga die Seite und verbündet sich mit dem von der Liga bekämpften Frankreich unter König Ludwig XII.

1568: Katharina von Medici unternimmt mit dem Frieden von Longjumeau einen Versuch, die mit dem Zweiten Hugenottenkrieg ausgetragenen Feindseligkeiten zu beenden. Doch bricht nach sechs Monaten der nächste Religionskrieg in Frankreich aus.

1708: The Old Pretender James Francis Edward Stuart, Sohn des abgesetzten englischen Königs James II., landet am Firth of Forth in Schottland, um seine Thronansprüche gegen die regierende Königin Anne geltend zu machen.

1766: 13 Tage nach dem Verbot breitkrempiger Hüte und langer Mäntel durch Minister Leopoldo de Gregorio, Marquis de Esquilache bricht der Madrider Hutaufstand gegen den spanischen König Karl III. aus. Der Aufstand, an dem rund 50.000 Menschen teilnehmen, kann auch von den Truppen nicht unter Kontrolle gebracht werden, der König muss fliehen und Esquilache entlassen.

1775: Der Rechtsanwalt Patrick Henry hält eine Rede, die mit dem Satz „Give me Liberty, or give me Death!“ endet. Er sichert damit die Unterstützung Virginias in der Vorbereitung des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs.

1801: Zar Paul I. wird bei einem nächtlichen Attentat von adligen Offizieren in seinem Schlafzimmer im St.-Michaels-Schloss in Sankt Petersburg umgebracht. Das Schloss ist als Hochsicherheitsgebäude für die Herrscherfamilie konzipiert. Nachfolger als Zar wird Pauls Sohn Alexander, der vermutlich in das Mordkomplott eingeweiht gewesen ist.

1806: Nachdem sie von Saint Louis aus den nordamerikanischen Kontinent durchquert und die Pazifikküste erreicht haben, treten die Mitglieder der Lewis-und-Clark-Expedition nach ihrer Überwinterung in Fort Clatsop unter der Leitung von Meriwether Lewis und William Clark die Rückreise an.

1819: Der Burschenschafter Karl Ludwig Sand tötet in Mannheim den Autor und russischen Generalkonsul August von Kotzebue, weil er ihn als Feind der Einheit Deutschlands ansieht. Das dient Monate später als Anlass für die Karlsbader Beschlüsse zur Bekämpfung liberaler und nationaler Ideen in Deutschland.

1821: In der von Aufständischen eroberten peloponnesischen Stadt Kalamata wird die Griechische Revolution angekündigt, die zur Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich führen soll.

1848: Im Zuge der Märzrevolution erklärt sich Venedig von Österreich unabhängig und ruft die Repubblica di San Marco unter Ministerpräsident Daniele Manin aus, die sich bis zum 23. August 1849 halten kann.

1848: In Kiel verbreitet sich auf Grund der Revolutionsereignisse das Gerücht, dass der dänische König in seiner Eigenschaft als Herzog von Schleswig und Holstein handlungsunfähig und „in den Händen des Pöbels“ sei. Mit dieser Sichtweise auf die Revolution, die in Kopenhagen zur Entlassung des bisherigen Kabinetts und Bildung einer liberalen – „eiderdänischen“ – Regierung geführt hatte, rechtfertigte man den Bruch mit der Regierung des dänisch-schleswig-holsteinischen Gesamtstaates. Daraufhin wird eine provisorische Regierung gebildet, die am folgenden Tag die beiden Herzogtümer Schleswig und Holstein in den Schleswig-Holsteinischen Krieg gegen Dänemark führt.

1849: Truppen Piemont-Sardiniens erleiden im Ersten italienischen Unabhängigkeitskrieg in der Schlacht von Novara eine Niederlage. Die Österreicher, deren Heer der General Josef Graf Radetzky befehligt, behalten ihre Dominanz in Norditalien und verzögern das Risorgimento.

1860: Nahe der Stadt Tétouan erleidet Marokko die entscheidende Niederlage im Krieg gegen Spanien und bittet um Waffenstillstand. Der Friedensschluss erfolgt am 25. April.

1862: Im Shenandoah-Feldzug der Konföderierten unter „Stonewall“ Jackson während des Amerikanischen Bürgerkriegs kommt es bei Kernstown in der Nähe von Winchester, Virginia, zum ersten Gefecht mit Unionstruppen. Obwohl sie die Schlacht verlieren, können die Konföderierten einen strategischen Erfolg verbuchen, da die Union in der Folge Truppen von anderen Schauplätzen abziehen muss.

1881: Großbritannien schließt mit der Südafrikanischen Republik einen Friedensvertrag, welcher den Ersten Burenkrieg beendet.

1889: US-Präsident Benjamin Harrison unterzeichnet eine Proklamation, mit der das letzte Indianer-Territorium auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten in Oklahoma zur Besiedlung für Weiße freigegeben wird. Der darauf basierende Oklahoma Land Run findet am 22. April statt.

1919: Benito Mussolini schließt verschiedene gegen die Sozialisten gerichtete Kampfgruppen unter der organisatorischen Leitung von Roberto Farinacci zusammen und gründet die Fasci di combattimento, die faschistische Bewegung in Italien.

1919: Der letzte Monarch Österreich-Ungarns, Karl I. verlässt mit seiner Familie Österreich und begibt sich ins Exil in der Schweiz. Im Feldkircher Manifest widerruft er vor dem Grenzübertritt seinen Verzicht auf die Ausübung der Regierungsgeschäfte, was alsbald Anlass für das Habsburger-Gesetz wird.

1926: In Irland wird von Éamon de Valera die Fianna Fáil-Partei gegründet. Sie lehnt den Anglo-Irischen Vertrag ab und ändert diese Haltung erst viele Jahre später.

1933: Zwei Tage nach dem Tag von Potsdam nimmt der Reichstag in der Kroll-Oper – gegen die Stimmen der SPD unter Otto Wels – das Ermächtigungsgesetz an. Tags darauf wird es verkündet und tritt damit als weiterer Schritt bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Kraft.

1935: Die Philippinen, bisher Außengebiet der USA, erhalten mit der Unterzeichnung durch den philippinischen Parlamentspräsidenten Manuel Quezon und US-Präsident Franklin D. Roosevelt eine Verfassung mit dem Status eines Commonwealth der Vereinigten Staaten für die Dauer von zehn Jahren. Damit soll ein friedlicher Übergang in die Unabhängigkeit des Landes gewährleistet werden.

1937: Republikanische Truppen erringen im Spanischen Bürgerkrieg in der seit 8. März dauernden Schlacht von Guadalajara ihren letzten größeren Sieg und verhindern damit die Umschließung Madrids. Francisco Franco konzentriert sich in der Folge auf den Krieg im Norden.

1939: Ungarische Verbände greifen von Osten her die neu gegründete Erste Slowakische Republik an und eröffnen damit den bis zum 31. März dauernden Slowakisch-ungarischen Krieg.

1949: Nach dem Königreich Ägypten schließt auch der Libanon mit Israel ein Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung der Kampfhandlungen im Palästinakrieg.

1950: Mit dem Inkrafttreten der Gründungskonvention entsteht die World Meteorological Organization, die in der Folge eine Sonderorganisaton der Vereinten Nationen wird.

1956: Mit der Verkündung der neuen Verfassung wird Pakistan die erste islamische Republik. Iskander Mirza wird vorläufiger Präsident.

1964: In Genf tritt die von der Generalversammlung der Vereinten Nationen einberufene erste Welthandelskonferenz zusammen, aus der noch im Dezember als feste Einrichtung die UNCTAD hervorgeht.

1966: Der Bundesparteitag der CDU wählt zwei Tage nach dem Rücktritt Konrad Adenauers Ludwig Erhard zum neuen Parteivorsitzenden.

1972: In Hobart, der Hauptstadt Tasmaniens, wird von Protestierenden gegen Staudämme im Lake Pedder die United Tasmania Group gegründet, die erste „Grüne Partei“ der Welt. Ihr erster Präsident wird Richard Jones.

1982: Der guatemaltekische Präsident Fernando Romeo Lucas García wird durch einen Militärputsch unter der Führung von Efrain Ríos Montt gestürzt. Damit beginnt eine der blutigsten Phasen im Guatemaltekischen Bürgerkrieg.

1983: Der Präsident der Vereinigten Staaten Ronald Reagan ordnet im Kalten Krieg eine Initiative zur Abwehr von Interkontinentalraketen an, die Strategic Defense Initiative (SDI).

1987: Willy Brandt tritt als Bundesvorsitzender der SPD zurück, nachdem an seiner Nominierung von Margarita Mathiopoulos als Kandidatin für das Amt der Parteisprecherin harsche parteiinterne Kritik geäußert worden ist.

1994: Der zur Wahl als Staatspräsident Mexikos kandidierende Luis Donaldo Colosio wird bei einem Wahlkampfauftritt in Tijuana von einem Attentäter getötet.

1996: Bei der ersten Direktwahl des Präsidenten der Republik China wird auf Taiwan Amtsinhaber Lee Teng-hui mit 54 Prozent der Wählerstimmen bestätigt.

2003: In zwei Referenden stimmen beinahe 90 Prozent der slowenischen Wähler für einen Beitritt zur EU, gut 60 Prozent für einen Beitritt zur NATO.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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