Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 27. August

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 27. August.


479 v. Chr.
: An oder um diesen Tag finden mit der Schlacht von Platää und der annähernd gleichzeitigen Seeschlacht von Mykale die Perserkriege ein Ende. Die Perser werden von den verbündeten griechischen Kleinstaaten geschlagen.

1105: In der dritten Schlacht von Ramla unterliegt eine Streitmacht der Fatimiden wie in den beiden Kämpfen zuvor dem Heer des Königreichs Jerusalem unter Balduin I. Danach verzichten die Ägypter auf weitere Rückeroberungsversuche Palästinas.

1301: Nach dem Aussterben der Árpáden wird der Přemyslide Wenzel III. in Stuhlweißenburg als Ladislaus V. zum ungarischen König gekrönt.

1333: Kaiser Ludwig der Bayer gewährt der Stadt Heilbronn das Neckarprivileg. Durch den Bau von Stauwehren endet der schiffbare Teil des Neckars bis zum 19. Jahrhundert bei der Stadt, was zu ihrer wirtschaftlichen Blüte beiträgt.

1388: Der Sieg bosnischer Truppen in der Schlacht bei Bileća gewährt den Einheimischen eine Verschnaufpause im Kampf mit dem expandierenden Osmanischen Reich.

1526: Der Reichstag zu Speyer beschließt in der Religionsfrage, den Reichsständen zu erlauben, für sich also zu leben, zu regieren und zu halten, wie ein jeder solches gegen Gott, und Käyserl. Majestät hoffet und vertraut zu verantworten. Damit ist das Wormser Edikt faktisch aufgehoben; eine endgültige Entscheidung wird einem noch einzuberufenden Nationalkonzil vorbehalten.

1569: Papst Pius V. verleiht in einer Bulle Cosimo I. de’ Medici den Titel eines Großherzogs der Toskana und setzt sich dabei über kaiserlichen Widerstand hinweg.

1626: In der Schlacht bei Lutter besiegen Truppen der Katholischen Liga unter Tilly im Dreißigjährigen Krieg das dänische Heer unter König Christian IV. und erobern die Burg Lutter.

1664: Nach der Einnahme der niederländischen Kolonie Nieuw Amsterdam benennen die Briten diese in Newe York um; aus der gleichnamigen Stadt wird das heutige New York.

1728: Vitus Bering entdeckt eine zwischen Russland und Alaska gelegene Inselgruppe, die er Diomedes-Inseln nennt.

1776: Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg gewinnen die Briten gegen die Truppen der Kolonisten in der Schlacht von Long Island und besetzen danach New York City.

1777: Im Vertrag von Zarskoje Selo wird das größte Tauschgeschäft des 18. Jahrhunderts geregelt. Dänemark erhält Holstein, der Lübecker Fürstbischof Friedrich August I. im Gegenzug das kurz darauf geschaffene Herzogtum Oldenburg.

1791: Kaiser Leopold II. und König Friedrich Wilhelm II. von Preußen beschließen nach der dreitägigen Fürstenzusammenkunft im Pillnitzer Schloss die Pillnitzer Deklaration. Diese sieht die Bildung einer Koalition zur Zerschlagung der Französischen Revolution vor.

1813: In der zweitägigen Schlacht von Dresden im sechsten Koalitionskrieg erringt Napoléons Grande Armée den Sieg.

1813: Preußische Verbände und ein französisches Korps liefern sich während der Befreiungskriege die Schlacht bei Hagelberg, die durch das Eingreifen russischer Kosaken mit der Flucht der Franzosen endet.

1816: Die Stadt Algier wird von See her beschossen. Eine britische Flotte von 19 Kriegsschiffen unter dem Kommando von Edward Pellew und elf niederländische Fregatten unter dem Befehl von Admiral Theodorus Frederik van Capellen zerstören die Stadt und ihre Befestigungen sowie die Flotte des Deys Omar. Die Strafaktion führt zur Freilassung gefangener christlicher Sklaven und der Rückzahlung bereits entrichteter Lösegelder des Herrschers über Korsaren.

1828: Mit dem Vertrag von Rio de Janeiro erkennen Brasilien und Argentinien auf britischen Druck die Unabhängigkeit Uruguays an.

1832: Mit der Gefangennahme des sich ergebenden Häuptlings Black Hawk endet der letzte Indianerkrieg östlich des Mississippi River in den Vereinigten Staaten.

1874: Die Brüsseler Konferenz von 1874 endet mit der Deklaration über die Gesetze und Gebräuche des Krieges, die zwar nie völkerrechtlich verbindlich wird, aber die Grundlage für die Haager Friedenskonferenzen bildet.

1896: Im Britisch-Sansibarischen Krieg, der als kürzester Krieg der Weltgeschichte gilt, sichern die Briten ihre Herrschaft über Sansibar.

1910: Die deutsche Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin schlägt auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen die Einführung eines internationalen Frauentages vor, ohne jedoch ein bestimmtes Datum zu favorisieren. Er wird später auf den 8. März festgelegt.

1914: Im Ersten Weltkrieg kapituliert die deutsche Kolonie Togo vor den Truppen Großbritanniens und Frankreichs.

1916: Rumänien tritt auf Seiten der Entente in den Ersten Weltkrieg ein, nachdem dem Land weitreichende Gebietsgewinne in Aussicht gestellt wurden.

1928: In Paris wird der Briand-Kellogg-Pakt unterschrieben. Der Vertrag enthält den Verzicht der Teilnehmer, Krieg zum Mittel ihrer Politik zu machen.

1979: Bei einem Bombenanschlag der IRA auf seine Yacht sterben Louis Mountbatten, 1. Earl Mountbatten of Burma und drei weitere Menschen.

1985: General Ibrahim Babangida übernimmt durch einen Putsch die Macht in Nigeria.

1991: Die Republik Moldau wird unabhängig.

1992: Im Gefolge des Golfkrieges wird über dem Südirak eine mit dem Schutz der schiitischen Bevölkerungsteile begründete Flugverbotszone etabliert.

1994: In Bosnien und Herzegowina beginnt eine zweitägige Volksabstimmung, bei der sich rund 96 Prozent der Serben gegen den internationalen Friedensplan aussprechen.

2001: In Mazedonien startet die NATO-Operation „Essential Harvest“, mit der die Waffen der Kriegsparteien eingesammelt werden sollen.

2003: Die maoistische Führung kündigt einen Waffenstillstand in Nepal an.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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