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Diese Gesten könnten Ihnen falsch ausgelegt werden!

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„Man kann nicht nicht kommunizieren.“ Ein Zitat – wie dieses von Paul Watzlawick – lässt sich oft auf die unterschiedlichsten Situationen anwenden. Eine Beispielsituation unserer digitalisierten Zeit: Nicht immer ist so ganz klar, was wir mit unseren Händen anfangen sollen, wenn wir in Präsentationen, Besprechungen oder wichtigen Kundenterminen sitzen. Was allerdings für uns selbst wie eine unterbewusste Selbstbeschäftigung wirkt, kann sehr verheerende Konsequenzen nach sich ziehen: Die falsche Gestik und unangebrachte Körpersprache ist für andere durchaus lesbar und transportiert immer Bedeutung. Daher finden Sie im Folgenden eine Liste: Entwickeln Sie ein Bewusstsein für negative Körpersprache im Vortrag und in Terminen und entlarven Sie falsche Gestik in der Präsentation – bei anderen und bei Ihnen selbst!

Positive und negative Körpersprache für Ihren Erfolg

Wir beginnen im Kleinen: Von den Fingern erst zur ganzen Hand und im Anschluss zu weiteren Gesten, die auch beispielsweise die Arme in eine negative Körpersprache im Vortrag, bei Besprechungen oder in wichtigen Kundenterminen mit einbeziehen. Mit dieser Übersicht machen Sie den ersten Schritt in die richtige Richtung um Körpersprache für den persönlichen Erfolg zu nutzen.

Welche falsche Gestik Ihre Finger ausdrücken können

Bereits ein unbedachter Fingerzeig kann Ihnen als falsche Gestik ausgelegt werden. Es folgt ein kurzer Überblick der wichtigsten Fingerbewegungen, die eine negative Körpersprache in ihrer Wirkungsweise verdeutlichen:

  • Ihre Finger produzieren ein Trommeln auf dem Tisch. Für die Menschen um Sie herum zeugt dies vor allen Dingen von Ungeduld und Nervosität. Je nach Situation kann dies allerdings auch als Provokation wahrgenommen werden.
  • Sie spielen mit Ihren Fingern herum. Ob Sie Ihre Finger nun mit kleinen Gegenständen beschäftigen oder andere Bewegungen ausführen: Dieses Herumspielen deutet recht unmissverständlich auf Desinteresse und Unkonzentriertheit hin. Eine weitere Rolle könnte hier auch Nervosität spielen, doch gerade dann, wenn Sie sich in der Zuhörerrolle befinden, bleibt das Ergebnis in etwa gleich.
  • Sie formen Ihre Finger zu einer Pistolen-Geste. In den Augen anderer gehen Sie hier mehr oder weniger offen in eine aggressive Haltung über, frei nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Laut dieser (falschen?) Gestik lehnen Sie ab, was zuvor gesagt worden ist.
  • Sie lassen Ihre Fingergelenke knacken. Was als zur vermeintlichen Selbstentspannung beiträgt, kann für Außenstehende ganz anders wirken: Auch hier lassen Ihre Hände auf einen Konfrontationskurs schließen; einmal davon abgesehen, dass nicht jeder Mensch dieses Geräusch besonders gut ertragen kann. Insofern kann das (un-)bewusste Knacken als rücksichtslose Geste interpretiert werden.

Hand aufs Herz: Waren Sie sich dieser Bandbreite an Aussagen bewusst, die Sie unbewusst allein schon mit Ihren Fingern machen (können)? Lassen Sie sich nicht entmutigen; weiter geht’s!

Wie Hände Ungewolltes aussprechen

Statt des Fingers nehmen wir nun die ganze Hand, denn auch unsere Hände sprechen Bände, und zwar per Gestik in der Präsentation zum Beispiel:

  • Sie deuten eine schlagende Bewegung von oben nach unten an. Mit der Faust etwa nach unten zu schlagen provoziert recht einleuchtende Assoziationen: Als Ausdruck negativer Körpersprache deuten Sie zerstörerische Tendenzen zur Gewalt an und/oder verhalten sich dominant.
  • Sie falten Ihre Hände. Hierbei handelt es sich zwar um keine per se falsche Gestik in Präsentationen und Meetings. Dadurch betonen Sie für andere jedoch Ihre eigene Überlegenheit, was je nach Situation missverstanden werden kann.
  • Sie halten sich die Hand vor den Mund. Selbst wenn Sie dies mehr als eine überlegende Geste in Ihrer Präsentation ausführen: Mit der Hand vor dem Mund nehmen Sie gewissermaßen das Gesagte wieder zurück. Als Anlass dürften Beobachtende zumindest unbewusst eine Unsicherheit bei der Angelegenheit annehmen.
  • Sie formen Ihre Hände zu einem Spitzdach. Nicht umsonst kennen viele diese Geste vom negativ angehauchten Charakter des Mr. Burns aus The Simpsons: Diese Geste drückt nicht nur Überheblichkeit aus, sondern stellt zur selben Zeit eine vehemente Abwehr gegen jeglichen Kommentar oder Einspruch dar.
  • Sie reiben sich die Hände. Wahrscheinlich tun Sie das nicht um sie zu wärmen: Diese Geste sieht eher selbstzufrieden aus. Dies kann mehr oder minder angebracht sein, doch sympathisch wirkt sie in den seltensten Fällen.
  • Sie verbergen Ihre Hände in den Hosentaschen. Dies gilt als absolutes No-Go in Präsentationen, Meetings und Kundenterminen – mit gutem Grund. Zwar vermeiden Sie dadurch, dass Ihre Hände andere Ausdrücke negativer Körpersprache finden. Doch hier entsteht der Eindruck, dass Sie entweder kein ernsthaftes Interesse hegen oder etwas zu verbergen haben.

Zwar gibt es offenbar zahlreiche Dinge, die man mit den Händen in Meetings falsch machen kann. Doch noch mehr durch das Verbergen Ihrer Hände verschenken Sie enormes Potenzial – seien Sie also nicht verschreckt, dass die Liste noch weitergeht. Schließlich ist neben der Mimik auch die Gestik entscheidend für Erfolg und Misserfolg; wenn Sie diese Punkte kennen, können Sie sie für sich nutzen.

Weitere (negative) Gesten in Meetings und Präsentationen

Die reine Gestik mit Fingern und Händen als Feld negativer Körpersprache ist die eine Sache. Doch es gibt noch einige weitere Bewegungen, die uns als unangemessene, gar falsche Gestik ausgelegt werden kann:

  • Sie reiben Ihr Kinn. Grundsätzlich ist auch dies keine falsche Gestik, da sie primär als nachdenklich oder zufrieden gelesen werden kann. Je nach Einzelfall können Sie aber auch schnell überheblich oder arrogant wirken.
  • Sie verschränken Ihre Arme vor der Brust. Diese recht offensichtliche Abwehrhaltung hat zweierlei Lesarten. Ob Sie nun unsicher oder verschüchtert sind, oder aber sich vielmehr verschlossen und abwehrend geben, ist vom weiteren Kontext abhängig.
  • Sie stützen Ihren Kopf auf Ihre Hände ab. Weder Müdigkeit noch Kraftlosigkeit kommen in wichtigen Terminen gut an. Zwar kann diese Geste in einer Präsentation etwa für Nachdenklichkeit stehen. Dennoch kann sie auch gut und gerne als „gelangweilt“ gewertet werden.
  • Sie blicken (wiederholt) auf die Uhr. Dies ist ein klares Zeichen der Ungeduld. Worte, die Ihnen unbewusst in den Mund gelegt werden, fragen beispielsweise nach dem Ende eines Redebeitrags. Als zusätzlicher Affront könnte auch der Blick auf das Smartphone statt eines unauffälligen Blickes auf die Uhr an der Wand aufgefasst werden.
  • Sie kratzen sich seitlich am Hals oder am Kopf. Auch diese recht unbewusste Handlung kann im Sinne negativer Körpersprache ausgedeutet werden, denn sie vermittelt einen unsicheren und ratlosen Eindruck.
  • Sie verbergen Ihre Hände hinter dem Rücken. Ähnlich wie die Hände in den Hosentaschen wirkt diese durchaus falsche Gestik in Präsentationen: Versteckte Hände suggerieren, dass Sie etwas zu verbergen haben. Zudem zeugen sichtbare Hände von Handlungsfähigkeit. Halten Sie sie also stattdessen parat – auf Gürtelhöhe und sichtbar.

Wie Sie sehen, ist bereits diese Liste recht lang: Negative Körpersprache im Vortrag lässt sich aber kaum vollkommen vermeiden und man kann nicht an alles gleichzeitig denken. Zumal der Gedanke an etwas ja genau das Erdachte zur Folge zu haben scheint. Dennoch bleibt uns nur zu sagen…:

Keine Angst vor falscher Gestik!

Ein Bewusstsein für das, was man lieber vermeiden sollte, ermöglicht es, daraus zu lernen. Zudem lohnt es sich auch, falsche Gestik in Präsentation, Meeting und Kundentermin am Gegenüber zu erkennen. Für positive Beispiele, wie Sie Ihren eigenen Auftritt souverän gestalten können, finden Sie in weiteren aktuellen Beiträgen von uns, beispielsweise:

Weitere Inspiration finden Sie zudem hier:

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Negative Körpersprache im Vortrag und in Terminen entlarven: Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Identifizieren falscher Gestik in Präsentationen!

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Beate Greisel

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