Panorama

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 30. Juli

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens. Heute: 30. Juli.

101 v. Chr.: Gaius Marius schlägt die Kimbern auf den Raudischen Feldern nahe Vercellae (das heutige Vercelli) vernichtend und bannt damit die Germanengefahr aus dem Norden.

762: Der abbasidische Kalif Al-Mansur gründet Bagdad als neue Hauptstadt.

1419: Der erste Prager Fenstersturz läutet für Mitteleuropa die Zeit der Hussitenkriege ein (bis 1434).

1502: Christoph Kolumbus betritt auf seiner Vierten Reise die karibische Insel Guanaja nahe der Nordküste des heutigen Honduras.

1505: Auf dem Reichstag zu Köln entscheidet Maximilian I. den Landshuter Erbfolgekrieg: Das Herzogtum Pfalz-Neuburg entsteht.

1656: Im Zweiten Nordischen Krieg siegt ein schwedischbrandenburgisches Heer in der Schlacht bei Warschau über eine zahlenmäßig überlegene Armee aus Polen und Tataren.

1775: James Cook kehrt nach drei Jahren und 18 Tagen von seiner zweiten Südseereise nach England zurück.

1792: Ein Freiwilligenbataillon aus Marseille zieht in Paris ein und singt zum ersten mal die Marseillaise, die zum Kampflied der Revolution wird.

1809: Auf der Halbinsel Walcheren in der niederländischen Provinz Zeeland beginnt im Fünften Koalitionskrieg eine britische Invasion mit einer Stärke von 39.000 Mann. Diese Walcheren-Expedition scheitert später am 10. Dezember.

1811: Der mexikanische Priester und Revolutionär Miguel Hidalgo wird nach einem Todesurteil der spanischen Inquisition hingerichtet.

1815: Unter dem Kommando von Otto von Kotzebue bricht das russische Kriegsschiff Rurik von St. Petersburg aus zu einer Expedition auf der Suche nach der Nordwestpassage auf. Die Reise wird drei Jahre dauern und einmal um die Welt führen.

1839: Im Ersten Anglo-Afghanischen Krieg gelingt britischen Truppen die Einnahme der afghanischen Hauptstadt Kabul.

1847: Die Hinrichtung dreier Maya-Führer führt zu einem Aufstand der Maya-Bevölkerung in der Republik Yucatán. Der so genannte Kastenkrieg dauert bis 1901 und bleibt letztlich erfolglos.

1864: In der Kraterschlacht während des Amerikanischen Bürgerkriegs besiegen die Südstaaten die Nordstaaten, nachdem diese sich in einem Krater gefangen haben, den sie vorher mitten in die Reihen der Südstaatenarmee gesprengt haben.

1878: Die deutsche Reichstagswahl wird nach zwei in diesem Jahr vorausgegangenen Attentaten auf den Kaiser Wilhelm I. von den Konservativen gewonnen, die nun eine Mehrheit für das vom Reichskanzler Otto von Bismarck gewünschte Sozialistengesetz finden können.

1893: Rosa Luxemburg, Leo Jogiches und Julian Balthasar Marchlewski gründen als revolutionäre Alternative in Polen und Litauen die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Polens und Litauens.

1903: In Brüssel wird insgeheim der II. Parteitag der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands eröffnet. Er muss bald darauf nach London verlegt werden, weil die Polizei die Delegierten zum Verlassen Belgiens auffordert.

1914: Zar Nikolaus II. befiehlt die Generalmobilmachung der russischen Armee und setzt damit die Aktivierung der Bündnisverpflichtungen in Gang, die in den Ersten Weltkrieg münden.

1937: Nikolai Iwanowitsch Jeschow, Chef des sowjetischen Geheimdiensts NKWD unterzeichnet den NKWD-Befehl Nr. 00447. Auf seiner Grundlage werden im Zeitraum von August 1937 bis November 1938 zirka 800.000 Personen erschossen oder in Lager des Gulag eingewiesen. Der Befehl ist die umfassendste aller so genannten Massenoperationen des Großen Terrors in der Sowjetunion.

1941: Die polnische Exilregierung, vertreten durch Ministerpräsident Władysław Sikorski und der sowjetische Botschafter in Großbritannien, Iwan Michailowitsch Maiski, schließen das Sikorski-Maiski-Abkommen zur gemeinsamen Bekämpfung des Dritten Reichs, das aber auf Grund des zwei Jahre später bekannt werdenden Massakers von Katyn keine praktische Bedeutung erlangt.

1945: Das japanische U-Boot I-58 versenkt die USS Indianapolis, die wenige Tage zuvor Teile für die Atombomben von der US-Westküste nach Tinian gebracht hat. Aufgrund der hohen Geheimhaltungsstufe werden erst nach fünf Tagen durch Zufall die letzten 316 Überlebenden der 1.196 Mann starken Besatzung entdeckt.

1958: Das angerufene Bundesverfassungsgericht hält eine beabsichtigte Volksbefragung über die Aufstellung von Kernwaffen unter NATO-Oberbefehl im deutschen Bundesgebiet für verfassungswidrig. Die von einem breiten Bündnis getragene Bewegung Kampf dem Atomtod gibt daraufhin ihre Kampagne auf.

1975: Die Organisation Amerikanischer Staaten hebt die 1964 auf Druck der USA verhängten Sanktionen gegen Kuba auf.

1975: Jimmy Hoffa, ehemaliger Präsident der amerikanischen Transportarbeitergewerkschaft Teamsters, verschwindet spurlos.

1977: Jürgen Ponto, Vorstandssprecher der Dresdner Bank, wird in seinem Haus in Oberursel (Taunus) in einer RAF-Aktion von Christian Klar und Brigitte Mohnhaupt erschossen.

1980: Vanuatu erhält seine volle Souveränität durch die Zustimmung der beiden Schutzmächte Frankreich und Großbritannien zu der am 18. Februar erklärten Unabhängigkeit.

1980: Die Knesset beschließt das Jerusalem-Gesetz, das ganz Jerusalem, inklusive des besetzten Ostjerusalem, zur „ewigen Hauptstadt“ Israels erklärt.

1983: Nach schweren Unruhen verbietet die Regierung Sri Lankas die größte Tamilenpartei, die Tamil United Liberation.

2000: Hugo Chávez wird mit fast 60 % Stimmenanteil zum zweiten Mal zum Präsidenten von Venezuela gewählt.

2006: Während des Libanonkrieges führt die Israelische Luftwaffe einen Luftangriff auf Kana durch, bei dem 27 Menschen aus der Zivilbevölkerung Kanas ums Leben kommen.

2007: Das britische Militär beendet in der Nacht auf den 31. Juli seine 38 Jahre dauernde Anwesenheit in Nordirland. Um Mitternacht übernimmt die Polizei die alleinige Verantwortung für die innere Sicherheit und ein Großteil des Militärpersonals wird abgezogen.

2008: Der frühere, untergetauchte Präsident der Republika Srpska, Radovan Karadžić wird der Obhut der United Nations Detention Unit in Den Haag übergeben. Er muss sich vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen angeklagter Verbrechen in seiner Amtszeit verantworten.

(Quelle: Wikipedia)

 

 

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