Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 24. August

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 24. August.


410
: Die Westgoten unter Alarich I. erobern und plündern Rom.

1215: Papst Innozenz III. verwirft die vom englischen König Johann Ohneland innenpolitisch ausgehandelte Magna Carta und droht den ihr Gehorchenden die Exkommunikation an.

1217: Im ersten Krieg der Barone besiegt die königstreue Seite der Briten in der Seeschlacht von Sandwich eine der Gegenpartei um den französischen Kronprinzen Ludwig zu Hilfe kommende Flotte.

1218: Im Fünften Kreuzzug gelingt es den Europäern mit Hilfe eines von Thomas Olivier ersonnenen Schiffsturmes, den Kettenturm von Damiette in Ägypten zu erobern. Sie gewinnen damit die Kontrolle über den einzigen schiffbaren Seitenarm des Nils.

1335: Im Vertrag von Trentschin mit Böhmen gibt König Kasimir der Große alle polnischen Ansprüche auf Territorien der schlesischen Piasten auf. Diese Gebietsabgrenzung zwischen Polen und Schlesien bleibt weitgehend mehr als 600 Jahre bestehen.

1349: Beginn eines Pogroms gegen Juden in Köln, die der Schuld an der Pest verdächtigt werden. Mehrere Tausend Menschen kommen um oder werden vertrieben, das jüdische Viertel wird vom Mob niedergebrannt.

1499: Geführt vom spanischen Seefahrer Alonso de Ojeda kreuzen die ersten Europäer im Golf von Venezuela und der Maracaibo-See. An Bord seines Schiffes sind auch die Kartografen Juan de la Cosa und Amerigo Vespucci.

1511: Afonso de Albuquerque erobert die Stadt Malakka für die Portugiesen und gewinnt damit die Kontrolle über die Straße von Malakka, den Weg zu den Gewürzinseln Molukken.

1572: In der Bartholomäusnacht werden am 23. und 24. August zwischen 2.000 und 10.000 Hugenotten in Paris ermordet.

1581: Die Belagerung von Pskow im Zarentum Russland während des Livländischen Krieges beginnt. König Stephan Báthory und Jan Zamojski belagern die Stadt bis zum 8. Februar 1582.

1690: Job Charnock gründet eine Niederlassung der Britischen Ostindien-Kompanie am Ufer des Flusses Hugli. Aus der Ansiedlung entsteht die Stadt Kalkutta.

1704: Die Schlacht von Vélez-Málaga endet mit einem strategischen Sieg der Niederländisch-Englischen Flotte über französische Kriegsschiffe. Die Auseinandersetzung wird als größte Seeschlacht im Spanischen Erbfolgekrieg angesehen.

1796: Im ersten Koalitionskrieg besiegt Erzherzog Karl von Österreich mit seinen Truppen in der Schlacht bei Amberg das Heer des französischen Marschalls Jean-Baptiste Jourdan.

1801: Im Vertrag von Paris erhält Bayern die Zusage Napoleon Bonapartes, für den Verlust seiner linksrheinischen Besitzungen in naher Zukunft entschädigt zu werden. Der Vertrag ist ein Ausfluss der machtpolitischen Annäherung Bayerns an Frankreich, weil Kurfürst Maximilian IV. die Sorge um eine mögliche Annexion durch den Habsburger Kaiser umtreibt.

1802: Weil der Friede von Lunéville offene Detailpunkte enthält, tritt in Regensburg eine außerordentliche Reichsdeputation zusammen. Es gilt, die Auswirkungen aus der Abtretung linksrheinischer Gebiete an Frankreich zu regeln. Die Beratungen münden 1803 in den Reichsdeputationshauptschluss.

1814: Im Britisch-Amerikanischen Krieg besiegt eine 4.500 Mann starke britische Armee in der Schlacht bei Bladensburg eine über 7.000 Mann umfassende amerikanische Milizarmee und erobert die US-Hauptstadt Washington. Das Kapitol wird zerstört, das Weiße Haus beschädigt. Präsident James Madison flieht mit seiner Regierung nach Virginia.

1820: In Porto bricht ein Aufstand von Offizieren aus. Die Liberale Revolution in Portugal zielt auf die Rückkehr des in Brasilien residierenden Königs Johann VI., die Schaffung einer konstitutionellen Monarchie und das Entfernen im Lande weilender britischer Militärs ab.

1821: Der mexikanische Feldherr Agustín de Itúrbide und der ohne spanischen Auftrag handelnde Vizekönig Juan O’Donojú schließen den Vertrag von Córdoba. Er bildet die Basis für die Unabhängigkeit Mexikos und sieht dort eine konstitutionelle Monarchie vor.

1828: Die Niederlande bilden als Kolonialmacht eine Verwaltung in Niederländisch-Neuguinea und unterstreichen damit ihre Besitzansprüche auf die Insel.

1866: Die letzte Bundesversammlung des Deutschen Bundes in Augsburg führt zu seiner Selbstauflösung.

1912: Der bisherige District of Alaska wird in das Alaska-Territorium umgewandelt. Als Territorium hat es den Status ein der Regierungsgewalt der US-amerikanischen Bundesregierung direkt unterstehenden Gebiets ohne den Status eines Bundesstaats.

1929: Das zweitägige Massaker von Hebron kostet 67 Menschen das Leben und führt zur Vertreibung aller Juden aus der Stadt. Sie verlieren alles Hab und Gut, das sie nicht tragen können.

1936: Hitler lässt die am 16. März 1935 entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrags wiedereingeführte Wehrpflicht auf eine Wehrzeit von zwei Jahren verlängern.

1939: Deutschland und die Sowjetunion einigen sich in Moskau auf einen Nichtangriffspakt, den Hitler-Stalin-Pakt. Der auf den 23. August datierte Vertrag wird wegen längerer Verhandlungsdauer erst nach Mitternacht mit den Unterschriften der Außenminister Molotow und von Ribbentrop versehen.

1952: Britische Truppen evakuieren den Sueskanal.

1953: Der Zebrastreifen wird in die westdeutsche Straßenverkehrsordnung aufgenommen.

1954: US-Präsident Dwight D. Eisenhower unterschreibt den Communist Control Act of 1954, ein Gesetz, das die Mitgliedschaft in und die Unterstützung der Kommunistischen Partei der USA kriminalisiert.

1954: Der brasilianische Präsident Getúlio Dornelles Vargas tötet sich mit einem Pistolenschuss selbst, nachdem er am Tag zuvor wegen einer vorausgegangenen Attentatsaffäre die Unterstützung des Militärs verloren hat. An seine Stelle tritt João Café Filho.

1961: Elf Tage nach der Grenzschließung zu West-Berlin stirbt der DDR-Bürger Günter Litfin bei einem Fluchtversuch. Er ist der erste Mensch, der an der Berliner Mauer bei seiner Flucht durch Schüsse ums Leben kommt.

1967: Auf der Genfer Abrüstungskonferenz einigen sich die USA und die UdSSR nach fünfjähriger Verhandlungszeit auf den Entwurf eines Atomwaffensperrvertrags.

1968: Frankreich zündet seine erste Wasserstoffbombe

1989: In Polen wird Tadeusz Mazowiecki erster nichtkommunistischer Ministerpräsident nach dem Zweiten Weltkrieg.

1991: Die Ukraine wird unabhängig.

1992: Am dritten Tag der ausländerfeindlichen Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen kommt es zu einem Brandanschlag auf ein von Vietnamesen bewohntes Haus.

1995: Beim Versuch, eine in Klagenfurt vor einer zweisprachigen Schule entdeckte Rohrbombe zu entschärfen, werden dem Polizisten Theo Kelz beide Hände weggesprengt. Als Bombenleger wird Franz Fuchs ermittelt.

2006: Der Türke Murat Kurnaz kommt nach viereinhalbjähriger Haft aus dem Gefangenenlager der Guantanamo Bay Naval Base frei.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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