Interviews

Die Rallye Dakar und was Führungskräfte daraus lernen können

Die sechste Coaching Convention, die am 17. und 18. Mai 2013 in Berlin statt findet, wirft Ihre Schatten voraus. Bitte achten Sie dabei auf den neuen Termin (Verschub von Januar auf Mai 2013).

Logo: Coaching Convention 2013
Logo: Coaching Convention 2013

Die Veranstaltung ist ein Highlight der Coaching-Branche und richtet sich an alle Themeninteressierten der hochwertigen Vorträge, an Coachs, Trainer und ähnliche Berufsgruppen sowie an Verantwortliche für Human Ressource und Führungskräfte.

Das Programm der Veranstaltung setzt sich aus zwei Workshops  zu den Themen Marketing und Networking sowie zahlreichen Coaching-Vorträgen von Experten und Profis zusammen (für Details siehe das Programm). Als Höhepunkt findet traditionell die Verleihung des Coaching Awards statt.

Direkt zur Coaching Convention

Wenn Sie bei der Anmeldung folgenden Code angeben, erhalten Sie als AGITANO-Leser 25% Nachlass: agitano_cc2013_amf. Hier geht es direkt zur Anmeldung: http://www.coaching-convention.de/2013/berlin/anmeldung

Tina Meier über die Rallye Dakar und Führungskräfte

Tina Meier / Business Coach / Rallye Dakar / Führungskräfte
Quelle: Tina Meier

AGITANO hat die Gelegenheit genutzt und die Referenten im Vorfeld interviewt. Diesmal interviewen wir Tina Meier. Sie ist Finanzbeamtin, Rallyefahrerin, Motivatorin, Instruktorin und Business Coach. Sie ist vier Mal auf dem Motorrad bei der härtesten Marathon-Rallye der Welt gestartet. Im Schnitt nehmen 3-6 Frauen von insgesamt rund 180 Startern an der Rallye Dakar teil. Nur die Hälfte der Teilnehmer erreicht das Ziel.

Guten Tag Frau Meier. Sie referieren auf der Coaching Convention 2013 über die Rallye Dakar – und was Führungskräfte daraus lernen können. Bevor wir auf Ihre Erfahrungen näher eingehen, stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Ich bin Jahrgang 1972, lebe in Hamburg und reise für meinen Job als Dranbleibexpertin um die ganze Welt.

Die Dakar findet seit einigen Jahren in Südamerika statt. Haben Sie die Originalstreckenführung durch den Maghreb auch einmal mitgemacht?

Viele der Streckenabschnitte in Nordafrika bin ich bei Touren oder Trainings-Rallyes gefahren. Eine Dakar in Afrika bin ich leider nicht mitgefahren – meine erste Dakar 2008 wurde am Start in Lissabon abgesagt. Danach wurde die Rallye nach Südamerika verlegt, dort bin ich drei Mal gestartet und einmal ins Ziel gefahren.

Mit dem Motorrad ist es eine lange und schwierige Rallye und nochmals härter als mit dem Auto. Was sind das für Momente, in denen man an dem Sinn und Zweck zu zweifeln beginnt?

Egal, ob im Auto oder auf dem Bike, die Vorbereitungszeit durchzuhalten, ist die größte Herausforderung. Dranzubleiben, wenn alles schief geht. Immer wieder neue Ideen zu entwickeln, damit das erste große Etappenziel – der Start bei der Rallye – auch erfolgen kann. Während der Rallye, steigen die Zweifel mit den körperlichen Schmerzen. 14 Tage lang jeden Tag im Schnitt 700 Kilometer, 10-14 Stunden auf dem Bike sind vor allem eine große mentale Herausforderung. Je weiter fortgeschritten die Rallye ist, desto häufiger drehen sich meine Selbstgespräche um die Frage „Warum tue ich mir das bloß an?“ – aber im Ziel ist das dann schnell wieder vergessen.

Auf dem Motorrad sind Sie alleine, aber hinter der Herausforderung steht ein ganzes Team. Spüren Sie das auch?

Tina Meier / Business Coach / Rallye Dakar / Führungskräfte
Quelle: Tina Meier

Ohne ein gut funktionierendes Team kann kein Fahrer erfolgreich das Ziel erreichen. Jeder hat einen Bereich, für den er verantwortlich ist, und jeder im Team ist gleich wichtig, egal wie seine Aufgabe aussieht. Wenn ich unterwegs ein Motivationstief habe, dann ist auch der Gedanke an mein Team ein Energiespender – ich fahre weiter, weil sie sich darauf verlassen, dass ich alles tue, um das Ziel zu erreichen. Am Ende stehen wir gemeinsam auf dem Podium und jeder ist glücklich, seinen Anteil am Erfolg geleistet zu haben.

Wo ist der Schnittpunkt? Was können Führungskräfte aus Ihren Erfahrungen lernen?

Das Projekt Dakar hat viele Parallelen zu normalen Business-Projekten. Der Blick auf eine andere Disziplin bietet vor allem einen Perspektivenwechsel, der Raum für neue Ideen in eigenen Projekten schafft. Im Team gemeinsame Ziele definieren, Motivation für sich selbst und für das Team, Unerwartetes meistern, den Umgang mit Niederlagen und das Lernen aus Fehlern sind einige der Herausforderungen, mit denen sich Führungskräfte im Joballtag beschäftigen. Ebenso wie ich während meiner Rallyes und deren Vorbereitung.

Durch meine Erfahrungen biete ich vor allem Inspiration, auf eigene Ressourcen zu vertrauen, gewohnte Wege zu überdenken und souveräne Lösungen zu entwickeln.

Frau Meier, vielen Dank für das interessante Gespräch.

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Daten zur Coaching Convention

Titanic Comfort
Elisabeth-Mara-Str. 4 (Seydelstr. 5)
10117 Berlin
Fon: +49 (0)30 7677 187

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Oliver Foitzik

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