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Die kostenlose Alternative – Open Source statt teuer: Blender statt Cinema 4D und 3D Max

Sie sind eine fantastische Spielerei und Basis ganzer Wirtschaftszweige: 3D-Rendering-Programme. Egal ob Harry Potter, Jurassic Park oder X-Men – keiner dieser Hollywood-Blockbuster kam ohne eine vernünftige 3D-Software aus. Das gilt natürlich auch für Computerspiele aller Art wie Diablo II, Grand Theft Auto oder Need for Speed. Überall schwärmen die innovativsten 3D-Modelle über die Monitore und verbreiten ihre unterhaltsame Message. Seit einigen Jahren ist es nun auch abseits der großen Film- und Spieleentwicklerstudios möglich, sich mit dem Rendern von 3D-Modellen und ihrer anschließenden Animation zu beschäftigen. Dies kann für einen kurzen Imagefilm auf Youtube oder eine schlichte interaktive Grafik für die eigene Firmenseite im Internet geschehen.

Es gibt hierfür spezielle Software für 3D-Modellierung und Rendering. Einige davon sind preislich relativ hoch. So muss man beispielsweise für eine aktuelle Version von Cinema 4D durchaus mit 1.500 Euro kalkulieren, wenn man ein günstiges Angebot erwischt. Teurer ist die Software Autodesk 3D Max. Hier kosten Einzelplatzlizenzen schon mal knapp 3.800 Euro. Und diese Software-Produkte bieten auch einiges für ihr Geld, vor allem was den Funktionsumfang betrifft.

Die günstige Alternative

Aber zum Glück geht das alles auch billiger und zwar deutlich. Für die Alternativsoftware Blender legt man null Euro auf den Tisch. Bei Blender handelt es sich um eine Open Source-Software die unter der GNU General Public License läuft.

Ursprünglich gehörte Blender der niederländischen Animationsfirma NeoGeo, die eine eigene Tochterfirma (NaN) zur Betreibung von Blender ins Leben rief. Nach deren Bankrott wurde Blender für einen Betrag von 100.000 Euro unter die freie GPL gestellt. 2002 wurde die Stiftung Blender Foundation ins Leben gerufen.

Blender läuft auf allen gängigen Betriebssystemen wie Windows, Linux, Mac OS X, Solaris, FreeBSD oder IRIX. Es ist trotz eines erstaunlichen Funktionsumfangs sehr klein gepackt (8-22 MB). Blender läuft mit der Skriptsprache Python.

Die Anwendungen

Mit der Software lassen sich dreidimensionale Körper modellieren, texturieren, animieren und rendern. Mit Hilfe des eingebetteten Videoschnitteditors und der Spielengine können Projekte über alle Phasen innerhalb des Programms bearbeitet werden. Blender arbeitet mit Polygonnetzen, Bézierkurven, NURBS-Oberflächen, Metaball- und Textobjekten. Die Unterstützung für die Bearbeitung von Polygonnetzen ist dabei ein deutlicher Schwerpunkt. Dafür sind unter anderem verfügbar: Unterteilungsflächen, Multiresolution-Netze, also Objekte in mehreren Auflösungsstufen, Sculpting-Werkzeuge, mit denen Objekte wie virtueller Ton verformt werden können. Zudem sind mehrere Material- und Texturierungswerkzeuge implementiert: Verschiedene UV-Unwrapping-Methoden ( Angle-Based, Conformal, Smart Projections), knotenbasierte Material- und Textureditoren, die sehr komplexe Materialien erlauben sowie 3D-Malwerkzeuge, die das Malen direkt auf dem Modell erlauben. Die Animationswerkzeuge umfassen: Shape-Keys (Morph Targets), Charakteranimationen mit direkter und inverser Kinematik, Kurven- und Lattice(Käfig)-basierte Verformungen, Simulation elastischer Objekte (Softbodies) einschließlich Kollisionserkennung, die Simulation von Festkörpern (Rigidbodies), ebenfalls mit Kollisionserkennung, Kleidungssimulation, partikelbasierte Haare, Gräser, Partikel mit Kollisionserkennung und Flüssigkeitsdynamik.

Blender unterscheidet sich nur im hochprofessionellen Bereich von seinen teuren Alternativen. Und natürlich ist es wie mit jeder spezialisierten Software: Übung macht den Meister. Ein 3D-Programm erfordert Übung und Einarbeitung, zaubert jedoch dann auch die schönsten Ergebnisse auf den Monitor. Zur Unterstützung gibt es eine große Community und viele Seiten, auf denen Hilfe und Tutorials angeboten werden.

Blender ist hier zum Download erhältlich.

(sm)

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