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Druckermarkt 2014: Händler uneins über Entwicklung

Der Traum vom papierlosen Büro wird wohl das bleiben was er ist – ein Traum. Zumindest darüber herrscht im Druckfachhandel Einigkeit. Das war es aber fast auch schon mit den Gemeinsamkeiten, denn was die Einschätzung der konjunkturellen Entwicklung für 2014 betrifft, gehen die Meinungen der Händler teils sehr weit auseinander. Einzige Ausnahme: Auch in diesem Jahr bleibt der Handel mit Toner und Tinte eine wichtige Stütze für die Branche.

Das sind die zentralen Ergebnisse der Printerumfrage 13, durchgeführt vom Beratungsunternehmen Dokulife Consulting & Research in Zusammenarbeit mit dem Druckerhersteller Brother.

Mehr als jeder Zehnte geht von Umsatzrückgängen aus

So verbleibt der Anteil der Händler, die für 2014 steigende Umsätze erwarten, mit 30 Prozent auf dem  Vorjahresniveau. Jedoch mehr als jeder Zehnte (elf Prozent) erwartet einen Umsatzrückgang. Das sind fast doppelt so viele Händler wie im Jahr davor (sechs Prozent). Der Anteil der Händler, die einen gleichbleibenden Umsatz erwarten, schrumpft gegenüber 64 Prozent in 2013 auf jetzt knapp 59 Prozent.

DMS und MPS – „Revolution“ bleibt aus

Im Rahmen der Studie, werden die Händler zusätzlich nach ihren Dienstleistungs-Portfolios, darunter Managed Print Services (MPS) und Dokumenten Management Software (DMS) befragt. Für dieses Jahr meldeten knapp 15 Prozent, dass sie ihren Kunden MPS oder ähnliche Service-Konzepte anbieten. Das ist in etwa der gleiche Anteil wie im Vorjahr. 2012 waren es noch  elf Prozent.

Die Umfrageergebnisse sind ein Indikator dafür, dass sich Managed Services zwar im Markt fest etabliert haben, aber die „Revolution“ des Vertriebs (vom Kistenschieben hin zum Service) 2013 weiterhin ausblieb.

Ähnlich verhält es sich auch bei anderen Lösungen und Dienstleistungen die zur Hardware angeboten werden. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der befragten Druckerhändler gab an, dass sie Lösungen im Portfolio haben. Ein Jahr zuvor waren es 38 Prozent. DMS ist dabei das beliebteste Erweiterungsangebot.

Handel mit Toner und Tinte weiterhin wichtiger Geschäftszweig

Auch 2014 bleibt der Handel mit Toner und Tinte ein weiterer, wichtiger Geschäftszweig für den Druckhandel. 91 Prozent der befragten Händlern gaben an, dass sie Verbrauchsmaterialien zur Hardware anbieten. Dabei lohnt sich ein Blick auf das Verhältnis zwischen Original- und Drittanbieter-Ware.

Hier gaben ebenfalls 91 Prozent der Händler  an, dass sie Original-Verbrauchsmaterialien anbieten (91 Prozent Tinte, 90 Prozent Toner). Drittanbieter-Verbrauchsmaterialien werden hingegen deutlich seltener angeboten (40 Prozent Tinte; 40 Prozent Toner). Leere Patronen und Kartuschen nehmen mehr als ein Drittel (68 Prozent) der Händler zurück.


Christoph Schroeder

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