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Die überdurchschnittlich zufriedenen Deutschen

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Was ist Glück – und was ist es für Sie? Während die diesjährigen Ergebnisse des Glücksreports (deutsche Bundesländer) und des World Happiness Reports (weltweit) inzwischen vorliegen, bleibt für viele fraglich, woran Glück denn eigentlich messbar sei. Vom Glücksatlas und World Happiness Report: Zufriedenheit in Deutschland, im Vergleich mit 154 anderen Ländern, und welche praktischen Tipps es gibt.

Glücksreport 2017: Die Unterschiede zwischen Ost und West schwinden

Glücksempfinden ist relativ, und gerade am Arbeitsplatz* scheinen viele nicht gänzlich glücklich, wollten doch Anfang des letzten Jahres trotz Zufriedenheit im Job 30 Prozent kündigen. Dabei liegen vom diesjährigen Glücksreport für dieses Jahr hervorragende Werte für die Zufriedenheit in Deutschland vor: Mittels einer Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten ihre langfristige Lebenssituation mit 7,07 Punkten im bundesweiten Durchschnitt – ein geringfügig niedrigerer Wert als 2016 (7,11 Punkte). Zentrale Aspekte, die hinsichtlich des Berichts und seiner Ergebnisse eine Rolle spielen, sind:

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Die Bundesländer im Vergleich: Die Grafik zeigt, wie sich die Plätze der Regionen bei der Zufriedenheit der Deutschen verteilen. (Bild: © gluecksatlas.de | Screenshot)
  • Guter Zustand der deutschen Wirtschaft
  • Niedrige Arbeitslosenquote
  • Leichter Abfall im Vergleich zum Vorjahr gilt als statistische Unsicherheit.

Doch wie bereits erwähnt, handelt es sich bei diesem Wert des Glücksatlas 2017 um einen bundesweiten Durchschnittswert: Es herrschen in der Tat einige regionale Unterschiede. So unterscheidet sich der Spitzenwert von 7,43 Punkten (Schleswig-Holstein) durchaus merklich vom schlechtesten Wert im Vergleich: 6,83 (Sachsen-Anhalt). Der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Wert ist dabei allerdings geringer als je zuvor. Der Glücksatlas wurde heuer zum siebten Mal veröffentlicht.

Lebensqualität ist entscheidend

Doch was macht das Glück eigentlich nun aus – zumindest in theoretisch abfragbarer Hinsicht? Einem Meinungsforschungsinstitut zufolge werden insbesondere Einschränkungen in der Lebensqualität abgelehnt. Wichtige Kriterien für das Glücksempfinden – und für die Ergebnisse des Glücksatlas 2017 – sind beispielsweise die Folgenden:

  • Ökologisches Handeln
  • Sozial verantwortliches Handeln
  • Natur und Grünanlagen in der Umgebung.

Interessanterweise nimmt insbesondere ein verantwortungsvoller Umgang mit Natur und Ressourcen einen recht hohen Stellenwert ein. Die Bereitschaft jedoch, hierin auch mehr Geld zu investieren, hält sich in Grenzen. So akzeptieren nur etwa 14 Prozent Mehrkosten, wenn das erworbene Produkt dafür recycelbar wäre.

Internationaler Vergleich: Zufriedenheit der Deutschen überdurchschnittlich

In der Weltrangliste der glücklichsten Nationen logiert Deutschland wie auch im vergangenen Jahr auf dem 16. Platz – und das im Vergleich von insgesamt 155 Ländern beim World Happiness Report 2017. Die Top Five der glücklichsten Länder der Welt sind heuer:

  1. Norwegen (vormals Platz 4)
  2. Dänemark
  3. Island
  4. die Schweiz
  5. Finnland.

Der World Happiness Report basiert auf einer Auswertung von sechs Kriterien, die das Glück und die Zufriedenheit messbar machen sollen:

  • Bruttoinlandsprodukt pro Kopf
  • Lebenserwartung
  • Freiheit
  • Großzügigkeit
  • Soziale Unterstützung
  • Fehlen von Korruption in Regierung und Wirtschaft.

Mehr zum Thema Glück und Glücklich(er) werden

In Deutschland und im internationalen Vergleich lässt gilt die grobe Beobachtung, dass es sich „im Norden glücklicher lebt“. An der Platzierung der Deutschen hat sich dabei im Vergleich zum Vorjahr nichts geändert – deshalb sei an dieser Stelle nochmals auf die fünf Faktoren und Tipps verwiesen, die das eigene Glück bestimmen, und die wir anlässlich des letzten Reports zusammengestellt haben. Eine ganze Menge weiterer Tipps für ein glückliches Leben haben wir zudem an anderer Stelle veröffentlicht, und zwar unter dem sprechenden Titel 101 Tipps für ein glückliches Leben. Und während wir wissen, dass Geld nicht glücklich macht, sondern dass es um mehr als Geld geht, haben wir hier noch weitere Quellen für Sie:

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*Lesen Sie für den Zusammenhang zwischen Glück, Arbeit und Gesellschaft auch unser Interview Happy Life 4.0: Warum Gesellschaft und Unternehmen Glücksmanager brauchen.

Beate Greisel

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