Bildung

Digitalisieren in Hochschulen – Der digitale Semesterapparat

(c) Tilmann Jörg / pixelio.de – Goethe-Universtität Frankfurt am Main

Die Zeiten, in denen Universitäten ausschließlich mit Büchern und Fotokopien arbeiteten, sind endgültig vorbei. Heute kommt kaum eine Kursverwaltung ohne den Einsatz eines digitalen Semesterapparats aus. Dies liegt nicht zuletzt am veränderten Nutzerverhalten der Studenten und Professoren. Denn in Zeiten von Laptops und Smartphones erscheinen Fotokopien zugegebenermaßen reichlich antiquiert. Im Gegenzug sind E-Learning-Plattformen wie MOODLE und ILIAS bereits zu einem alltäglichen Anblick im universitären Umfeld geworden. Diese Tools unterstützen die Präsentation von Lernmaterial und erlauben die Kommunikation zwischen Lehrenden und Dozenten auf digitalem Weg.

Auch die elektronischen Semesterapparate unterstützen die Uni-Bediensteten und Studenten, indem diese Apparate Texte und Bücher online zur Verfügung stellen. Einige Softwarelösungen gehen sogar noch einen Schritt weiter und versorgen die Lernplattformen direkt mit dem benötigten digitalen Bibliotheksmaterial.

Digitale Semesterapparate modernisieren die Kursplanung

Die Online-Lernplattformen und die digitalen Semesterapparate ergänzen die klassischen Semesterapparate der Bibliotheken in immer größerem Maße. Da die gesamte Kursverwaltung online verfügbar ist, bietet dies umfangreiche Vorteile für alle Kursteilnehmer. Während in der Bibliothek traditionell sämtliche verfügbaren Quellen und Lektüren zur Verfügung stehen, hat der digitale Semesterapparat zusätzlich Zugriff auf Aufsätze und einzelne Kapitel unterschiedlicher Werke. Auch alte Zeitungsartikel und ausländische Texte lassen sich so hervorragend digital speichern. So lange eine entsprechende Freigabe besteht, ist zu jeder Zeit ein Internetzugriff auf die Dateien möglich.


Innerhalb der Online-Lernplattformen lassen sich die elektronischen Texte dann problemlos weiterverwenden. Einmal vom Dozenten abgelegt, können alle Kursteilnehmer auf die Dateien zugreifen und haben dann am eigenen Computer unmittelbaren Zugriff auf alle veranstaltungsrelevante Quellen.

Spezielle Softwarelösungen gehen sogar noch einen Schritt weiter: Viele computergestützte Lernplattformen erleichtern zwar die Semesterplanung, unterstützen allerdings nicht die Beschaffung des notwendigen Kursmaterials. Der einmalige Besuch der nächsten Bibliothek bleibt den Dozenten demnach immer noch nicht erspart. Die Software umgeht dieses Problem, indem diese als Schnittstelle zwischen der jeweiligen Lernplattform und der Bibliothek fungiert. Über diese Schnittstelle beauftragt der Kursleiter nun die Bibliotheken mit der Digitalisierung der benötigten Kursmaterialien. Besonders interessant: Der Dozent ist jederzeit über den genauen Status des Auftrags informiert, da die einzelnen Prozessschritte der Bibliothek jederzeit im Programm einsehbar sind. Nach der Digitalisierung stehen die Dokumente unmittelbar auf der jeweiligen Lernplattform zur Verfügung. Der digitale Semesterapparat verfügt darüber hinaus über zusätzliche Unterstützungsfunktionen. Besonders in Verbindung mit digitalen Semesterapparaten unterstützen die Online-Lernplattformen die Kursplanung für Dozenten immens.

Vorteile für Studenten und Dozenten

Insbesondere die Studenten profitieren von den elektronischen Quellen und Texten. Durch das digitale Abspeichern fällt das umständliche und zeitaufwendige Kopieren und anschließende Ausdrucken vollständig weg. Das spart vor allem Zeit und Geld. Des Weiteren sind die Unterlagen jederzeit verfügbar und auf verschiedenen Medien, wie zum Beispiel Smartphone oder Laptop, abrufbar. Auch die Dozenten profitieren von den digitalen Medien, denn für sie entfällt das zeitraubende Erstellen der Kurs-Reader.

Abschließend lässt sich sagen, dass das Arbeiten mit dem digitalen Semesterapparat für Studenten wie auch für Dozenten nur Vorteile mit sich bringt – wer mehr über digitale Semesterapparate erfahren möchte, findet hier weiterführende Informationen:

 

Oliver Foitzik

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