Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 27. Februar

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 27. Februar.

 

493: Nach der Rabenschlacht vor Ravenna vereinbaren Odoaker und der Ostgotenherrscher Theoderich unter Vermittlung des Erzbischofs Johannes von Ravenna einen Friedensvertrag, der eine gemeinsame Herrschaft über Italien durch beide Könige vorsieht.

1458: Georg von Podiebrad wird zum böhmischen König gewählt, wobei die Stände andere Thronansprüche ignorieren. Das führt in der Folge zu verschiedenen Aufständen in Böhmen.

1531: Als Reaktion auf die Ablehnung der Confessio Augustana auf dem Reichstag zu Augsburg 1530 durch Kaiser Karl V. schließen sich die protestantischen Reichsstände des Heiligen Römischen Reiches auf dem Konvent in Schmalkalden zum Schmalkaldischen Bund zusammen.

1594: Nachdem er am 25. Juli des Vorjahres zum Katholizismus konvertiert ist, wird Heinrich IV. in der Kathedrale von Chartres zum französischen König gekrönt. Obwohl die katholischen Adeligen in der Folge zögernd zu ihm überlaufen, dauert der Achte Hugenottenkrieg noch rund vier Jahre.

1617: Der Friedensschluss von Stolbowo zwischen Russlands Zar Michael I. und dem schwedischen Heerführer Jakob de la Gardie beendet den Ingermanländischen Krieg. Russland verzichtet auf alle Ansprüche in Estland und Livland, Schweden erhält die Festung Schlüsselburg und weitere Festungen in Ingermanland.

1700: Der britische Kapitän William Dampier entdeckt auf einer Forschungsfahrt die Insel Neubritannien im Stillen Ozean.

1812: Lord Byron äußert im britischen House of Lords Verständnis für den Luddismus und verteidigt die Maschinenstürmer seines heimatlichen Wahlkreises.

1812: Nahe der Stadt Rosario hisst Manuel Belgrano eine hellblau-weiße Flagge, den Vorläufer der Flagge Argentiniens.

1844: Der spanische Teil der Karibikinsel Hispaniola, Santo Domingo, wird unter dem Namen Dominikanische Republik unabhängig von Haiti.

1848: Der Funke der französischen Februarrevolution springt auf das Großherzogtum Baden über und löst die Badische Revolution aus: Auf der Mannheimer Volksversammlung wird eine Petition mit vier Forderungen an die Regierung beschlossen.

1867: Der nach der Ungarischen Revolution aufgelöste ungarische Reichstag wird im Rahmen des Österreichisch-Ungarischen Ausgleichs wiederhergestellt. Er löst den dazwischen zweimal existierenden Landtag ab.

1881: Die Schlacht am Majuba Hill entscheidet den Ersten Burenkrieg zugunsten der Buren.

1885: Der deutsche Kaiser Wilhelm I. unterzeichnet für getätigte und zukünftige Gebietserwerbungen der Gesellschaft für deutsche Kolonisation in Ostafrika einen Schutzbrief.

1890: Carl Peters und Mwanga II. von Buganda schließen den Uganda-Vertrag, der jedoch vom Deutschen Reich nicht ratifiziert wird.

1900: In London wird das Labour Representation Committee, ab 1906 Labour Party, gegründet.

1921: Zwei Jahre nach der Gründung der Dritten Internationalen in Moskau entsteht aus dem Versuch, die internationale Arbeiterbewegung wieder zu einen, in Wien die Internationale Arbeitsgemeinschaft Sozialistischer Parteien (IASP) auf Initiative von Friedrich Adler.

1925: Im Münchner Bürgerbräukeller wird die NSDAP neu gegründet und deutschlandweit organisiert. Adolf Hitler hat seinen ersten Auftritt nach seiner Haft.

1925: Die türkische Armee beginnt mit einer Luft- und Bodenoffensive zur Unterdrückung des kurdischen Scheich-Said-Aufstands.

1930: Die unbewohnte Bouvetinsel im Südatlantik wird nach dem Verzicht Großbritanniens von Norwegen abhängiges Gebiet.

1933: Das Reichstagsgebäude in Berlin brennt auf Grund von Brandstiftung ab. Als Tatverdächtige für den Reichstagsbrand werden trotz fehlender Beweise Marinus van der Lubbe und andere junge Kommunisten verhaftet.

1939: Das franquistische Regime von Francisco Franco wird von Großbritannien und Frankreich als Regierung Spaniens anerkannt, obwohl die Regierungstruppen noch Madrid und andere Städte im Spanischen Bürgerkrieg halten.

1940: Bei einem Flug über der Antarktis entdeckt Richard E. Byrd eine unbekannte Insel, die durch ihn den Namen Thurston-Insel erhält.

1942: Die zweitägige Schlacht in der Javasee zwischen Japan und der alliierten ABDA-Flotte beginnt, die das Ende des alliierten Kommandos ABDACOM besiegelt.

1943: Die letzten in Berlin verbliebenen Juden werden in der Fabrikaktion verhaftet und deportiert. Über 7.000 kommen ins KZ Auschwitz-Birkenau. Etwa 1.700 so genannte „arisch Versippte“ werden in Berlin festgehalten, wo sie nach Demonstrationen von Verwandten wieder freigelassen werden.

1945: Nach erfolgreicher Rückeroberung der Philippinen aus japanischer Hand im Pazifikkrieg übergibt US-General Douglas MacArthur das Land an Präsident Sergio Osmeña.

1945: Beim schwersten Bombenangriff auf Mainz im Zweiten Weltkrieg wird die Stadt zu fast 80 % zerstört.

1947: Ein Streit zwischen einer Zigarettenverkäuferin und einem Anti-Schmuggel-Beamten in Taipeh löst am folgenden Tag den Zwischenfall vom 28. Februar aus, der in einen ganz Taiwan erfassenden Aufstand gegen das Regime Chen Yis mündet.

1948: Der finnische Staatspräsident Juho Kusti Paasikivi und der sowjetische Staatschef Josef Stalin schließen einen gegenseitigen Verteidigungsvertrag. Beide Länder profitieren wirtschaftlich voneinander. Seine Gegner werfen Paasikivi hingegen Sowjethörigkeit vor.

1951: In den USA tritt der 22. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten in Kraft, der die Amtszeit des Präsidenten auf maximal zwei Amtsperioden begrenzt.

1953: Die Bundesrepublik Deutschland übernimmt durch das Londoner Schuldenabkommen die Auslandsschulden des Reiches seit dem Ersten Weltkrieg.

1954: In Ägypten kehrt General Ali Muhammad Nagib nach der Absetzung durch Gamal Abdel Nasser ins Amt des Staatspräsidenten zurück. Er kann jedoch keine Machtbefugnisse mehr auf sich vereinen und tritt am 14. November endgültig zurück

1955: Nach einer Dauersitzung nimmt der Deutsche Bundestag die Pariser Verträge an, die das Besatzungsstatut von Westdeutschland beenden.

1957: In der Volksrepublik China hält Mao Zedong während der Hundert-Blumen-Kampagne seine Rede Zur Frage der richtigen Behandlung von Widersprüchen im Volk.

1961: Der tunesische Staatspräsident Habib Bourguiba fordert bei einem Treffen mit dem französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle die Rückgabe zweier Militärbasen der Franzosen in Tunesien. In der Folge sich hinzögernde Verhandlungen lassen die Bizerta-Krise entstehen. 

1963: Schah Mohammad Reza Pahlavi führt im Rahmen der Weißen Revolution per Dekret das Wahlrecht für Frauen im Iran ein.

1963: Juan Bosch tritt sein Amt als erster frei gewählter Präsident der Dominikanischen Republik nach dem Tod von Diktator Rafael Trujillo an.

1973: Mitglieder der indianischen Widerstandsorganisation American Indian Movement besetzen die Ortschaft Wounded Knee in der Pine Ridge Reservation im US-Bundesstaat South Dakota und rufen eine unabhängige Oglala-Nation aus, um gegen Menschenrechtsverletzungen der US-Verwaltung in der Reservation zu protestieren. Die Besetzung wird nach 71 Tagen gewaltsam beendet.

1975: Drei Tage vor den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus entführt ein Kommando der Stadtguerilla Bewegung 2. Juni den Spitzenkandidaten der CDU, Peter Lorenz.

1976: Die Frente POLISARIO ruft im Westsaharakonflikt die Demokratische Arabische Republik Sahara auf dem Gebiet der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara aus und führt gleichzeitig eine offizielle Flagge ein.

1988: Im Zuge des Konflikts um Bergkarabach kommt es in der aserbaidschanischen Stadt Sumqayıt zu einem Pogrom an dort lebenden Armeniern.

1989: In der Nähe der venezolanischen Hauptstadt Caracas bricht aus Protest gegen die neoliberalen Reformen von Staatspräsident Carlos Andrés Pérez der Caracazo aus, ein Aufstand der verarmten Bevölkerungsschichten.

1991: US-Präsident George H. W. Bush erklärt im Golfkrieg, der mit einer Invasion Irak in Kuwait am 2. August des Vorjahres begonnen hat, einen Waffenstillstand.

1993: In Niger finden die ersten Präsidentschaftswahlen seit der Unabhängigkeit 1960 statt. Tandja Mamadou erreicht die meisten Stimmen vor Mahamane Ousmane. Da jedoch keiner der Wahlwerber die absolute Mehrheit erreicht, findet am 27. März ein zweiter Wahlgang statt.

2004: Shōkō Asahara, Gründer der Ōmu Shinrikyō, wird wegen des Giftgasattentats in der U-Bahn von Tokio im Jahr 1995 in erster Instanz zum Tode verurteilt.

2005: In Kirgisistan findet der erste Durchgang der Parlamentswahl statt. Der zweite Durchgang wird am 13. März abgehalten und führt in der Folge zur so genannten Tulpenrevolution.

2006: Taiwans Präsident Chen Shui-bian erklärt den 1990 gegründeten Nationalen Wiedervereinigungsrat für ausgesetzt, was eine Verschärfung des Taiwan-Konfliktes mit der Volksrepublik China befürchten lässt.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

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