Finanzmarkt

Die Krise als Chance – Campus for Finance beschäftigt sich mit globalen Trends

Vallendar, 18. Januar 2012. Bereits zum 12. Mal fand am 12. und 13. Januar 2012 die Campus for Finance – New Year’s Conference an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar statt. Mit dem diesjährigen Thema „Sustainable Finance – How to benefit from global mega trends?!“ bot die von WHU-Studenten organisierte Finanzkonferenz eine ausgezeichnete Plattform zur Diskussion unter Top-Managern, herausragenden Wissenschaftlern und Studierenden.

Campus for Finance – New Year’s Conference an der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar

Das studentische Organisationsteam konnte dieses Jahr erneut viele bekannte Redner für die Konferenz gewinnen. Rt. Hon. Sir John Major, der ehemalige britische Premierminister, eröffnete die erste Vortragsreihe mit einer Einschätzung der britischen Perspektive auf die Eurokrise. Er warnte, dass die Euro- und Finanzkrise auch zu einer Demokratiekrise führen könnte. Gründe dafür seien die Ängste, die in den Ländern mit einer zu hohen Staatsverschuldung aufkommen.

Professor Viral Ancharya, der Finance an der Stern School of Business, New York University lehrt, sprach zum Thema „Ein Phyrrus-Sieg? Bankenrettung und das Risiko staatlicher Kreditnehmer“. Er stellte die Frage in den Raum, wann damit aufgehört werden müsste, den Banken aus ihrer Misere herauszuhelfen und ob die Bankenrettungen eine Erhöhung des Risikos staatlicher Kreditnehmer provozierten.

Die diesjährige Podiumsdiskussion zum Thema „BRIC, Engergie, grüne Technologie – was kommt als nächstes?“ wurde von WHU-Professor Lutz Johanning geleitet. Michael Straub (Head of Communications, Desertec Foundation), Professor Sheridian Titman, Jan Weidner (Managing Director Advisory Germany, Leonardo) und Michael Müller (Normura Bank Deutschland) diskutierten über verschiedene Megatrends wie beispielsweise den Einfluss von Social Media oder die Veränderungen im Energiebereich.

Thomas Mirow, Präsident der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), gab aus der osteuropäischen Perspektive einen Einblick in die Euro- Krise. „Jede Krise hält auch Chancen für einen positiven Wechsel bereit“, so Mirow. Einen sehr kritischen Einblick in die alternativen Maßnahmen, um aus der weltweiten Verschuldung herauszukommen, gab Daniel Stelter, Global Leader of Corporate Development Practice, BCG. „Solange wir kein globales Gleichgewicht haben, werden wir aus den vorhanden Schwierigkeiten nicht herauskommen“, so Stelter.

Stephan Gemkow, Vorstand Finanzen und Aviation Services der Deutschen Lufthansa AG, sprach über die Auswirkungen von Regulationen durch die Regierungen auf die Nachhaltigkeit in der Luftfahrtindustrie. Die Welt erwartet demnach noch nie dagewesene Initiativen im Bereich Kohlendioxidausstoß und globale Erwärmung, welche insbesondere den Handlungsspielraum für Fluglinien einschränken würden.

Prof. Finn E. Kydland, Nobelpreisträger 2004 und Professor an der University of California, Santa Barbara, hielt die Abschlussrede des zweitägigen Kongresses zum Thema „Policy Consistency; Innovation and Capital Formation“. Die Rede war eine Mischung aus Theorie und Anwendungen, welche von Prof. Kydland mit vielen Beispielen
veranschaulicht wurden. Seine Sicht auf die Regierungspolitik zeigte, dass diese vor allem glaubwürdig und optimistisch sein sollte und idealerweise eine Verstrickung in Widersprüchlichkeiten vermeiden sollte. Regierungen sollten sich hingegen vermehrt auf langfristige Strategien konzentrieren.

Viele weitere Vorträge interessanter Redner rundeten den Kongress ab. Insgesamt war der diesjährige Campus for Finance eine erfolgreiche Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen, Chancen des Netzwerkens sowie Einblicken in die aktuelle Finanzmarktsituation. Parallel fanden Workshops großer Finanzunternehmen für Studierende statt.

Campus for Finance – New Year’s Conference

Der Campus for Finance e.V. ist ein Verein, welcher 2004 von Studenten der WHU -Otto Beisheim School of Management und dem “Stiftungslehrstuhl für Finanzwirtschaft”unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Rudolf gegründet wurde. Seither dient der Verein der Ausrichtung und Förderung der studentisch organisierten Campus for Finance-Konferenzen an der WHU in Vallendar.

Die „Campus for Finance – New Year’s Conference“, die „Campus for Finance – Research Conference“ und die „Campus for Finance – Private Equity Conference“ werden jährlich von WHU-Studenten ausgerichtet. Ziel und Motto des Vereins ist „Uniting the World of Finance“.

WHU – Otto Beisheim School of Management:

Die WHU – Otto Beisheim School of Management ist eine international ausgerichtete, privat finanzierte Wirtschaftshochschule. 2009 feierte sie ihr 25-jähriges Bestehen.

Inzwischen gehört die WHU zu den renommiertesten deutschen Wirtschaftshochschulen und genießt auch international hohes Ansehen. Seit ihrer Gründung ist die WHU Vorbild für zukunftsorientierte Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft. Das Studienangebot umfasst ein Bachelorund Masterprogramm, ein Vollzeit-MBA-Studium, ein Teilzeit-MBA Studium, das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm und den Bucerius/WHU Master of Law and Business-Joachim Herz (MLB). Damit werden zurzeit 875 Programmteilnehmer sowie  276 Promotionsstudenten erreicht. Hinzu kommen maßgeschneiderte Programme für Führungskräfte, die sich den individuellen Bedürfnissen der Unternehmen anpassen.
Die WHU besitzt das Promotions- und Habilitationsrecht. Ihr internationales Netzwerk umfasst über 180 Partnerhochschulen zum Austausch von Dozenten und Studenten sowie Forschungskooperationen auf allen Kontinenten. Die WHU lässt sich regelmäßig durch EQUIS und FIBAA zertifizieren und bekam zuletzt Ende 2010 die Akkreditierung durch die renommierte Akkreditierungsinstitution AACSB verliehen.

Dies garantiert eine exzellente Qualität von Lehre und Forschung sowie einen hohen Grad an Internationalisierung. Als einzige deutsche Privathochschule gehört die WHU außerdem der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. In nationalen wie internationalen Ranglisten nimmt die WHU – Otto Beisheim School of Management stets Spitzenplätze ein – zuletzt im Financial Times Ranking 2011, im Personaler-Hochschulranking des Magazins Wirtschaftswoche sowie im CHE-Hochschulranking 2011/12.

Für die Zukunft verfolgt die WHU eine konsequente Wachstumsstrategie. Ziel der WHU ist es, ihre Position unter den Top-Hochschulen Europas weiter zu festigen.

Für mehr Informationen wenden Sie sich an:

Nina Kneis
Pressereferentin WHU
nina.kneis@whu.edu
Tel.: 0261-6509 541
Mobil: 0151-16216520

 

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