Wirtschaft

DIHK-Umfrage | Rohstoffsorgen und Facharbeitermangel

Eine aktuelle Umfrage der DIHK belegt, dass deutsche Unternehmen besonders zwei Dinge fürchten: Knappheit an Rohstoffen und Sorge vor dem Fachkräftemangel. Besonders bei den als Seltene Erden bezeichneten Hightech-Metallen kommt es aufgrund der Exportbeschränkungen des 97-prozentigen Monopolisten Chinas zu starken Preissteigerungen (zum Teil Versiebenfachung) und Engpässen. Dies beunruhigt mittlerweile 44% der befragten Unternehmen. Anfang des Jahres waren es noch 37%. Allerdings zeichnet sich hier Entspannung ab: Japan will die seltenen Metalle verstärkt in Vietnam fördern und das US-Unternehmen Molycorp will bereits 2012 ein Sechstel des Weltmarktes bedienen – und dies günstiger als derzeit. Explorationsprojekte gibt es zudem in Kanada, Australien, Malaysia und Grönland. Auch das „Urban Mining“ (hochwertige Recyclingprozesse) wird immer effizienter. Zudem hat bereits Anfang Oktober die deutsche Rohstoffagentur in Hannover eröffnet. Sie soll die Rohstoffmärkte transparenter machen, Förderprogramme unterstützen, neue Rohstoffpotenziale erforschen sowie die Kompetenzen der Rohstoffberatung für KMUs weiter bündeln. Auch will Frankreichs Präsident Sarkozy den Kampf gegen die Rohstoffspekulation zu einem seiner Hauptthemen für die im November beginnende G20-Präsidentschaft machen. BK Merkel hat hierfür bereits ihre Unterstützung angekündigt.

Die Zahl der befragten Unternehme, die den Facharbeitermangel als bedrohlich einschätzen stieg von 16% zu Jahresanfang auf nun 27%. Hierzu warb DIHK-Chef Hans Heinrich Driftmann bei den Arbeitszeiten verstärkt die Familienfreundlichkeit zu berücksichtigen: "Durch flexiblere Teilzeitmodelle lässt sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. (…) Gerade hier steckt hohes Fachkräftepotential." Dies sei zum Vorteil von Beschäftigten und Betrieben.

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