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Digitaler Darwinismus: Vielen Top-1000-Unternehmen droht bankrott

Über die Hälfte der derzeit 1.000 größten Unternehmen der Welt werden vermutlich in den nächsten zehn Jahren in der Bedeutungslosigkeit oder gar vollständig vom Markt verschwinden. Diese These vertritt Karl-Heinz Land, Autor des Bestsellers Digitaler Darwinismus.

Konzerne nur beschränkt anpassungsfähig

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Digitaler Darwinismus im Online-Handel droht mehr als der Hälfte der Top-1000-Unternehmen der Untergang. (Bild: Tony Hegewald / pixelio.de)

Land, der sich selbst als „Digital Darwinist & Evangelist“ bezeichnet, nennt die mangelnde Anpassungsfähigkeit der Konzerne an die „praktisch vollständige Digitalisierung der Wirtschaft“ als Grund für das Abdriften der heute noch großen Unternehmen. „Digitaler Darwinismus entsteht, wenn sich Technologien und die Gesellschaft schneller verändern als die Fähigkeit von Unternehmen, sich an diese Veränderungen anzupassen“, erklärt Land.

Digitaler Darwinismus Fachhandel besonders betroffen

Unter mangelnder Anpassungsfähigkeit leidet vor allem der Fachhandel, warnt Prof. Dr. Georg Rainer Hofmann, Leiter der eco Kompetenzgruppe E-Commerce, in diesem Zusammenhang: „Der Preiskampf im rasant wachsenden Online-Handel fördert seit Jahren den allgemeinen Preisverfall. Das billigste Angebot bestimmt den Markt, Qualitätsunterschiede spielen eine immer kleinere Rolle. Händler, die sich nicht rechtzeitig an diese Entwicklung anpassen und sich klar positionieren, laufen Gefahr, in dieser ‚Discount-Spirale’ unterzugehen.“ Und das wiederum fördert die Bildung von Oligopolen.

Geschwindigkeits des Wandels unterschätzt

„Digital Darwinist“ Land erklärt: „Viele Unternehmen sind offenbar nicht in der Lage, schnell genug zu reagieren und die Auswirkungen der globalen Digitalisierung für ihr Geschäft richtig einzuschätzen. Von der Vorstellung des ersten Fernsehers bis zum TV-Massenmarkt sind Jahrzehnte vergangen. Facebook hat drei Jahre gebraucht, um auf 50 Millionen Nutzer zu kommen. WhatsApp […]drei Monate [..].“


Seite 2: Der Kunde will selbst bestimmen

Christoph Schroeder

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