Management

Digital Employer Branding – Gezielter Einsatz von Web 2.0 und Social Media im Personalbereich

Die Welt verändert sich durch das Internet …

Über 100 Mio. Videos werden täglich auf Youtube angeschaut und täglich kommen über 40.000 neue Videos hinzu. 2/3 der globalen Internetbevölkerung besucht regelmäßig Soziale Netzwerke. Mit 41,1 Mio. Minuten belegt Facebook 9,9 % der gesamten Surfzeit weltweit. Der ø-Facebook-User verbringt am Tag über 55 Minuten auf Facebook. Studenten verbringen einen Großteil ihrer Freizeit auf Facebook, VZ, Xing, Twitter, LinkedIn, MySpace.

… auch im Personalmarketing und Recruiting!

Neben den klassischen Aktionsfeldern wie Kommunikation mit Kunden, Vermarktung von Produkten etc. nutzen heute Unternehmen verstärkt das Internet für die Suche und das Anwerben neuer Mitarbeiter. Rund 72% aller Neueinstellungen in 2009 liefen bereits über das Internet.

Die neuen Möglichkeiten und veränderten Rahmenbedingungen zwingen Personalabteilungen dazu, sich mit Web 2.0 und Social Media aktiv und bewußt auseinanderzusetzen, eine eigene auf diesen Bereich abgestimmte HR-Strategie zu entwickeln und „neue“ HR-Werte zu leben.

Der Fachbegriff ist Digital Employer Branding und bedeutet, dass sich Unternehmen insgesamt als attraktive Arbeitgeber darstellen und sich von anderen Wettbewerbern im Arbeitsmarkt positiv abheben – und dies unter Einbezug der Neuen Medien. Das Ziel besteht darin, aufgrund der erhofften Marketingwirkung die Effizienz der Personalrekrutierung als auch die Qualität der Bewerber dauerhaft zu steigern. Außerdem sollen qualifizierte und engagierte Mitarbeiter durch eine höhere Identifikation und durch den Aufbau einer emotionalen Bindung langfristig an das Unternehmen gebunden werden. (Quelle: Wikipedia)

 

Der gesamte Personalprozess muss die „neue Welt“ (neben der „alten“ Welt) berücksichtigen, um Chancen gezielt zu nutzen und Risiken (frühzeitig) zu minimieren. Hier gilt es abzuwägen, was man mit Web 2.0 machen kann, was man möchte, in welcher Form und wie es für die eigenen Belange eingesetzt werden kann und sollte. Es erfordert einerseits einen teilweise hohen, zusätzlichen Aufwand und bietet andererseits viele Chancen im „Kampf um die besten Mitarbeiter“.

Social Media Landscape – ethority 2010

Das Unternehmen und das Personalmanagement müssen sich neu ausrichten!

– Personalmarketing und Recruiting müssen sich an der Unternehmens- und Kommunikationsstrategie orientieren.
– Es ist wichtig, dass der richtige Mix zwischen „online, print und offline“ gestaltet wird, also zwischen traditionell und modern / neuartig.
– Nicht jede Plattform ist für Personalmarketing, Employer Branding und Recruiting geeignet. Finden Sie die richtige Plattform für Ihr Unternehmen.
– Modernisieren Sie Ihre Internetpräsenz und setzen Sie neue Medien gezielt ein: Blogs, Wikis, Videos, Podcasts, …
– Binden Sie bereits heute den Führungskräftenachwuchs von morgen.
– Denken Sie über eine ganzheitliche Veränderung im Personalmanagement nach!

 

Zentrale Fragen für Unternehmen zum Personalmarketing und Recruiting im Kontext Web 2.0

Jedes Unternehmen muss sich zentrale Fragen stellen: Bin ich im Internet mit einer Unternehmens- und Bewerberpräsenz vertreten? Wie attraktiv ist diese? Sind unsere Darstellungen und Argumentationen stimmig? Was muss ich machen, damit diese interessanter wird? Erreichen wir damit die richtigen Leute? Wie können Bewerber mit uns in Kontakt treten? Nutzen wir soziale Netzwerke und andere Web 2.0 Plattformen? Was machen wir, um Fans und Followers zu gewinnen? Sind unsere Mitarbeiter im Netz aktiv? Sind unsere Mitarbeiter im Internet Botschafter für das Unternehmen? Gewähren wir einen Einblick in den Arbeitsalltag? Wenn ja, wie sieht dies aus? Wie können wir uns noch attraktiver vorstellen? Was denkt die (Bewerber-) Zielgruppe über uns als Unternehmen? … und viele mehr.

 

Start für ein Digital Employer Branding Projekt

Für Unternehmen kann es unterschiedliche Startpunkte für ein Digital Employer Projekt geben:

– Optimierung des Personalprozesses – unter Berücksichtigung von Web 2.0 Elementen

– Arbeitgeberauftritt im Internet + Internet Präsenz 360 Grad

– Personalmarketing – Status, SWOT, Möglichkeiten, Maßnahmen

– Personal-Recruiting und neue Recruitingwege

Wichtig ist, dass Sie sich eine Basisstrategie und ein Konzept zum Start erstellen und im Kleinen starten. Machen Sie Ihre Erfahrungen und passen Sie darauf aufbauend Ihr Konzept regelmäßig an.

 

Zum Autor:

Oliver Foitzik ist Geschäftsführer der FOMACO GmbH, einem Spezialist für Neue Medien.

Oliver Foitzik, FOMACO GmbH

Er verfügt über mehr als 12 Jahren Berufserfahrung und ist seit über 6 Jahren in leitenden Funktionen tätig. Mit seinen umfassenden Erfahrungen in den Bereichen Öffentlicher Sektor, Neue Medien & Internet, Technologie, Messen sowie Verbände & Vereinigungen berät er bis heute klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) und Großkonzerne in strategischen, organisatorischen, prozessualen und IT-technischen Fragen.

Neben Fragestellungen rund um die strategische Ausrichtung von Unternehmen und Geschäftsbereichen liegen seine funktionalen Beratungsschwerpunkte in den Themen Organisations- und Prozessberatung (inkl. Shared Services), CIO-Services sowie Programm-/Projektmanagement.

In den vergangenen Jahren hat er sich darüber hinaus als Experte für Neue Medien (von Film/Video und InternetTV über Online Communities und Portale bis hin zu Reichweiten-Generierung und Online Learning) einen Namen gemacht.

 

Ein Kommentar zu “Digital Employer Branding – Gezielter Einsatz von Web 2.0 und Social Media im Personalbereich

  1. Am wichtigsten ist die Zielgruppe beim Employer Branding. Auch wenn es sich hier um Digital Employer Branding handelt, werden verschiedene Zielgruppen angesprochen. Diese können verschiedene Ziele verfolgen. Prof. Dr. Ivens von der Universität Bamberg präsentiert aktuell auf Neothesus.de sein Forschungsgebiet und stellt die Fragestellung, inwieweit beim Employer Branding die Zielgruppe berücksichtigt werden muss.

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