Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 28. März

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: der 28. März.

 

193: Die Prätorianergarde erschlägt den römischen Kaiser Pertinax. Nachfolger wird Didius Julianus, der das Amt meistbietend ersteigert. Nach wenigen Wochen stirbt auch er eines gewaltsamen Todes.

845: Unter der Führung von Ragnar Lodbrok brandschatzen Wikinger die Stadt Paris. Sie verlassen die Stadt erst wieder, als der westfränkische König Karl der Kahle ihnen ein Lösegeld zahlt.

1193: Nachdem sich Kaiser Heinrich VI. vertraglich verpflichtet hat, den gefangenen Richard Löwenherz nur gegen Bezahlung von Lösegeld und nach Erfüllung anderer Bedingungen freizulassen, übergibt ihn der österreichische Herzog Leopold V. in Speyer; der Kaiser überstellt ihn auf Burg Trifels.

1461: In der Schlacht bei Ferrybridge während der Rosenkriege um den englischen Thron trennen sich Yorkisten und Lancastrianer ohne Entscheidung. Bereits am nächsten Tag kommt es zur Schlacht von Towton.

1703: Im Spanischen Erbfolgekrieg kommt es zur Schlacht bei Schmidmühlen. Die Bayerische Armee kann sich schließlich gegen die Kaiserlichen durchsetzen.

1776: Der Spanier Juan Bautista de Anza erreicht als erster Europäer auf dem Landweg mit seiner Expedition die Bucht von San Francisco und hisst am heutigen Fort Point die spanische Flagge, um das Gebiet dem Vizekönigreich Neuspanien einzuverleiben und beginnt mit der Errichtung eines Militärstützpunkts mit Missionsstation.

1814: Die US-amerikanische Fregatte USS Essex wird während des Britisch-Amerikanischen Krieges nach einer erfolgreichen Kaperfahrt im Pazifik in chilenischen Hoheitsgewässern von einem britischen Verband aus der Fregatte HMS Phoebe und der Sloop HMS Cherub zum Kampf gestellt und muss sich nach einem verlustreichen Gefecht ergeben.

1849: Die Frankfurter Nationalversammlung verkündet die erste demokratisch beschlossene Verfassung für ganz Deutschland, die nie umgesetzte Paulskirchenverfassung. Am gleichen Tag wählt sie Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zum „Kaiser der Deutschen“, der jedoch wenig später diese ihm durch die Kaiserdeputation angetragene Würde als „Krone aus der Gosse“ ablehnt.

1854: Großbritannien und Frankreich erklären Russland unter Zar Nikolaus I. den Krieg, nachdem sie bereits am 12. März einen Kriegshilfevertrag mit dem Osmanischen Reich im Krimkrieg geschlossen haben.

1862: Am dritten Tag der Schlacht am Glorieta-Pass gelingt es den Unionstruppen der Nordstaaten, den Nachschub der bereits siegessicheren konföderierten Armee zu vernichten. Damit unterbinden sie das weitere Vordringen der Konföderierten in das New-Mexico-Territorium und entscheiden den New-Mexico-Feldzug des Amerikanischen Bürgerkriegs für die Union.

1882: In Frankreich wird die Schulpflicht eingeführt.

1884: In Berlin wird unter Federführung von Carl Peters die Gesellschaft für deutsche Kolonisation mit dem Ziel gegründet, in Ostafrika deutsche Ackerbau- und Handelskolonien zu gründen.

1898: Der deutsche Reichstag beschließt auf Basis des Tirpitz-Plans im Flottengesetz den Aufbau einer Schlachtschiffflotte und löst damit ein Deutsch-Britisches Wettrüsten zur See aus.

1930: Konstantinopel erhält offiziell den Namen Istanbul, nachdem die Stadt in der Bevölkerung schon lange so genannt worden ist. Ferner wird die Hauptstadt Angora nunmehr als Ankara bezeichnet.

1938: Adolf Hitler weist bei einem Gespräch den Führer der Sudetendeutschen Partei, Konrad Henlein, an, der tschechoslowakischen Regierung gegenüber Forderungen zu erheben, denen sie nicht entsprechen kann. Die angeschürte Krise über das Sudetenland endet im Herbst im Münchner Abkommen.

1939: Francisco Franco erobert mit Hilfe der „fünften Kolonne“ die spanische Hauptstadt Madrid und beendet damit den spanischen Bürgerkrieg. Spanien ist endgültig unter der Kontrolle des franquistischen Regimes.

1941: Südlich des griechischen Kap Tenaro kommt es im Zweiten Weltkrieg zur Schlacht bei Kap Matapan zwischen britischen und italienischen Seestreitkräften, die die Briten für sich entscheiden.

1942: Nach dem Fliegeralarm um 23:18 Uhr bricht mit dem britischen Luftangriff auf Lübeck ein Flächenbombardement herein, das sich bis in den Folgetag erstreckt.

1974: Nicolae Ceaușescu übernimmt das Amt des Präsidenten in Rumänien neben seinem Amt als Staatsratsvorsitzender. Die dafür eigentlich notwendige Verfassungsänderung wird erst im folgenden Jahr nachgeholt.

1989: Das serbische Parlament entzieht auf Antrag von Slobodan Milošević dem Kosovo und der Vojvodina einstimmig den Autonomiestatus. Die jugoslawische Bundesverfassung von 1974 wird damit de facto aufgehoben.

1995: Nachdem der Verfassungsgerichtshof Kasachstans die Wahlen vom 7. März 1994 für ungültig erklärt hat, löst Präsident Nursultan Nasarbajew Regierung und Parlament auf.

2004: Bei Parlamentswahlen in Guinea-Bissau, der ersten nach dem Bürgerkrieg, verpasst die regierende Partido Africano da Independência da Guiné e Cabo Verde (PAIGC) unter Carlos Gomes Júnior knapp die absolute Mehrheit.

2006: An einem ausgerufenen nationalen Protesttag gehen drei Millionen Franzosen auf die Straße, um ihren Unmut gegen den Contrat première embauche zu bekunden. Das geplante Gesetz soll in Frankreich das Entlassen von Angestellten unter 26 Jahren ohne Begründung und ohne Vorwarnung in den ersten zwei Jahren des Arbeitsverhältnisses gestatten.

 

(Quelle: Wikipedia)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.