Historie

Die Jahrestage aus Politik und Weltgeschehen: 30. Oktober

Auf AGITANO lassen wir täglich das Weltgeschehen wieder aufleben. In einem kurzen Überblick zeigen wir, was sich auf den Tag genau in den Jahren zuvor zugetragen hat. Einflussreiche Eckdaten zu politischen Ereignissen werden genauso in Erinnerung gerufen, wie besondere Daten des Weltgeschehens, Jahrestage etc. Heute: der 30. Oktober.

Bild: Susanne Krekeler / pixelio.de

1270: Im Siebten Kreuzzug endet die Belagerung von Tunis, nachdem den Christen in einem Abkommen zwischen Karl von Anjou und Sultan Baibars Handelsfreiheit gewährt wurde. Durch um sich greifende Krankheiten sind zuvor zahlreiche christliche Belagerer gestorben, darunter auch der französische König Ludwig der Heilige.

1340: Kastilien und Portugal schlagen in der Schlacht am Salado in der Provinz Cádiz die Meriniden entscheidend.

1485: In London wird König Heinrich VII. gekrönt.

1611: Nachdem er vorzeitig für mündig erklärt worden ist, wird Gustav II. Adolf nach dem Tod seines Vaters Karl IX. König von Schweden.

1628: Nach der Kapitulation der Stadt am 28. Oktober ziehen Kardinal Richelieu und Ludwig XIII. in La Rochelle ein.

1632: In Toulouse wird Henri II. de Montmorency hingerichtet. Er hat zusammen mit Gaston von Orléans, dem jüngeren Bruder des Königs Ludwig XIII., einen Adelsaufstand im Languedoc gegen Kardinal Richelieu organisiert, wurde aber von königlichen Truppen im September besiegt und gefangengenommen. Mit ihm sterben die Montmorencys aus.

1688: Nach 32 Tagen Belagerung kapituliert die Besatzung der Festung Philippsburg im Pfälzischen Erbfolgekrieg gegenüber französischen Truppen, die General Sébastien Le Prestre de Vauban kommandiert.

1697: Nach England, Spanien und den Niederlanden am 20. September beendet auch das Heilige Römische Reich unter Leopold I. den Pfälzischen Erbfolgekrieg mit dem französischen König Ludwig XIV. durch den Frieden von Rijswijk.

1816: Mit dem Tod Friedrichs I. wird dessen Sohn Wilhelm König von Württemberg.

1831: Nat Turner, der Anführer eines Sklavenaufstands in den USA, wird gefangengenommen.

1864: Mit der Unterzeichnung des Friedens von Wien beenden Österreich, Preußen und Dänemark den Deutsch-Dänischen Krieg. Das besiegte Dänemark verzichtet auf die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg.

1880: Tegucigalpa wird endgültig Hauptstadt von Honduras.

1883: Rumänien schließt sich dem Dreibund an, einem Defensivbündnis zwischen dem Deutschen Kaiserreich, Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien.

1905: Der russische Zar Nikolaus II. erlaubt mit dem Oktobermanifest als Reaktion auf die Russische Revolution 1905 die Bildung eines Zweikammerparlaments, der Duma.

1917: Im Rahmen der Dritten Flandernschlacht während des Ersten Weltkriegs erobern die Briten unter schweren Verlusten den Ort Passendale.

1918: Das Osmanische Reich schließt mit den Siegern des Ersten Weltkriegs den Waffenstillstand von Mudros.

1922: Benito Mussolini trifft mit dem Nachtzug von Mailand in Rom ein, wo sich bereits zehntausende Faschisten im Rahmen des Marsches auf Rom versammelt haben, und wird von König Viktor Emanuel III. empfangen.

1941: Im Russlandfeldzug scheitert der Versuch der 11. Armee, den sowjetischen Seehafen Sewastopol auf der Halbinsel Krim zu erobern. Dieser Vorstoß bildet den Auftakt zur Schlacht um Sewastopol.

1956: Ministerpräsident Imre Nagy gibt während des Ungarischen Volksaufstands das Ende des Einparteiensystems und die Auflösung der bisher machthabenden kommunistischen Partei der Ungarischen Werktätigen bekannt.

1961: Die Bundesrepublik Deutschland und die Türkei schließen das Anwerbeabkommen, das die rechtliche Grundlage für die türkische Einwanderung nach Deutschland bildet. Vorbild war das im Jahr 1955 zwischen Deutschland und Italien geschlossene Abkommen.

1973: In Wien beginnen die MBFR-Verhandlungen zwischen Ost und West über eine gegenseitige Verminderung von Streitkräften und Rüstungen einschließlich dazugehöriger Maßnahmen, insbesondere in Mitteleuropa.

1980: Die DDR hebt den visafreien Verkehr mit ihrem Nachbarn Polen auf. Dort ist nach den August-Streiks die freie Gewerkschaft Solidarność entstanden.

1983: Bei den ersten freien Wahlen nach der Militärdiktatur in Argentinien gewinnt die Radikale Bürgerunion mit 52% der Stimmen.

1989: Das DDR-Fernsehen stellt Karl-Eduard von Schnitzlers montägliche Sendung Der schwarze Kanal ein.

1991: Bei der in Madrid stattfindenden ersten Runde der Nahost-Friedenskonferenz setzen sich Israelis und Araber nach 43 Jahren und fünf Kriegen erstmals wieder zu Gesprächen an einen Tisch.

1995: Mit einer knappen Mehrheit von 50,58 % bei einer Beteiligung von über 93 % lehnt die Bevölkerung von Québec das zweite Unabhängigkeitsreferendum von Kanada ab.

1996: In Peking wird der Menschenrechtsaktivist Wang Dan in einem vierstündigen Verfahren zu elf Jahren Haft verurteilt, weil er das „sozialistische System“ habe stürzen wollen.

1997: Mary McAleese von der konservativen Fianna Fáil gewinnt die Präsidentschaftswahl in der Republik Irland und folgt damit Mary Robinson von der Irish Labour Party in diesem Amt nach, die ihre Tätigkeit als Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte aufgenommen hat.

2003: Gerhard Schröder besucht als erster deutscher Bundeskanzler seit der Unabhängigkeitserklärung 1991 Kroatien.

(Quelle: Wikipedia)

Marc Brümmer

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