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Die richtige Arbeitskleidung – auch eine Frage der Hygiene

Die meisten, die das Wort Arbeitskleidung hören, haben im ersten Moment das Bild von massiven, mit Stahlkappen versehenen Sicherheitsschuhen oder den berühmt-berüchtigten Blaumann vor Augen. Dabei ist die Frage nach der richtigen Berufsbekleidung nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch der Hygiene. Und was viele überraschen dürfte: auch vor diesem Thema machen die Innovationen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie keinen Halt.

Folgen auf Smartphones und Smartwatches bald Smartshirts?

Unsere schöne neue Arbeitswelt wird vor allem eines: smart. Smartphones gehören in unserem Privat- und Berufsleben schon seit Längerem zum Alltag. Auch von der vor gut einem Jahr eingeführten Smartwatch erwarten sich Experten bislang kaum genutzte (weil noch nicht entdeckte) Potenziale. Und die Entwicklungen schreiten voran.

Jüngst sorgte das französische Start-up Cityzen Sciences mit seinem auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas präsentierten Smartshirt auch außerhalb der Unterhaltungselektronikbranche für Aufsehen. Seine hochsensible Sensortechnologie überwacht wichtige Körperfunktionen des Träger. Darunter die Körpertemperatur, die Herzrate, den Aufenthaltsort sowie die Bewegungen und übermittelt diese in Echtzeit an ein Smartphone. Den Entwicklern zufolge, kann das Hightech-T-Shirt somit nicht nur in der Freizeit (zum Beispiel Fintnessstudio), sondern auch im Beruf Anwendung finden. Mitarbeiter und Vorgesetzte wären in der Lage rechtzeitig festzustellen, ob beim Kollegen während der Arbeitszeit ernsthafte körperliche Beschwerden auftreten und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Gerade für Polizisten, Feuerwehrmänner oder Rettungssanitäter wäre so ein Einsatz durchaus vorstellbar.

Chemie abweisende Schutzkleidung

Zukunftsmusik, zugegeben, aber hat man Ähnliches nicht auch über den Computer beziehungsweise das Internet sagen hören? In einem anderen Bereich ist man da schon einen Schritt weiter. Forscher der University of Michigan gaben Ende Januar 2013 bekannt, eine Nanobeschichtung speziell für Schutzkleidung entwickelt zu haben. Das Bemerkenswerte: die Beschichtung kann erstmals auch Flüssigkeiten mit geringer Oberflächenspannung und sogenannte nichtnewtonsche Flüssigkeiten, konkret Öle, Alkohole, organische Säuren, Shampoos, Farben oder Lösungsmittel abweisen.

Eine Revolution, gerade bei Arbeitskleidung, die in hygienisch sensiblen Branchen wie der Arzneimittelforschung, dem OP-Bereich, der Gesundheit oder der Pflege Anwendung findet. Etwa für Mäntel, Schürzen, Hauben, Schuhe oder Überschuhe, aber darüber hinaus auch für Instrumente und Haut, Hygiene-Handtücher, Handschuhe und vieles mehr, die für den täglichen Berufsalltag in der Gesundheitsbranche unverzichtbar sind.

Christoph Schroeder

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