Panorama

Die SOS-Kinderdörfer in Gambia – Teil 3

AGITANO stellt ab sofort regelmäßig Aktivitäten der SOS-Kinderdörfer vor. Der Start wurde mit Gambia gemacht.

Im ersten Teil haben wir Omar und das Land Gambia vorgestellt, im zweiten Teil um die Entstehung der SOS-Kinderdörfer in Gambia. Der dritte Teil behandelt die Themen Gesundheit, Familienhilfe und ein zweites SOS-Kinderdorf.

 

SOS sichert die Gesundheit der Bewohner

Das SOS-Medizinische Zentrum ist seit 1997 in Betrieb und wird von etwa 24.000 Patienten pro Jahr aufgesucht: Kinder und Erwachsene aus der Umgebung von Bakoteh.

Es sind die Ärmsten der Armen, die dort Hilfe suchen. Hier erhalten sie eine kostenlose medizinische Grundversorgung. „Herzstück“ des Zentrums ist die Mutter-Kind-Station, welche vor allem Schwangere und Mütter mit Kleinkindern medizinisch versorgt und berät. Dieses trägt erfolgreich dazu bei, dass die Mütter- und Kindersterblichkeitsrate in der Umgebung deutlich niedriger sind als im Landesdurchschnitt.

Die Angebote und Kapazitäten der Klinik werden ständig erweitert, auch im Präventionsbereich. Neben der Gynäkologie und Geburtshilfe gehören Impfprogramme, Hygiene- und Ernährungsaufklärung, HIV-Untersuchung und Behandlung mit antiretroviralen Medikamenten zu ihren umfangreichen Leistungen. Die offenkundige Patientenzufriedenheit bestätigt das Klinik-Konzept.

Basse, ein zweites SOS-Kinderdorf entstand

Da die Lebensumstände der Kinder auch im Osten des Landes Anlass zur Sorge gaben, beschloss SOS in Basse das zweite Kinderdorf zu errichten und eröffnete dieses im Juni 2007. Es bietet in den zwölf Familienhäusern 120 elternlosen Kindern und Sozialwaisen ein neues Zuhause mit einer liebevollen SOS-Mutter und vielen Geschwistern. Sie werden von einer guten Ausbildung profitieren und Chancen auf eine bessere Zukunft haben. Die SOS-Mütter haben einen großen Garten angelegt, in dem sie zusammen mit den Kindern Gemüse und Mais für den Eigenbedarf anbauen.

Der SOS-Kindergarten eröffnete kurz darauf, auch für Kinder aus der näheren Umgebung. Rund 120 Kinder werden hier in 4 Gruppen betreut und auf die Schule vorbereitet.

Zeitgleich begann die angeschlossene SOS-Schule mit dem Unterricht. Es handelt sich um eine Grund– und Mittelschule, bestehend aus 6 Klassenräumen, die von etwa 420 Schülern aus dem SOS-Kinderdorf Basse und seiner Umgebung besucht wird.

 

SOS-Familienhilfe

In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bakoteh konnte SOS 2005 ein SOS-Mehrzweck-Zentrum eröffnen und der Gemeinde übergeben. Dieses Projekt ist das erste seiner Art im Land.

Das Zentrum unterstützt sozial benachteiligte Familien finanziell und beratend, bietet Alphabetisierungs- und Ausbildungskurse an und übernimmt die Schulgebühren, damit Kinder und Jugendliche wieder regelmäßig die Schule besuchen können.

Ziel ist es, Familien in ihren Ressourcen zu stärken und schrittweise zur Selbsthilfe zu befähigen. In Bakoteh und Umgebung begleiten SOS-Sozialarbeiter derzeit über 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in eine selbständige Zukunft.

Auch im Osten des Landes wird die SOS-Familienhilfe dringend gebraucht. Im Vergleich zu Banjul hat die Stadt Basse mit größeren sozioökonomischen Problemen zu kämpfen. Die Menschen sind überwiegend von der Landwirtschaft abhängig; der Gambia-Fluss ist an dieser Stelle sehr eng, so dass die Fischerei hier nicht so ergiebig ist, wie in anderen Landesteilen. Abgesehen von den spärlich vorhandenen Erwerbsquellen hat die Stadt mit einer hohen Einwanderungsrate aus den benachbarten Ländern zu kämpfen.

Im Jahr 2008 begannen SOS-Sozialarbeiter mit den ersten Maßnahmen zur Stärkung sozial schwacher Familien. Etwa 350 Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus Basse und Umgebung nehmen erfolgreich und engagiert an dem Programm mit einem ähnlichen Angebot wie in Bakoteh teil.

 

Weitere Informationen finden Sie unter SOS-Kinderdörfer weltweit.

 

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