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Die Stimme öffnet die Türen zum Erfolg

(Mit Bilderstrecke, s. u.) Es gibt was Neues auf dem Redner-Markt. Die SHEnote-Speakers. Dahinter stehen vier Power-Frauen: Nicola Fritze, Eva Loschky, Prof. Dr. Elisabeth Heinemann und Stefanie Voss. Im AGITANO-Interview sprachen wir mit Deutschlands Stimmexpertin und SHEnote-Speaker, Eva Loschky, unter anderem darüber, wie Stimme und Sprechweise Ihnen die Türen zum Erfolg öffnen können und warum selbst Führungskräfte in diesem Punkt noch hohes Verbesserungspotenzial aufweisen.

Frauen reden anders:
AGITANO-WebTalk mit den SHEnote-Speakers (Fr., 04.07.2014, 10:30 – 11:30 Uhr)

Es gibt was Neues auf dem Redner-Markt. Die SHEnote-Speakers. Dahinter stehen vier Power-Frauen: Nicola Fritze, Eva Loschky, Prof. Dr. Elisabeth Heinemann und Stefanie Voss. Wer mehr über sie erfahren möchte, dem legen wir unseren AGITANO-WebTalk mit den SHEnote-Speakern ans Herz. Am Freitag, den 04.07.2014, von 10:30 – 11:30 Uhr, werden sie mehr über ihr neues Projekt, Veränderungen im Speaker-Markt und was sie für die Zukunft vorhaben erzählen.

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Interview mit Eva Loschky zum Thema Stimme als Türöffner zum Erfolg

Schönen Guten Tag Frau Loschky, bitte stellen Sie sich kurz vor.

Stimme, Sprache, SHE-Note
Eva Loschky: Stimme von der Pike auf gelernt. (Foto: © Constanze Wild)

„Ich habe Stimme von der Pike auf gelernt wie kaum ein anderer“ –  antworte ich, wenn mich jemand fragt, warum ich Deutschlands Stimmexpertin genannt werde. Ich habe klassischen Gesang an der Hochschule der Künste in Berlin studiert und stand als Performerin mit den „Maulwerkern” unter der Regie von Achim Freyer auf den Bühnen Europas, bevor ich meine Stimm-Expertise als Logopädin an der Poliklinik für Stimm- und Sprachkranke an der Freien Universität Berlin vertiefte. In Berlin und München arbeitete ich jahrelang selbständig als Logopädin und ergänzte meine Fähigkeiten durch Ausbildungen unter anderem in Gesprächstherapie und Kinderspieltherapie.

Als 2005 mein Buch „Gut klingen – gut ankommen. Effektives Stimmtraining mit der Loschky-Methode®“ im Köselverlag erschienen ist, kehrte ich immer häufiger als Rednerin zum Thema „Stimme, Auftritt, Präsenz“ auf die Bühne zurück – sei es bei Kunden- oder Mitarbeiterevents – und wurde gefragte Ansprechpartnerin für Presse, Rundfunk und TV. Mein zweites Standbein, neben meinem erfolgreichen Speakerbusiness, ist meine Seminartätigkeit. Vor allem in Firmen und die Arbeit mit einzelnen Menschen als Stimm- und Vortragscoach.

Wie gerade von Ihnen erwähnt, sind Sie gelernte Schauspielerin, Sängerin und Logopädin und Deutschlands Stimmexpertin. Warum spielt aus Ihrer Sicht die Stimme so eine maßgebliche Rolle in unserem (Geschäfts-)Alltag?

Stimme und Sprechweise funktionieren wie ein Schlüssel in der Kommunikation. Wenn Ihre Stimme wohlklingend und lebendig ist, können Sie mit ihr die Ohren und Herzen Ihrer Gesprächspartner und Zuhörer öffnen. Wenn Ihre Stimme aber zu leise, piepsig oder gepresst, gehetzt, monoton oder undeutlich ist – dann verschließen Sie sich den Zugang zu Ihrem Gegenüber und damit auch die Türe zum Erfolg.

Ihre Stimme ist unmittelbar verbunden mit Ihrer Sprechweise. Wer ohne Punkt und Komma redet, keine Pausen setzt oder Pausen durch ein Räuspern, ein „ehm“ oder einen lauten Einatem füllt, der kann nicht verstanden werden, weder begeistern noch überzeugen. Dazu kommt Ihre Körpersprache, die Ihre Botschaft sabotieren oder unterstützen kann.

Wenn das – in der Regel unbewusste, aber sehr machtvoll wirkende – Trio aus Stimme, Sprechweise und Körpersprache gut funktioniert, dann läuft es wie ein solide gebautes, modernes Schiff, welches die wertvolle Ladung – das ist die Botschaft Ihrer Worte – von einem Hafen zum anderen transportiert. Unterwegs schlagen vielleicht die Wellen von Emotionen und Stress hoch. Doch wenn der Kapitän (=Sprecher) sein Schiff sicher durch alle Arten von Gewässer, ruhig bis aufgewühlt, lenken kann, dann kann die Ladung am Ziel (=Gesprächspartner, Zuhörer) sicher gelöscht und verstanden werden.

Selbstverständlich ist die Ladung – der Inhalt, die Botschaft Ihrer Worte – das allerwichtigste. Wer nichts zu sagen hat, schweigt besser. Doch wer keinen Zugang zu Stimme und Körper findet, bleibt glanzlos. Zahlreiche Studien belegen, dass die Stimme ausschlaggebend ist für den beruflichen Erfolg. Und dennoch: kaum einer schenkt ihr die Aufmerksamkeit, die sie verdient.

Auf was kommt es bei einer Stimme an?

Wenn Sie das Wort ergreifen, wenn Ihre Stimme erklingt, dann zeigen Sie Ihre akustische Visitenkarte – und diese ist ein Spiegel Ihrer Persönlichkeit. Der Zuhörer reagiert unmittelbar auf eine Stimme und zückt blitzschnell seine innere Bewertungskarte:

Rot = Platzverweis: Leise, nuschelige oder heisere, gepresste Stimme, monotone hastige Sprechweise. Dieser Mensch ist unsympathisch, inkompetent, unglaubwürdig.

Grün = erfolgsversprechender Sprecher: klangvolle, klare, tragende Stimme, lebendige Sprechweise mit den richtigen Pausen! Dieser Mensch ist kompetent, sympathisch, vertrauenswürdig, durchsetzungsfähig.

Eine gute Stimme ist mehr als nur Wohlklang. Sie bedeutet: Prägnant und klar wirken, Aufmerksamkeit schaffen und sich durchsetzen, gut ankommen, in Erinnerung bleiben, zu Wort kommen, zu Ende sprechen dürfen und inhaltlich gut verstanden werden.

Der überzeugende Redner hat eine klare Botschaft und artikuliert sie eindrucksvoll! Er hat Werte, Herzensanliegen und gute Inhalte, gepaart mit stimmlicher und körperlicher Präsenz. Das sind die Menschen, die uns begeistern, uns in Erinnerung bleiben und die nachhaltig erfolgreich sind.

Warum beeinflusst meine Stimme meine Gegenüber und was sagt diese über mich beziehungsweise über meine Worte aus?

Der Körper reagiert zeitgleich mit eigenen somatischen Zuständen auf die Stimme, die er hört, auf die Art und Weise, wie jemand spricht. Schuld daran sind die Spiegelneurone. Diese Körperreaktionen reaktiviert unser Körper jedes Mal, wenn wir diesen Menschen wieder treffen, ja sogar, wenn wir nur an diesen Menschen denken oder an das Unternehmen, welches dieser repräsentiert, oder an das Produkt, welches er verkauft!

Sobald jemand das Wort ergreift und die Stimme erklingt, werden außerdem alle Emotionen, alle Körperzustände des Sprechers, zum Beispiel Anspannung, Nervosität auf den Zuhörer übertragen.

Diese machtvolle unbewusste Wirkung unserer Stimme ist uns in der Regel nicht bewusst, noch wissen wir, wie man dieses körperliche Geschehen – Stimme, Sprechweise, Körpersprache, Emotionen, Stress – erfolgreich managt. Dabei entscheidet doch, wie wir etwas sagen, darüber, ob das, was wir sagen, gehört wird, ob wir überzeugen.

Das heißt, Stimmtraining – kombiniert mit Optimierung unserer Sprechweise und Einsatz eindeutiger Körperprache – ist notwendig, wenn wir die Botschaft unserer Worte untermauern möchten, andere überzeugen und begeistern wollen.

Bilderstrecke: Eva Loschky in Aktion

(Fotos © Petra Kuss, Constanze Wild, Roberto Conciatori)

Erfahren Sie auf Seite 2 welches Optimierungspotenzial bei Führungskräften in puncto Stimme und Sprache besteht.

Christoph Schroeder

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