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Die (Pilot-)MINT-Region – Teil 2 – Der Werra-Meißner-Kreis

… aus der MINT-Kolumne "MINT-Fachkräfte – dringend gesucht" von Dr. Ellen Walther-Klaus, Geschäftsfüherin von MINT Zukunft schaffen.

Ein Bericht aus dem Werra-Meißner-Kreis, unserer Pilot-MINT-Region im Rahmen der Initiative MINT Zukunft schaffen.

Sie erinnern sich: alle machen mit! Die Kommunen, die Kreisveraltung, die Bildungseinrichtungen, Kindergärten, Schulen, Hochschulen, Unternehmen und alle anderen MINT-Interessierten Organisation, der VDE, der VDI, die ortsansässige BA, vielleicht sogar die Feuerwehr.

Und wir brauchen einen Treiber: Hier ist es die Frau Bürgermeisterin aus der Stadt der Kirschenkönigin und der Oberstudiendirektor der Berufsschule.

Und so geht es: Die Frau Bürgermeisterin lädt ein, um das Projekt vorzustellen. Zahlen, Daten, Fakten kommen auf den Tisch. Die Zahlen zur MINT-Lücke, die im Kreis ganz aktuell fühlbar ist. Die Probleme in der Region kommen auf den Tisch. Es gibt eine Firma, die ist so attraktiv, sie „saugt“ förmlich alle guten MINTler ab. Die anderen Schülerinnen und Schüler sind nicht berufsfähig. Sie beherrschen wichtige Kenntnis in Deutsch und Mathematik nicht. Sie haben wenig Umgangsformen und eine Allgemeinbildung ist nur bedingt vorhanden.

Außerdem, wenn sie im Kreis gut ausgebildet sind: Alle wundern sich: wir tun doch schon viel für MINT. Und die Region ist doch auch attraktiv. Vielleicht können wir, wenn wir zusammen arbeiten, mehr Jugendliche für MINT gewinnen und den Eltern die Chancen auf einen guten Job in der Region aufzeigen. Marketing für die Region betreiben!

Es gibt hier viele Firmen, die sehr interessant sind, weil sie international tätig sind, weil sie sogar Weltmarktspitzenprodukte produzieren.

Es gibt den Freizeitwert, touristische Attraktionen und vor allem, es gibt gute Kindergärten und Schulen sowie attraktive Hochschulen in der Nähe. Es muss nur allen bekannt gemacht werden!

Um die Region voranzubringen, wird ein Workshop durchgeführt:

1. Alle zeigen, was sie für MINT tun.
2. Alle sagen, was sie gerne mit wem in welcher Zeit tun wollen.
3. Alle stellen dar, warum sie ihre Region attraktiv finden und wie es bekannt gemacht werden soll.

Dadurch entsteht eine Matrix, in der z. B. das Unternehmen „Klebefest“ – übrigens ein Unternehmen, das in Südafrika für die Fußballweltmeisterschaft alle Stadien zusammengeklebt hat – festlegt, was es gemeinsam mit den lokalen Kindergärten machen wird. Hier gehen Praktikanten zweimal im Monat in einen Kindergarten und machen dort MINT-Versuche.

Und schlagen so viele Fliegen mit einer Klappe

– Die Kinder freuen sich, denn "Kleben" macht Spaß.
– Die Erzieherinnen freuen sich über die Unterstützung.
– Das Unternehmen freut sich, sein guter Ruf wird gestärkt und es wird noch bekannter.
– Die Praktikanten freuen sich, Kinderaugen leuchten und zugleich lernt man mit der schwierigsten Klientel überhaupt umzugehen.

Es ist das Märchen vom tapferen Schneiderlein, das auszog, um die (MINT-)Welz zu erobern und sein Glück zu machen. Sie erinnern sich?

Am 30. Oktober 2011 wird ein MINT-Markt stattfinden. Alle machen mit. Und ich hoffe, dass es auch für das leibliche Wohl gesorgt wird, denn wer verbietet, dass ein Würstlstand 10% seiner Einnahmen für neue MINT-Projekte in der MINT-Region zur Verfügung stellt.

Im nächsten Jahr, 12 Monate nach dem Start, schauen wir nach: was ist daraus geworden? Was hat es gebracht?

Wenn Sie ebenfalls Interesse haben, eine MINT-Region entstehen zu lassen, dann kontaktieren Sie mich per Mail an info@mintzukunftschaffen.de mit dem Stichwort „MINT-Region“. Wir unterstützen Sie gerne und sicherlich gibt es vieles, was eine MINT-Region einzigartig macht.

Ihre  Ellen Walther-Klaus

 

P.S. Das nächste Thema kommende Woche lautet "Die Lüge mit der „5“ in Mathe!"

 

Zur Person:

Dr. Ellen Walther-Klaus promovierte am Lehrstuhl für mathematische Logik der Ruhr-Uni Bochum. Nach verschiedenen Leitungsfunktionen, unter anderem bei Siemens Nixdorf und der Siemens AG, wechselte sie 2001 zur T-Systems International GmbH. Seit 2007 ist sie Geschäftsführerin von MINT Zukunft schaffen.

Weitere Informationen rund um MINT Zukunft schaffen finden Sie unter www.mintzukunft.de.

 

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